[RF] Einflussspähren

Startseite Forum Gruppenforen NiL – NOVA in Leipzig [RF] Einflussspähren

Ansicht von 1 Beitrag (von insgesamt 1)
  • Autor
    Beiträge
  • #5272
    Renegat
    Teilnehmer

    Xariyakis Erbe
    „Im August 2673 scheiterte der loxonische Versuch in der Heyronwell-Zone eine dominante Position einzunehmen. Wolken aus zerfetztem Metall und Fleisch, die einmal stolze Raumkreuzer und ihre furchtlose Besatzung waren, fließen seither im Duron-System auseinander und sind zu florierenden Korallenbänken für kleine Fische und großer Haie im Recyclingbusiness geworden. Die Nezlogrash zerstückelte zwar den Vorstoß von Admiral Mao Xariyaki, aber der raffinierte loxonische Meistertaktiker drückte aus einer unterlegenen Position heraus die Konföderation gegen die Wand – am Ende stand ein bitterer, teurer Sieg, den sich die Konföderation selbst mit zahllose Paraden, Medaillen und Beförderungen nicht versüßen konnten.
    Es heißt, hinter dem Angriffbefehl für den kleinen Admiral aus der bedeutungslosen loxonischen Provinz stünden verschiedene Brandherde in der Heyronwell-Zone und vor allem das Aufflammen des Maschinengeistes auf Alpha, welcher der Führung in Guanku schlaflose Nächte bereitete. Zehn Jahre später dürfen wir feststellen, dass ironischerweise der Schlagabtausch im Duron-System dazu geführt hat, dass der Protektor Alpha frei atmen konnte. Der Konföderation waren zwar nicht die Hände amputiert, aber dennoch mehrfach gebrochen worden. Ohne diesen Würgegriff war der Aufbau einer vendarischen Flotte nur dreist und nicht kühn. Wenn wir daran denken, dass die Keimzellen der Flotte manchen gewaltigen Eisensärgen Durons entsprungen sind und sie bis heute ohne die regelmäßige Infusion von loxonischem und konföderiertem Schrott kaum das zarte Jugendalter erreicht hätte, können wir uns gut vorstellen, wie es in den Mägen hoher Rotröcke rumort.
    Und trotzdem konnte das Conaresh seinen Radius ausdehnen. Die Konföderation besetzte mehrere Planeten vollständig und zwang ganze Systeme der Heyronwell-Zone unter ihre geschundene Faust, wo sie vorher die nachbarschaftliche Hand reichen musste. Die Loxoner dort sind – sofern sie nicht fliehten – nun brave Bürger des roten Vaterlandes. Doch selbst die allsehenden Drachenaugen könnrn nicht die Nebel in jeder vernarbten loxonischen Seele durchdringen. Die Loxoner sind tugendhaft in ihrer pflichterfüllten Ehrerbietung den neuen Herren gegenüber und noch tugendhafter in geduldigem Warten auf den günstigen Moment, ihnen ihr Tanto in den Rücken zu bohren. Offiziell mauert sich Guanku mit der Heyronwell-Linie, dem Mammut-Verteidigungsprojekt aus Xiao-Jeng, sturmfest ein. Inoffiziell hat die Duron-Schlacht mehr Opale an die Strände Heyronwells gespült als alle Fluten zuvor.
    Wenn wir im Imperium glauben, dass Duron nur ein großes Geplänkel in der Außenwelt war, dann vergessen wir, dass sie unseren letzten, vierten Krieg gegen die angeblich Wahrhaftigen säte. Kriegsherr Kilnorath hatte drei Jahre nach Duron gar keine andere Wahl als dem bekannten Universum und vor allem in den Menturi-Cluster zu signalisieren, dass die Nezlogrash wieder bereit war, es mit jedem aufzunehmen.
    Ohne Duron kein Calesh.“

    Reverta Horim, Imperial Standard-Politikkorrespondentin, im August 2683

    Konföderierte Machtapparat
    Rokangeht wird von der Nezlogrash kommandiert. Sie stellen Offiziere, Sicherheitspersonal und Polizei an Bord sowie den angegliederten militärischen Schiffen und Jagdgeschwadern. Rokanghet ist nicht nur Handelsstation, sondern auch Militärbasis und besitzt die Kampfstärke eines Schlachtkreuzers. Obwohl der Kommandeur des Planetensystems (im Rang des Sirakhun des Xorags), offiziell auf Sheporuk seinen Sitz hat, treibt er sich oft auf der viel prestigeträchtigeren Raumstation herum, die von der Nezlogrash geleitet wird (ebenfalls von einem Sirakhun).
    Außerdem ist die Asphonshor-Leitstelle an Bord beheimatet. Eine Vetretung des Geheimdienstes gibt es offiziell nicht auf Rokangeht. Man darf aber davon ausgehen, dass Agenten an Bord sind.

    Loxonischer Untergrund
    Im Shetorux-System lebten einst Loxoner und Konföderierte als Nachbarn, ehe nach der Duron-Schlacht die Konföderation das Ruder übernahm. Doch natürlich hat der Opal, der loxonische Geheimdienst, seine Spitzel und Informanten hier. Manchmal getarnt als langjährig hier lebende Zivilisten, manchmal gar in hohen Rängen der Konföderation. Ein „Grauer Schatten“ ist der unbekannte Führer der Agentenschar. Manchmal wissen die Agenten voneinander und werden zu Teams, manchmal auch nicht. Droht die Aufdeckung, werden sie abgezogen. Braucht es Verstärkung, werden neue platziert. Unter der loxonisch Stämmigen Bevölkerung finden die Agenten viele Sympathisanten und willige Helfer – aber vielleicht auch Verrat…
    Der konföderierte Geheimdienst vermutet auch, dass im „Konsularischen Büro“ von Guanku an Bord von Rokanghet (so etwas wie eine Mini-Botschaft) ein Anlaufpunkt wäre.

    Händler und Bewohner
    Rokangeht ist eine Handelsdrehscheibe. Sheporux‘ Chemieerzeugnisse werden hier ebenso verkauft wie einige Rohstoffe von Shegrennas Monden. Importe sind insbesondere Agrarerzeugnisse, Nahrungsmittel, Technik und gefertigte Produkte. Rokanghet ist außerdem ein Transithafen für Passagen in verschiedene andere Systeme und Tankstelle. Also tummeln sich Händler dauerhaft oder auf der Durchreise an Bord, ebenso wie Passagiere und übliche Bewohner, die unterschiedlichen Dienstleistungen (z.B. Techniker, Entertainer, Gastservicekräfte) rund um den Handel und die Versorgung der Besatzung nachgehen.

Ansicht von 1 Beitrag (von insgesamt 1)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.

Kommentare sind geschlossen.