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  • Dieses Thema hat 8 Antworten und 3 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 6 Jahre, 3 Monaten von Bernd. This post has been viewed 1042 times
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  • #1280
    wondalfo
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    meine Spieler haben beschlossen den unbekannten Raum mit ihrem Schiff zu erforschen. Nun hätte ich gerne ein paar Hinweise auf besondere Ausrüstung, die man dazu braucht. Z.B. glaube ich irgendwo gelesen zu haben, dass es Gratraumscanner und -sonden, und irgendwelche Vermessungschiffe gibt. Nur konnte ich keine Regeln oder sonstige Beschreibungen dafür finden. Ist so etwas irgendwo beschrieben, oder anderweitig bekannt?

    Ist es vorstellbar, dass es Raffinerien für den Frachtraum gibt, die es ermöglichen aus der Atmosphäre von Gasriesen Treibstoff zu gewinnen.

    Vielen Dank Wolfgang

    #1284
    NOVAteam
    Verwalter

    Hallo
    Gratraumgeodätanten, wie diese ziemlich großen Gratraumscanner heißen und die Vermessungsschiffe nutzen, sind bislang noch nicht offiziell erschienen. Im Rahmen von „Expedition Farscope“ (siehe Werkstatt) werden sie aber sicherlich auftauchen.
    Nur soviel: Sie brauchen viel Platz und benötigen viel Energie. Vermutlich BE, da sie zur Vermessung eher impulsartig arbeiten denn dauerhaft. Die Überlegung hier ist noch nicht abgeschlossen.

    Sicherlich ist es auch denkbar, eine Treibstoffraffinerie einzubauen. Allerdings denke ich kaum, dass eine 100 GSTP-Raffinerie eine gigantische Ausbeute erwirken kann. Etwa „5% der GSTP als stündliche Tonnen-Produktion“ könnte ich mir vorstellen.
    Wenn deine Leute eine Woche mit dem Raffinieren verbringen, werden sie vielleicht nur einen Tag damit fliegen können.

    #1314
    Bernd
    Teilnehmer

    Was die Raffinerien angeht, bin ich bereits am tüfteln, da ich eine riesige Kampagnenexpedition in der Planung habe. Der Editor dafür ist noch in der Testphase. Das Problem ist weniger die Größe, sondern tatsächlich die Ausbeute und die Tatsache, das der Prozess ( eigentlich ) über mehrere Stufen geht. Rein theoretisch fliegt ein Schiff auch mit reinem Wasserstoff, hypothetisch 10K EE/t. Und das raffinieren selber braucht Energie.

    Zeit, Größe, Energieverbrauch, Ausbeute sind wichtige Faktoren und letzen Endes sind solche Installationen sicher nicht billig. Einmal durch die Atmosphäre fliegen und weiter gehts klappt da leider nicht. Auf wirklichen Langstreckenmissionen kann das jedoch durchaus was bringen.

    Was andere Ausrüstung angeht, hier eine kleine Auswahl. Vielleicht mach ich daraus noch ein Modul für das nächste Fanpaket.

    – Eine sinnvolle Ergänzung als einzelnes Expeditionsschiff wären wohl Sonnensegel. Regeln dazu ebenso in Arbeit wie die Treibstoffaufbereitungsanlagen.
    – Aufhängungen mit Zusatzttanks sind ebenfalls nicht verkehrt.
    – Im 1.Ed. Basisbuch gab es eine Energiespar-Software für Artifikanten, sowas könnte man für Raumschiffe adaptieren.
    – Ein nicht auf EMAP zum Landen angewiesenes Beiboot/Shuttle ist Pflicht – wie auch immer man die Sache mit den Triebwerken regelt.
    – Modulare Basis für die planetare Erkundung ist sehr hilfreich. Einfaches Klapp- und Steckmodul für 6 Personen, beliebig erweiterbar, je nach Resistenz gegen Umweltbedingungen kosten die Dinger 10-50K, nehmen zusammengeklappt ca. 5t Frachtraum weg und brauchen ca. 6 Mannstunden zum Aufbau. Kosten und Daten je Modul für 6 Personen. Auch als eine Art „Vorzelt“ für das Landungsschiff denkbar.
    – Mobile Wasseraufbereitung ( Energiezelle + Recycler + Lebenserhaltung für die Filterung + optional Tank + optional Scanner mit Med-Software )
    – Planetares Erkundungsfahrzeug. Kleiner Buggy, Motorräder oder eine kleine Vektorschubmaschine ( aka T-Bird oder Senkrechtstarter ). Lassen sich sehr Treibstoffeffizient bauen.
    – Ein GROßER Frachtraum !
    – Ausreichend Ausrüstung für die Besatzung : Schutzkleidung, technische Geräte, Nahrung etc.

    Bei Fragen, fragen 🙂

    #1590
    wondalfo
    Teilnehmer

    Hallo Bernd, danke für deine Ideen. Klingt gut. Wolfgang

    #1610
    Bernd
    Teilnehmer

    Hoppla, da ist mir ein Hausregelfehler unterlaufen :

    Im Originalsetting hätte reiner Wasserstoff ( hypothetisch ! ) 1.000 EE/t und nicht 10.000 !

