Das Treibstoffparadox und seine Lösung

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  • #1897
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    Wir hatten das Thema schon, aber ich mache es an dieser Stelle neu auf, weil ich denke das die Lösung einen eigenen Thread verdient. 😛

    Im letzten Thread habe ich gezeigt, wie unsinnig hoch der Energieverbrauch schon allein einer Polaris ist und seitdem haben ich und Gregorianus des öfteren darüber nachgegrübelt, wie man das Problem lösen könnte, die Lösung ist angenehm einfach und bietet für Hausregeln auch noch Spielraum:

    Wir reduzieren die Zehnerpotenz. Statt Tonnen werden Kilogramm getankt, alles andere bleibt gleich. Das bisherige Treibstoffgewicht wird den Tanks zugeschrieben und spielt so weiter eine Rolle für die Geschwindigkeitsformeln bei Schiffen. Das würde heißen:

    1 GSTP Tank wiegt 2t und kann 2kg Treibstoff aufnehmen. Für Hausregeln könnte man das Gewicht der Tanks oder die Kapazität ändern, um etwa Schiffe mit höheren Reichweiten möglich zu machen.
    Gleichzeitig würden Werte im kg-Bereich es auch ermöglichen, Artifikanten mit Spritverbrauch zu versehen (man müsste lediglich das Gewicht von deren Tanks mit etwas Handwavium bestreuen).

    Zuletzt wären auch die Energiemengen der Antriebe in realistischen Relationen, eine Polaris würde etwa doppelt soviel Energie verbrauchen wie ein Startendes Space Shuttle. Energiewerte etc. könnten schlicht gleich bleiben.

    #1900
    Gregorianus
    Teilnehmer

    Preis wäre dann 80 ST je kg für den billigsten Sprit das kommt nicht ganz genau raus

    #1902
    Bernd
    Teilnehmer

    Das Problem bei eurer Methode ( aus meiner Sicht ) ist kein rechnerisches, sondern die Tatsache, dass die Manövertriebwerke de facto Sprit ausstoßen – zwar in Form von Plasma, aber immer noch Sprit. Im Feldflug Wurst, aber im Kampf, mit ständigen Richtungswechseln ? 2kg sind…..naja…..einmal Triebwerk anlassen und weg sind sie. Und ob der Energiegehalt, geschweige denn die Masse von 2kg Wasserstoffisotopen x Tankgröße ausreicht, um ein Raumschiff in den Orbit zu bekommen ? Für einen kleinen Transporter von 400 GSTP und ca. 80t Leergewicht bedeutet das in etwa einen 50t Tank mit 100kg Wasserstoffisotopen. Ich habe da so meine Zweifel.

    Wofür diese Methode gut geeignet wäre, sind Langzeitmissionen der aktuellen Zeit – die heutigen Sonden schleppen auch nur ein paar Kg Edelgas für den Ionenantrieb mit. Aber um sie in den Orbit zu bekommen, braucht es eben so einiges mehr.

    Würde man auf die Manövertriebwerke verzichten, könnte die Rechnung vielleicht hinhauen – aber auch das birgt Problem in Form von wenig kontrollierbaren Andockmanövern, wenn man nur mit dem Feldantrieb hantiert sowie immer noch die Frage, ob eine derart geringe Menge Wasserstoffisotope wirklich einen so hohen Energiegehalt bei einer Fusion erzeugen können, um einen Feldprojektor anzutreiben – wenn man bedenkt, was der macht. Aber wenn man den Gedanken weiterführt, gerät man völlig auf Abwege.

    Nichtsdestotrotz – wenn dieser Ansatz für euer Spiel funktioniert und eine bessere Lösung als das Original darstellt, dann macht es so. Die Kompatibilität mit den Artifikanten finde ich z.B. sehr gut. Wir regeln den Treibstoff auch anders, da wir mit einem anderen Technikhintergrund und wesentlich längeren Flugzeiten spielen. Energiegehalt x10. Ähnlich wie eure Überlegung, nur in die andere Richtung.

    #1904
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    Ja, die Manövriertriebwerke sind ein Problem, aber das sind sie in jedem Fall. Das System geht davon aus das Masse in Energie konvertiert wird, die dann auf pseudomagischem Wege den Schub erzeugt. Den Energiegehalt des Treibstoffs zu erhöhen wäre tatsächlich die andere Herangehensweise und auch über die hatten wir nachgedacht.

    #1916
    wondalfo
    Teilnehmer

    Der Massegehalt bei Fusion bleibt fast gleich, von daher ist das an sich schon logisch, dass dann die Fusionsprodukte (z.B. Helium) den Schub erzeugen können. Nur bei Antimateriereaktoren geht das nicht, da wird die Materie wirklich 1:1 in Energie umgewandelt.

    #1923
    Bernd
    Teilnehmer

    Ich glaube N meinte hauptsächlich den Feldantrieb, aber das nur am Rande.

    Antimateriereaktoren sind Equipment für lange Einsätze und werden wohl kaum alleine betrieben. Da ist mit Sicherheit noch ein Hyperfusionsreaktor im Hintergrund aktiv für den Betrieb bei Manövern mit Präzisionsanspruch – andocken z.B.

    #1927
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    Ja meine ich. ^^

    Und noch etwas ist mir eben aufgefallen, eigentlich ist es vollkommen Wumpe, ob man den Energiegehalt erhöht oder die Treibstoffmasse senkt. Die Fusions-Masse bei konstantem RE-Verbrauch ist in beiden Fällen gleich.

    Interessant ist also eigentlich vorwiegend die Zehnerpotenz über die wir skalieren, und die Frage wie wichtig die Rolle des Treibstoffgewichts in den Geschwindigkeitskalkulationen für einen ist.

    #2004
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    Ich nannte es magisch, aber scheinbar funktioniert in Nova schlichtweg das hier:

    http://www.iflscience.com/technology/nasa-scientists-claim-impossible-space-travel-engine-could-actually-work

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