[C&C] Logbucheinträge (Warnung: enthält Cash&Cargo Kampangen-Spoiler)

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  • #1720
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    Session #1: Kleine Probleme
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    An Bord des taesarischen Raumtransporters „Willhelm Tell“ reisen der Terraner Collin Crowe und der Halb-Xeracor und ehemalige Legionsoffizier Gregorianus Halfling nach Farkeen, um sich auf der Orbitalstation Farkeen Gamma mit der Schiffshändlerin Jennifer Graham zu treffen. Zur Crew der Tell gehören neben Captain Werner Heinrich auch Co-Pilot Björn Nilsson und der Artfikant Dyson Globe, der sich auf dem Schiff als Techniker verdingt hat.

    Die Raumstation, die in einer weitreichenden Raumschrottwolke um den Müllplaneten kreist ist auch für den Veganoiden Binda, auf Kuriermission für einen guten Freund, das gegenwärtige Reiseziel und beide Schiffe docken praktisch gleichzeitig an der kleinen Station an.

    Während die Willhelm Tell kurz darauf zur Planetenoberfläche weiterfliegt – wobei Dyson zurück bleibt, um Ersatzteile einzukaufen – führt Madame Graham ihre potentiellen Kunden in eine Lounge. Binda überreicht sein Paket, dass sich als seltsames, veganoidisches Artefakt heraus stellt, bevor man sich dem Geschäft zuwendet.

    Die gemütliche Runde wird jäh von einer Transmission aus Resistancia, Hauptstadt des Planeten, unterbrochen. In dieser berichtet ein Officer der Farkeen-Sicherheitskräfte, dass die Raumüberwachung den Kontakt zu einem ahmandischen Frachter verloren hat, der auf die Gamma-Station zusteuert.
    Die Stationssensoren können das Schiff erfassen und es scheint zunächst, als würde es die Station verfehlen, eine genaue Kursüberprüfung durch Dyson stellt jedoch eine andere Bedrohung fest: Einen höchst wahrscheinlichen Zusammenprall des Schiffes mit Teilen des Schrottfeldes und eine resultierende Kettenreaktion, die das gesamte Feld in Bewegung und damit nicht nur die Station in Gefahr bringen würde.

    Da die meisten der auf Farkeen Gamma befindlichen Schiffe mit abgeschalteten Hauptreaktoren geparkt sind, zwängt sich die Gruppe in Bindas Shuttle um den Frachter abzufangen. Im Anflug auf das Schiff vorgenommene Scans zeigen, dass das Antriebssystem des Schiffes, sowie weitere kritische Systeme zu versagen beginnen.
    Gregorianus, der als Pilot übernommen hat, dockt das Shuttle an den Frachter und nutzt die Manövriertriebwerke – zunächst übereifrig, doch mit Dysons Unterstützung letztlich erfolgreich – um den Frachter auf einen neuen Kurs zu bringen, der den Zusammenprall zwar nicht verhindert, der Gruppe jedoch eine bequeme Stunde Zeit verschafft.

    Inzwischen hat Binda seinen Geist ausgeschickt, um ins Innere des Frachters zu blicken und findet eines der ahmandischen Besatzungsmitglieder. Nach anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten gelingt es Binda mit Hilfe Crowes, der als Übersetzer fungiert, den schlimmsten Verdacht der Gruppe zu bestätigen: Die Sheherazade II ist von RecyX-Naniten befallen, die auf Farkeens Oberfläche Amok laufen.

    Dyson gelingt es schließlich unter Verwendung eines von den Artifikanten der Gamma-Station bereitgestellten Infiltrations-Programms, die Firewall des Frachters zu überwinden und die Kontrolle über die wenigen noch funktionierenden Teile des Schiffes zu übernehmen. Der Artifikant überlastet die Feldspulen des Frachters und kann so einen EM-Puls auslösen, der die Naniten überlädt, aber auch an Dyson, dem kybernetisch optimierten Gregorianus und Bindas Shuttle nicht spurlos vorbei geht.
    Nachdem die Gefahr gebannt ist, bergen Schleppschiffe der Gamma-Station sowohl den Frachter, als auch das Shuttle.

    Der Veganoid richtet seine Aufmerksamkeit auf die zwei verwundeten Ahmander, während sich Dyson und die Artifikanten von Farkeen Gamma darum kümmern, alle kritischen System des Frachter zu stabilisieren, die durch die Naniten stark beschädigt wurden – sowohl Binda als auch Dyson nehmen dabei reichliche Proben von den deaktivierten Naniten.

