Raumsektorengrößen und Versorgung entlegener Planeten

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Dieses Thema enthält 7 Antworten und 4 Teilnehmer. This post has been viewed 99 times Es wurde zuletzt aktualisiert von  NOVAteam vor 1 Woche, 6 Tagen. This post has been viewed 99 times

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  • #5773

    Kampfmops
    Teilnehmer

    Liebe Community, ich spiele nun seit 4 Jahren Nova, und habe in der Zeit mir viele Gedanken über die verschiedenen Völker und die von Ihnen bewohnten Systeme gestoßen. Ich bin allerdings währenddessen immer wieder auf das Problem gestoßen, dass für mich die Ausdehnung der einzelnen Völker nur sehr schlecht greifbar ist. Es stehen dazu zwar im Regelwerk Informationen dazu, aber dadurch dass immer unterschiedliche Größen genommen werden und ich auch keine Definition für einen Gratraumsektor finden konnte, fällt mir es schwer die Ausdehnung der einzelnen Völker über die Milchstraße zu begreifen. Es gibt da sehr unterschiedlich genaue Angaben. So ist z.B. bei den Terranern, Veganoiden und Metonoiden die Ausdehnung ihrer Reiche sehr gut beschrieben, aber gerade bei vielen Reichen der Exaspäre und des Marginums wird es mir dann etwas undurchsichtig. So steht z.B. bei Guanku, dass ihr Staatsgebiet das Menturi-Cluster ist und ihr Reich sich über 24 Sektoren erstreckt. Doch wie groß ist so ein Raumsektor? Gibt es da eine fest definierte Größe oder ähnliches?
    Ich muss dazu sagen, dass ich bei meinen geleiteten Spielen mit vielen Zusammenhängen arbeite, also es gibt gewisse Politische Linien die gefahren werden, die sich natürlich abrupt ändern können, wenn es in den Reichen zu einem Umsturz, Neuwahlen oder einfach nur dem Tod des obersten Herrschers kommt. Auch Wirtschaft und der Wettbewerb zwischen verschiedenen Firmen spielt eine Rolle, sowie Wissensschaft und Forschung. Doch gerade bei dem Handel stoße ich da immer wieder auf Probleme. Wenn ich z.B. das Imperium nehme, haben wir ja 2683 eine Gesamtbevölkerung der Imperialen von 11,2 Mrd. Einwohnern, die sich auf 412 Planeten in den verschiedensten Systemen verteilen. (vgl. Nova-Basisbuch 2. Edition Seite 63 & 67). Auch wird erwähnt, das die Bevölkerungsdichte der imperialen Planeten rapide abnimmt, je weiter man von Sol entfernt ist, leuchtet mir ein. Doch gerade für den Handel und die Versorgung von Kolonien spielt es doch eine riesige Rolle. Verhältnissmäßig muss es ja wahnsinnig teuer sein, eine Kolonie auf einer Exasphären- oder gar Marginuumwelt zu versorgen. Defacto wäre ja ein Handel mit so weit entfernten Planeten, vor allem wenn sie nicht über eine Gratraumverbindung verfügen, unglaublich unrentabel, wenn nicht sogar unmöglich. Also wie seht ihr das so? Habt ihr da Varianten wie ihr damit umgegangen seit? Wie groß ist ein Raumsektor? Und wie wird die Versorgung entlegener Gebiete finanziert und geregelt? So etwas wie staatliche Subvention wäre da eine Möglichkeit, die ich in Betracht gezogen habe.

    #5774

    wondalfo
    Teilnehmer

    Was den Handel und die Versorgung angeht, so muss es einen wirtschaftlichen oder politischen Grund geben das zu tun.
    Beim Handel könnte das sein, dass es in dem System etwas gibt, was im jeweiligen Weltraumbereich selten ist, z.B. bestimmte Rohstoffe. Im Gegenzug kaufen die Bewohner, dass was sie brauchen.
    Politisch könnte es sein, dass das System militärisch an einer strategischen Position sitzt und man deshalb den Aufwand der Versorgung erfüllt.

    Alle anderen Systeme die keinen Grund haben, müssen sich quasi selber versorgen, was auf einem halbwegs bewohnbaren Planeten aber auch nicht das große Problem sein sollte. Gelegentlich kommt sicher mal ein privater Händler vorbei, um dort hergestellte Waren extrem günstig einzukaufen und dort gebrauchte Güter zu unverschämten Preisen zu verkaufen. Der Lebensstandard und der verfügbare TL wird sich also im wesentlichen auf das beschränken, was auf dem Planeten hergestellt werden kann. Kann also entsprechend neidrig sein.

    Staatliche Subventionen halte ich außer aus wichtigen politischen Gründen für unrealistisch. Warum sollte ein Staat einen unbedeutenden Randplaneten mit einer geringen Bevölkerung subventionieren.

    Für einen Planeten ohne Gratraumverbindung trifft das noch viel mehr zu. Die Leute sind wahrscheinlich vor Nutzung des Gratraumantriebs dort hin gekommen und nun isoliert und reine Selbstversorger.

    Es gibt sicher genügend Menschen, die ein selbstversorgtes, aber einfaches Leben in einer intakten Umwelt, dem Leben in den hektischen Zentren der großen Staaten vorziehen. Solche Gruppierungen sollte man in solchen Randsystemen antreffen. Für einen Charakter könnte genau das der Grund sein auf Abenteuer auszuziehen.

    #5775

    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    Realismus und Space Operas sind im allgemeinen nur mäßig kompatibel. Die Wahrheit ist, dass interstellare Handelsrouten realistisch kaum Sinn ergeben. Realistisch gesehen würde man wohl kaum eine Kolonie gründen, die nicht die nötigen Rohstoffe hat sich selbst zu versorgen.

