Schiffs-ID

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  • #2140
    Corrail
    Teilnehmer

    Hi,

    ich habe mal eine Frage zu den Schiffs-Identifikations-Nummern, laut Basisbuch bestehen sie aus drei Buchstaben je nach Herstellungsreich und einer Anzahl Zahlen, die mehr werden, je kleiner die Schiffsgröße.
    Als Beispiel dient das Schlachtschiff mit drei Zahlen.
    Wie verhält sich das aber bei kleineren Schiffen ?
    Das man maximal 999 Schlachtschiffe in Dienst hat leuchtet mir ein, aber bei kleineren Klassen werden wohl mehr als 1000 Stück hergestellt, gibt es da ein System wie sich das je nach Klasse verschiebt, oder wie funktioniert das ?

    Die Nummer für einen leichten Jäger dürfte demnach eine wirklich ellenlange Zahl werden, denke ich mir.

    #2141
    Skaw
    Teilnehmer

    Nagut wenn du aber Überlegst das es sagen wir 20 Schiffswerfte hast die jeder einen eigenen Kenbuchstaben haben dann kannst du von jeden Jäger schon mal 20000 Schiffe bauen und wenn man dann doch mehr Braucht kann man ja vorne nochmal einen anderen Buchstaben anfordern.

    So würde ich das sagen und so wurde es auch in Deutschland bei div. Herstellern schon gemacht.

    #2142
    NOVAteam
    Verwalter

    Die Höhe der Zahl beim Transponder ist nur eine Orientierungshilfe. In manchen Nationen werden zusätzlich/anstelle Buchstaben verwendet (SCV-76BH). Der TExtabschnitt soll dir lediglich helfen, eine ID-Kennung „in etwa“ hinzubekommen. Wir wollten nicht das buch noch dicker machen mit einem vollständigen Register;)
    Jäger haben übrigens in den Armeen oft eine ganz andere art der Kennung:
    IN der STernenlegion fließt in die Kennnummer die Legion (z.b. VI.), die Centurie, etc. mit ein.

    #2148
    Corrail
    Teilnehmer

    Vielen Dank für die schnellen Antworten. 🙂

    Aber jetzt hab ich gleich noch ein paar Fragen mehr.

    Nehmen wir mal an der Frachte (Corvus-Klasse) mit der ID ICA-COR-001-001-001 wird von Piraten angegriffen, der letzte Notruf besagt das man geentert wird und die ausgesandte (wahrscheinlich) CivSec Patrouille findet beweise für einen Kampf ( Energierückstände, Trümmer) aber kein Schiff. Ich nehme mal an, das Schiff wird dann im Register als „Vermisst oder Entführt“ eingetragen.

    Was ist aber nun mit dem Schiff? Kann es nur noch mit ausgeschaltetem Transponder fliegen, also nur noch illegal, oder ist es möglich dem Transponder eine neue Hüllennummer zuzuweisen?

    Wenn das geht, wie gut wäre so eine Tarnung? Nehmen wir mal an die Nummer wird auf ICA-COR-001-001-009 geändert aber das echte Schiff liegt wegen Zahlungsproblemen des Besitzers seit 2 Jahren in einem Dock ohne Aussicht auf Freigabe. Würde das einer Patrouille dann auffallen (Anschluss an ein zentrales Register)?

    Ist es für offizielle Stellen (CivSec, Sternenlegion, ISD) möglich einen abgeschalteten Transponder zu reaktivieren oder auszulesen oder funktioniert da eine Erkennung wie früher mit dem Jane´s Schiffskatalog?

    #2151
    NOVAteam
    Verwalter

    Erstmal allgemein:
    Der Transponder ist ein kleines Gerät, welches tief in die Eingeweiden des Schiffes, wohin man sehr schlecht gelangt, verbaut wird. Es sendet ein digitalisiertes Signal mit der Transponder-ID aus. Staatliche Stellen bzw. Registrierungsbehörden (und geübte Hacker, siehe Techfähigkeit „Transponder herstellen“) können über eine spezielle Kommunikationsschnittstelle und mithilfe einer Dechiffrierung sowie eines speziellen MAschinencodes die ID-Nummer ändern. Selbst ein „unregistriertes“ SChiff (z.b. ab Werk und noch beim Händler, oder beim Gebrauchtschiffhändler) bekommt eine „Wartekennzeichnung“.