    Spieldauer: 2.5h
    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 5
    Gesammelte Ausrüstung: deaktivierte RecyX-Naniten

    #1865
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    Session #2: Die Qual der Wahl
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    Die dreiköpfige Crew der Sheherazade II wird auf der Krankenstation von Farkeen Gamma behandelt und auch die Retter finden sich dort ein. Während Binda den MediBots der Station bei der Operation des ahamandischen Capitains anleitet, lässt Gregorianus Halfling seine Implantate von Dyson überprüfen, der dabei feststellt, dass die Implantate des ehemaligen Legionärs kaum vor Fremdzugriffen geschützt ist. Gregorianus geht auf das Angebot Dysons, eine adequate Firewall zur Verfügung zu stellen ein und stimmt zu, die Software mit einem Kilogramm Phoenixmetall zu vergüten.

    Schließlich landet auch der letzte zukünftige Schiffseigner, Mektar Dar, seines Zeichens ehemals konförderierter Metonoide mit einem Hang zu „kampfgezeichneter“ Kleidung und pragmatischem Gemüt, auf der Station und schließt sich seinen Geschäftspartnern Hafling und Crowe an, um die zur Verfügung stehenden Schiffe zu besichtigen.
    Während Binda sich seinen Patienten und der Koversation mit Madame Greyham widmet, bietet Dyson seine technische Expertise bei der Besichtigung der Raumschiffe an und wird prompt aktzeptiert.

    Einer der Stationsartifikanten führt die Besichtigungsgruppe durch die Schiffe, eine Forschungsfregatte der Chronos-Klasse eine bunte Mischung aus alten und neuen Teilen mit hohem Ausstattungsstandard, reichlich Laderaum, starken Schilden, und hoher Reichweite, eine Zollcorvette der Limesklasse mit versenkbaren Geschütztürmen und maximaler Fledgeschwindigkeit bei adequater Schildleistung, aber nur geringer Zuladung; desweiteren ein achtzig Jahre alter Frachter der altehrwürdigen Havanna-Klasse, der sich als deren Typschiff herausstellt, der neben einem riesigen Laderaum auch exzellente Reichweite bietet und schließlich eine luxuriöse Reisefregatte der taesarischen Sporn-Klasse mit mittelmäßiger Ladungskapazität und oppulenter Innenausstattung.

    Schnell lässt sich die Wahl der drei interessierten Käufer auf die Schiffe der Chronos- und Limes-Klasse eingrenzen und man beschließt beide einer kleinen Testrunde zu unterziehen.
    Beim Testflug der Forschungsfregatte schaltet Mektar versehentlich die Lebenserhaltung ab – und wird vom Artifikanten in dieser Entscheidung korrigiert, außerdem gibt es einen kleineren Zusammenstoß mit einem Teil des Trümmerfeldes, der das Schiff jedoch bis auf eine kleine Delle unversehrt lässt, während der Flug mit der Limes-Corvette so glatt geht, dass Gregorianus in einem Anflug von Übermut einen Feldsprung aus dem Trümmerfeld heraus und wieder hinein wagt, eine Entscheidung die Dyson vehement kritisiert, obwohl Schiff und Crew unversehrt wieder am Raumdock eintreffen.
    Die Systemanalysen des ehemaligen Zollschiffes lassen allerdings Zweifel an dessen Vorgeschichte aufkommen und enthüllen außerdem, dass viele der modifizierten Komponenten nicht optimal zusammen arbeiten und es zu Ausfällen kommen könnte, wodurch die Verlässlichkeit beider Schiffe von Dyson als etwa gleich eingestuft wird.

    Man einigt sich auf die Chronos und auf dem Weg zum Büro der Schiffshändlerin bietet der Artifikant an, dem Trio als Bordingeneur zu dienen – gegen angemessene Bezahlung. Das Angebot wird aktzeptiert, die ursprünglichen Forderungen Dysons hingegen weißt Mentar energisch zurück, sodass man sich schließlich auf freie „Kost“ und Logis, 5% Gewinnbeteiligung und die Übernahme sämtlicher im Schiffsdienst anfallenden Reparaturkosten einigt, woraufhin Dyson seinen Vertrag mit dem Kapitain der „Willhelm Tell“ kündigt.