    Hintergrund : Da wir mit modifiziertem Technikhintergrund spielen, haben wir die Energieeinheiten x10 genommen, um die längeren Flugzeiten zu unterstützen.

    Alle anderen Angaben stimmen aber.

    #2063
    wondalfo
    Teilnehmer

    Ich muss hier nochmal einhaken.

    Ist es möglich mit normalen Schiffssensoren und Scannern Gratraumpunkte in einem System zu entdecken und die Sprungparameter zu vermessen ?

    Hintergrund: Bei uns sind Gratraumkarten ein wertvolles/rares Gut. D.h. die SCs haben nur eine Karte mit einem kleinen Ausschnitt des bekannten Gratraums. Jetzt sind da manchmal Verbindungen eingezeichnet, die im „Nichts“ enden. Wenn sie jetzt diesen Grat benutzen landen sie in einem neuen System. Mit etwas Sternbeobachtung und Astrogation können sie rausfinden, wo in etwa in der Milchstraße sie sind bzw. sogar den genauen Namen/position des Sternsystems. Haben sie nun ohne speziellen Gratraumscanner eine Möglichkeit andere Gratpunkte im System zu entdecken und so weit zu analysieren, dass sie sie gefahrlos benutzen können, auch wenn sie nicht wissen, wo sie hinführen ?

    Vielen Dank Wolfgang

    #2064
    Bernd
    Teilnehmer

    Das ist im Grund eine Sache der Definition des Gratraumes. Eigentlich ist er eine Eigenschaft des Raumes, eine Art Naturgesetz, das dazu führt, dass sich im Raum sozusagen auf der Ebene der Gravitationswirkung Linien bilden, von denen einige in der Lage sind, an bestimmten Punkten Raumschiffe mit Gratraumantrieb ( GRA ) „rein“ zu lassen, zu transportieren und wieder zu „entlassen“. Eine Art kontrollierte Sofortreise durch ein „Gravitationskabel“.

    Die Grate sind im Raum verteilt und ballen sich in der Nähe von Gravitationsquellen – Sterne, Schwarze Löcher, künstliche Schwerkraftquellen. Sieht ein bisschen aus wie das Netz einer Spinne auf LSD.

    Nun kann man Gravitation durchaus messen, selbst Gravitationswellen sind von ihrer Wirkung her heute schon über viele Lichtjahre Entfernung beobachtbar. Ein Grat aber ist viel diffiziler. Und letzten Endes will man ja nicht nur wissen, DASS da einer ist und WO – zumindest ersteres kann man auch ohne Messung mit JA beantworten – sondern auch, wo die Gratpunkte, die Ein- und Ausstiegspunkte sind und ob überhaupt geeignete vorhanden sind. Und da kommt der Gratraumgeodädant ins Spiel.

    Einem fähigen Astro- oder Gratraumphysiker würde ich es zutrauen, zumindest die wahrscheinlichsten Punkte zum Suchen zu errechnen, mit einer Abweichung von ein paar Hunderttausend Kilometern etwa. Aber den exakten Punkt und den Verlauf des Grates ( der ebenso wichtig ist ) bekommt man wohl nur per Spezialgerät. Und selbst dabei könnte ich mir vorstellen, dass durch die Unschärferelation noch mehrere Messungen erforderlich sind.

    Deine Position kannst du recht zuverlässig feststellen, wenn du mindestens 3 Pulsare findest. Mit dem Teleskop anpeilen, Frequenz des Pulsars ermitteln und in der Datenbank schauen, welcher das ist, Beobachtungswinkel zur letzten Peilung merken, bei jedem Pulsar wiederholen, triangulieren, Position ermittelt.

    #2065
    wondalfo
    Teilnehmer

    Also deiner Ansicht nach eher nein. Man braucht also Koordinate und Sprungparameter. Fehlt eines von beiden kann man den Gratpunkt nicht benutzen und ohne Gratraumscanner kann man es sich auch nicht beschaffen.

    #2066
    Bernd
    Teilnehmer

    Es bleibt noch das wilde rumprobieren – aber das ist so, als ob du einen Dartpfeil in einen Heuhaufen wirfst und daraus hoffst, die Stecknadel zu treffen.

    Gäbe es die Einschränkung mit der Vermessung nicht, wären Gratraumkarten an jedem Kiosk zu bekommen. Klar kann man es auch anders regeln – vielleicht wissen die Veganoiden eine Lösung, vielleicht kann von denen jemand paranormisch nach Gratpunkten suchen. Sicher nicht so präzise, aber denkbar. Wäre etwa wie bei den Pilgern aus Wing Commander. Oder einen Cassiopier fragen. Der wird zwar mitleidig mit den Fühlern wackeln wenn man ihm das Problem schildert, aber vielleicht schließt er sich der Expedition an. Solange keiner seine Sensoren anfässt, geht alles gut. Das gibt dir als SL auch etwas seichte Ingame-Kontrolle über die Flugroute deiner Spieler.

    Veganoide und Cassiopier wären meine bevorzugten Workarounds, wenn man die Erfassung von Gratpunkten mit Standardsensoren nicht ermöglichen will.

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