    Vielleicht zunächst mal den „Werdegang“ eines Transpondercodes (ich denke, mit KFZ-Kennzeichen läuft es ähnlich):
    – Ein neues Schiff wird gebaut und wird verkauft. Der Käufer muss es bei einer staatlichen Registrierungsstelle anmelden und erhält von dieser den Code auf den Transponder (bislang mit „Werkskennzeichnung“) aufgespielt. Die Registrierungsstelle vermerkt Besitzer, Bildmaterial und technische Daten des Schiffes, Anmeldedatum etc.. Je nach Behörde und Staat auch einen ganzen Datenwust mehr, oder weniger. IM Imperium tendenziell mehr.
    – Ein gebrauchtes Schiff: Der vorherige BEsitzer oder der Schiffshändler meldet sein Schiff ab. Der bisherige Code kann neu vergeben werden, der Tranponder wird in die „Wartekennzeichnung“ versetzt. Nun findet es einen neuen Käufer. Der Käufer meldet es wiederum an, es läuft wie beim Neukauf. Findet ein Verkäufer direkt einen Käufer, kann er den bisherigen Transpondercode auch auf den neuen Besitzer eintragen lassen.
    – Ein Schiff soll abgewrackt werden. Der Transpondercode wird nach der „zerstörung“ bei der Registerstelle abgemeldet. Er kann neu vergeben werden.
    – Ein Schiff hat ein ungeklärtes SChicksal (vermisst, gestohlen…): Das SChiff wird in der Registerstelle entsprechend markiert. Nach einer Verjährungsfrist (z.b. 10 Jahre) kann der Code wieder frei werden, muss aber nicht. Das hängt dann je nach Behörde und Brauch ab. Z.B. würde auch niemand die Hüllennummer des Kreuzers „AFS-65B Shahin“, um den sich Legenden ranken, neu vergeben. Zumal sich über die Jahrzehnte Hüllnummern-Formatierungen in den verschiedenen Registerstellen auch immer wieder mal ändern .

    Für den Dieb wäre es wohl klug, das Nummernschild auszutauschen (oder eben den Transponder), denn andernfalls wird es bei jeder Kontrolle auffliegen. Also am besten den alten Transponder ausbauen oder anderweitig deaktivieren (beides nicht gerade einfach) und das Schiff neu registrieren – und zwar am besten an einer Regsiterstelle ganz, ganz weit weg von der ursprünglichen. Die überprüfen ja ihre Datenbank nach gestohlenen Schiffen bei Neuanmeldungen.

    Dem aktuellen Transponder eine neue Nummer zuzuweisen ist schwer, aber nicht unmöglich (TEchfähigkeit „Transponder-ID herstellen“). Man muss sich im Klaren sein, dass die erfundene Nummer natürlich nicht unbedingt an der Registerstelle hinterlegt ist (was Polizei problemlos nachprüfen kann), aber es ist sicher besser, als auf jedermanns Sensoren mit einer „heißen“ NUmmer aufzutauchen, oder mit gar keiner (sicheres Zeichen für ein Grimz-Schiff…).
    Klugerweise fälscht man die Transponder ID so, dass man als ein anderes Schiff (aber eben gleiches Schiffsmodell) erscheint. Das wäre eine zusätzliche Sicherheit bei einer Kontrolle. Je mehr man von einem existenten anderen Schiff kopieren kann (z.b. auch die ID des Besitzers) und als dieses durchgehen würde, umso besser.

    Es gibt auch die Möglichkeit, vom Schwarzmarkt die Transponder von verschrotteten Schiffen zu kaufen, mit denen sich zwielichte Schrotthändler eine kleine Summe nebenher verdienen (solange die Transpondercodes noch nicht abgemeldet wurden). Hier taucht das Problem auf, dass man vielleicht den Code einer Goliath-Klasse kauft, aber selber eine Corvus-Klasse ist.

    Ist ein Transponder abgeschaltet (heißt: das Schiff/Transponer zerstört oder wurde er anderweitig deaktiviert) lässt er sich, wenn reparabel, wieder einschalten. Dann sendet er auch den gespeicherten Code wieder.

    #2168
    Corrail
    Teilnehmer

    Oh, danke für die sehr ausführlich Antwort :-).

    Ich bin davon ausgangen, dass der Transponder die Hüllen-Nummer + Eignerspezifische Daten (Name / Heimathafen, etx) als Standardkennung sendet so quasi als Alleinstellungsmerkmal eines Schiffes.