    Die Verhandlungen mit Madame Grayham gehen gut voran, aus Dankbarkeit für die Rettung der von ihr bewohnten und verwalteten Station, die im Besitz des Recyclingkonzerns FaRec ist, hat sie den „Rettern“ eine Kreditoption organisiert. Mr. Brown, ein Manager des Unternehmens, ist bereit sowohl Gregorianus Halfling als auch Colin Crowe einen Kreditrahmen von je 3 Millionen Sterntex – zur Hälfte bei der Terrabank und zur anderen aus seinem Privatvermögen – zum exzellenten Laufzeitzins von 13% zur Verfügung zu stellen, ein Angebot das beide aktzeptieren. Dyson, dem diese Option ebenfalls offen gestanden hätte und dem sogar angeboten wird als vollwertiger Partner in den Schiffskauf des Trios einzusteigen lehnt hingegen ab und lässt sich von Madame Grayham stattdessen mit einer Vollkopie des Infiltrationsprogramms entlohnen, das man ihm vorher nur eingeschränkt zur Verfügung gestellt hatte.
    Unglücklicherweise verschätzt sich Mentar bei den Verhandlungen mit Madam Grayham, ein Umstand der dazu führt, dass sie den geforderten Kaufpreis nicht nur verteidigt, sondern auch knapp 100.000 Sterntex aufschlägt, weil die durch den Testflug verursachten Rumpfschäden der Chronos zu technischen Problemen im Andockbereich geführt hatten.
    Abseits der Hauptverhandlung kommt Colin mit Binda ins Gespräch und man einigt sich, den Veganoiden an Bord zu nehmen, der sich seinen Aufenthalt als Schiffsarzt zu finanzieren gedenkt und außerdem freie Hand in seinen Forschungen erwartet. Dyson versichert, den Wissenschaftler davon abzuhalten die Integrität des Schiffes zu gefährden und Colin insistiert darauf, das auch die Crew nicht Teil der Forschungen wird.

    Der Tag endet, wo er begann: auf der Krankenstation. Dort sind die ahmandischen Raumfahrer inzwischen erwacht und der Capitain ist fit genug, um sich bei seinen Rettern zu bedanken. Da die Sheherazade II ebenso wie ihre Crew nicht reisefähig ist, gestattet er der Besatzung der neu benannten „Farkeen Eye“ soviel seine Fracht zu nehmen, wie sie wollen und versort sie mit Informationen über die ahmandische Kolonie, für die das Rohmetall bestimmt war, wobei er ihnen zudem verspricht, dort ein paar Strippen zu ziehen, die seinen Rettern einen Folgeauftrag einbringen sollten.
    Das Team übernimmt mit 200 Tonnen fast die Hälfte der Ladung der Sheherazade II und aktzeptiert damit das Angebot.

    Spieldauer: 3h
    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 4
    Gesammelte Ausrüstung: Chronos-Klasse Fregatte „Farkeen Eye“, Infiltrationsprogramm (Infiltrationswert 15), 200t Rohmetalle (1000St/Tonne)

    #1974
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    SPOILER-Warnung: Abenteuer „Kaltes Morgenland“ aus „Cash&Cargo“

    Session #3: Feuer und Eis
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    Nach zwei weiteren Tagen des Aufenthalts auf Farkeen Gamma, die dazu genutzt werden Feldspulensysteme und Reaktorleistung der Farkeen Eye auszubauen, den Hangar mit einem Tor zu versehen sowie das Schiff zu bewaffnen.

    Schließlich beginnt die Reise. Binda schließt sich im Labor ein, um die ResyX zu untersuchen und sich zu neuen Nanomonstern inspirieren zu lassen, Collin stopft sich einen Sprachkurs „Ahmandisch in drei Tagen“ in die Ohren und Greg geht allen auf die Nerven, indem er ständig ohne Vorwarnung die Schwerkraft abschaltet und für sogenannte „Alarmübungen“ durchs ganze Schiff rennt, oder im Frachtraum aus den skurrilsten Positionen heraus Konserven erschießt.
    Mentar entschließt sich spontan den Alkohol, den er in Ahmand illegal verkaufen wollte doch lieber selbst zu verbrauchen und torkelt nur ab und an aus seiner Kabine zum Schnelldresser, um sich zu erleichtern. Dyson ist unterdessen in die Auswertung der Daten vertieft, die die Schlacht seines neuen Infiltrationsprogramms gegen die eigene Firewall liefert.