    Primäre Handelsgüter wären neue Technologie, Kunstgegenstände und andere Luxusgüter (Nahrung die „unter Freiem Himmel“ oder in ihrer ursprünglichen Umgebung gewachsen ist, könnte wiederum als ein solches Luxusgut gehandelt werden, ähnlich wie Champagner und teure Weine heute, Marketing wie bei Diamanten greift ggf auch).

    Handel gibt es für Welten vor allem dann, wenn sie ein Gut produzieren können, das es nirgendwo anders gibt (oder das zumindest nirgendwo sonst „natürlich“ vorkommt).

    Staatliche Finanzierung ist imo nur in strategisch wichtigen Systemen vorstellbar. Flottenstützpunkte an Engstellen im Gratraum, „Reichsgrenzen“ oder dort wo seltene strategische Ressourcen (zb Astronium) abgebaut werden können, die sich nicht synthetisieren lassen.

    Edit: Beim Design der Exasphären Karte bin ich davon ausgegangen, dass ein Sektor aus etwa 5 bewohnten, sowie den auf den Gratraumrouten dazwischen liegenden leeren Systemen bestehen.

    #5776

    NOVAteam
    Keymaster

    Hallo Kampfmops,
    im Fanpaket findest du zwei Beispiele an Gratraumkarten, die dir weiterhelfen können, die Größe von Sektoren einzuschätzen. Im Schnitt kann man etwa 5 Sternensysteme für einen Sektor ansetzen. Guanku umfasst also z.B. in etwa (24*5=) 120 Systeme. Wenn man davon ausgeht, dass im Schnitt pro System 2 Planeten bewohnt sind, würde man von rund 250 bewohnten Welten ausgehen. Vermutlich liegt beim Loxon-Bund die Zahl etwas höher. Bekanntlich umfasst Guanku einen Großteil aller von Menschen besiedelten Planeten. Der Menturi-Cluster ist lediglich die Kernregion von Guanku.
    Zum Imperium findest du in „Terra Superior“ alle vom Imperium besiedelten Systeme.

    Zum Thema Imperium gibt es ein Missverständnis: Das Imperium besitzt mitnichten 412 Planeten (das wäre ziemlicher Wahnsinn), sondern hat laut Basisbuch 412 Senatoren. Die Prätoren sind die planetaren Verwalter im Imperium, die Senatoren Abgesandte in den Senat. Hier hat du leider auch (unfreiwillig;)) einen unschönen Schnitzer gefunden. In TS wird von 1140 Senatoren gesprochen, und zwar weil jeder Senator 10 Millionen Bürger repräsentiert. Da ist mir beim Ausdefinieren des Senatoren-Amtes die Angabe „412“ im Basisbuch durch die Lappen gegangen. Es ist leider bei so einem großen Projekt und seiner Welt es wirklich schwierig, jedes Detail im Blick zu behalten. Obwohl bei neuen Projekten der Abgleich mit bestehendem Hintergrund eine Aufgabe wird, die zunehmend Zeit schluckt – und ja, ein Wiki ist da teilweise in der mache, aber dazu fehlt mir einfach auch die Zeit.
    Da in TS die imperialen ÄMter genauer unter die Lupe genommen worden sind als im BB, sind 1140 Senatoren die Zahl, von denen ich ausgehen würde.

    Zum Handel: Du kannst davon ausgehen, dass es Ressourcen und Produktionsstädten an vielen Ecken des Universums gibt. Die Venus ist also nicht der einzige Lebensmittellieferant im bekannten Universum, noch nicht einmal im Imperium (obwohl da der wichtigste). Gehe davon aus, dass es Hersteller von Maschinen, Lebensmittel, Elementen etc alle paar Gratsprünge gibt. In manchen Regionen mehr (wo dichter besiedelt, in den Reichen der Außenwelt), in anderen Regionen spärlicher (Marginum).
    Das Imperium ist mit seiner Kategorisierung hier ja ein Sonderfall und wird in TS noch mal genauer dargelegt. Hier sind längere Transportwege oft politisch gewollt.

    Wondalfos allgemeiner Einschätzung stimme ich uneingeschränkt zu;)
    Daniel

    #5777

    NOVAteam
    Keymaster

    ok, Balu hat fast gleichzeitig geschrieben;) auch hier stimme ich zu:)

    #5778

    NOVAteam
    Keymaster

    by the way, hier noch mal Werbung für die neue FB-Gruppe:
    https://www.facebook.com/groups/novaspielen

    #5786

    Kampfmops
    Teilnehmer

    Vielen, vielen Dank für eure netten Antworten. Ich spiele selber wenn ich mit Freunden Nova spiele sehr gerne Kampagnen vor allem zu den Formorag oder den Konföderierten Metonoiden. Ich habe mir daran halb die Zähne ausgerissen, weil ich einen kleinen Hauch Realismus reinbringen wollte um es im Falle der Formorag auch mal möglich zu machen, das man bei einem schlecht vorbereiteten Überfall auch mal eine „Niete“ an Land zieht und kam so auf die Idee mir mit Exel einen Simulator für ein Zufallshandelsystem zu errichten um auch gleichzeitig externe Einflüsse von weither ins Spiel zu bringen, das falls ein System z.B. wegen einer dortigen Invasion keine Waren mehr exportieren kann (oder unter sehr schwierigen Bedingungen). Eure Anmerkungen werde ich beherzigen, sie machen das ganze sehr plausibel. Falls ihr wollt halte ich euch auf dem laufenden.

    Moritz

    #5787

    NOVAteam
    Keymaster

    Gerne:)

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