    Dann würde mich noch interessieren, wie aktuell die Daten der einzelnen Regierungsstellen (innnerhalb eines Reiches) sind.
    Also wie lange es dauert, bis die Tatsache, das ein Schiff einen anderen „Status“ im Register hat, oder gibt es kein „Zentralregister“ in dem alle Schiffe gespeichert sind, bei einer (weit entfernt operiernden) CivSec Patrouille angekommen ist.

    Sorry mit dem Reaktivieren hab ich mich glaube ich etwas blöd ausgedrückt. Im BB steht das das Auftauchen von Schiffen ohne ID mindestens Alarmstufe Gelb rechtfertigt aber eher Rot auslöst.
    Ich wollte erst wissen, ob es möglich ist, quasi eine Fernreaktivierung durchzuführen, aber das macht eigentlich keinen Sinn.
    Dann eher die Frage, wie ist so die Standardprozedur, wenn ein Schiff ohne Kennung auf eine Sicherheitspatrouille trifft?
    Stoppen und durchsuchen ?

    #2170
    Bernd
    Teilnehmer

    Alles, außer weiterfliegen lassen.

    Man bedenke die Entfernungen im All. Zuerst muss man gefunden werden. Wenn man gefunden wird, erscheint beim anderen Schiff erstmal ein Signal auf dem Schirm und die ungefähre Schiffsgröße steht fest ( außer du hast Signalinterferanten ). Wenn du dann keine Kennung aufweisen kannst, wirst du von einem Behördenschiff angefunkt. Privatschiffe haben derlei Berechtigungen nicht, zumindest nicht bei uns – man braucht eine Polizeilizenz oder Zugehörigkeit zu einer der zuständigen Behörden.

    Ich gehe im folgenden davon aus, dass die kleine Box nicht ununterbrochen sendet oder zumindest das Senden aktiv vom Besitzer deaktiviert werden kann. Dauerhaftes Senden à la „Hallo, hier bin ich !“ hilft in Ballungsräumen zwar der Verkehrsüberwachung ( was andererseits auch Schiffen helfen kann, bei dem Datenwust „durchs Netz“ zu schlüpfen ), aber im Outback ist ein aktiver Transponder für jedes Handelsschiff gleichbedeutend mit einem Fadenkreuz auf dem Cockpit.

    Wenn du nach der Kontaktaufnahme und kurzer Befragung keinen gültigen Code senden kannst, wirst du zum Beidrehen aufgefordert und zur Klärung des Vorfalls geentert und durchsucht.

    Bedenke, dass die Sichtweite im All aufgrund der Dunkelheit recht gering ist – wenn kein Licht auf dich fällt ein paar Kilometer, je nach Größe. In den meisten Fällen wird also wenig mehr als deine Schiffsgröße bekannt sein, eventuell je nach Sensorergebnis auch deine Sensorsilhuette und somit deine Schiffsklasse. Kommt drauf an, wie man Sensoren handhabt.

    Ich gehe weiterhin davon aus, dass die Überwachung nicht lückenlos ist, andererseits auch eine Prüfung von ( scheinbar ) gültigen Transpondercodes stichprobenartig erfolgt.

    Was die Verbreitungsgeschwindigkeit angeht vermute ich, dass legale Aktualisierungen ( An- und Ummeldungen ) als TR-Datenpaket verschickt werden, je nach Verkehrs- und Behördendichte in unterschiedlichen Intervallen von einigen Minuten bis Tagen. Bei Verstößen würde ich in der Zentralen Sphäre, rechnet man den bürokratischen Faktor ein, vom Vermerk bis Aktualisierung im Schnitt von 1-6 Stunden je nach Standort ausgehen, wenn du nur „aufgefallen“ aber entkommen bist, wesentlich schneller, wenn du im Nachbarsystem gerade am Rad gedreht und einen Großfrachter vor den Augen einer Patroullie gekapert hast ( z.B. ).

    #2345
    wondalfo
    Teilnehmer

    Tauschen Reiche bei Euch ihre Datenbanken aus? Es gibt ja viele Grenzüberschreitende Händler. Gibt es Probleme mit einem in Guanku registrieten Frachter im Imperium, oder ist er dort bereits bekannt? Haben Schiffe gar mehrere IDs, eine Imperiale, eine aus Guanku…?

    #2347
    NOVAteam
    Verwalter

    Das ist heute wie auf dem Meer. Es gibt nur eine ID pro Schiff und die Registerdaten werden international ausgetauscht.

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