    Auf halbem Weg fällt plötzlich das Kommunikationsrelais aus. Die Flüche Collins und Gregorianus‘ ignorierend, taucht der Techniker der Gruppe in einen Wartungsschacht und richtet das Relais innerhalb kurzer Zeit wieder ein.
    Der Fehler jedoch entpuppt sich als äußerst merkwürdig, denn es scheint, als wäre das Bauteil für einen kurzen Zeitraum entfernt und wieder an seinen Platz gesetzt worden. Ein eingehender Scan der Platine zeigt jedoch keine Veränderungen, nur schwer zu deutende Spuren einer möglichen Phasenverschiebung. Dyson zieht Binda zu Rate, um die Möglichkeit eines paraphysikalischen Problems auszuschließen – die Messdaten stellen klar, das weder Astronium noch dessen Strahlung beteiligt sind – ehe er Gregorianus über die Möglichkeit eines blinden Passagiers aufklärt.
    Da die internen Sensoren nichts finden, nutzen Binda und Dyson das Shuttle und unterziehen die Farkeen Eye einem intensiven Scan nach Kohlenstoffkomponenten – ohne Hinweise auf ein Lebenwesen zu finden, dass nicht da sein sollte – sowie einem Breitbandscreening im gesamten elektromagnetischen Spektrum. Dabei zeigen sich schließlich eine Reihe von Anomalien im ganzen Schiff. Deren Verteilung lässt zwar nicht darauf schließen, dass die Ursache im Schiff selbst liegt, beunruhigen jedoch die Mitglieder der Crew, die weder Wissenschaftler noch betrunken sind.
    Dyson füttert die gesammelten Daten zur Auswertung in den Bordcomputer der Farkeen Eye und das Schiff setzt seine Reise ohne weiteren Zwischenfall fort. Der Techniker entzieht sich den jetzt aufkommenden Versuchen Gregorianus, den Rest der Crew in seine Übungen zu integrieren, indem er damit beginnt die von den Anomalien betroffenen Schiffssysteme systematisch zu studieren, um auf weitere Vorfälle vorbereitet zu sein.

    Eine Nachricht des Reis-Efendi Abdul-Muhaimin Reza, seines Zeichens Kolonievorsteher des Zielhafens der Farkeen Eye, warnt die Crew allerdings einige Stunden vor dem erreichen des Gratpunktes nach Lilban vor dem bevorstehenden Maximum der stellaren Aktivität in diesem Sektor und gibt allen damit genug Zeit, dass Schiff auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten.
    Man beschließt, die organischen Besatzungsmitglieder innerhalb der Shuttleschilde vor der Strahlung zu bewahren, während Dyson einen Strahlungsalarm im Maschinenraum auslöst und sich damit die Abschirmung zunutze macht und das Schiff auch dann weiter steuern kann, wenn das Kommunikationsrelais einen ungünstigen Ausfall hat.

    Dyson und Gregorianus nehmen zudem einige korrekturen am vorgeschlagenen Kurs vor, und ersparen der Crew damit zwei Stunden potentieller Exposition. Zwei ahmandische Raumjäger, die das Schiff mit einer Strahlenwarnung abfangen, schließen sich dem Kurs nach kurzem Intermezzo, dass nach einem Übersetzerblackout durch einen einfachen Kursdatentransfer geklärt wird, dankbar an. Dyson beobachtet während des Fluges eine weitere, diesmal ungefährliche Anomalie, die er dem Rest der Crew, abgesehen von Binda, verschweigt.

    Im Schatten des Gasriesen Lilban-VI angekommen nimmt die Farkeen Eye direkten Kurs auf das mickrige Landfeld der auf Kataban errichteten Mondkolonie Alrogaida.
    Beim schwierigen Anflug durch nebelverhangene und sturmgebeutelte Täler des Eisgebirges überzeugen Dyson, der kurze Scannerpulse kurzerhand als Pseudoradar verwendet, und Gregorianus, der nicht nur präzise und effizient sondern auch noch mit vollendeter Eleganz den letzten Kamm nimmt und im ersten Versuch sauber auf der verschneiten Metallplatte landet, die die Einwohner Landefeld nennen.
    Die Crew wird von den Betreibern des Landefeldes begrüßt, wobei Collin die Rolle des Gruppensprechers übernimmt, da nach wie vor nur er Arabisch spricht und sich mit den kulturellen Gegebenheiten auskennt. Da Mentar immernoch seinen Rausch ausschläft, ist er auch gezwungen mit den Ahmandern um Sprit und Landegebühren zu feilschen, eine für ihn unangenehme Situation, die er trotz einer verwirrten Zwischenfrage Dysons – dieser kann nicht verstehen, warum Collin behauptet einen Kostenvoranschlag für Sprit in der Hauptkolonie angefordert zu haben, wo sie doch nie vor hatten, dort zu landen – beachtlich meistert. Man einigt sich auf den Gegenwert von 25.000 Sterntex (statt der geforderten 30.000) zum Abgleich der Landegebühr und zum Auftanken der Treibstoffreserve der Farkeen Eye.

    Die Gruppe lässt Mentar auf dem Schiff zurück und betritt die Titanglaskuppel der kleinen Bergbaukolonie, in der ein großes Loch klafft – wie die Crew später erfährt, durch einen vermeintlichen Meteoriten verursacht, der nicht in der Atmosphäre verglüht ist – doch auch der Rest der Siedlung ist schlecht in Schuss. Der durch das Loch einwehende Schnee bedeckt die alten Wohncontainer und die wenigen echten Häuser im Stadtkern, auf den Straßen sammelt sich Artifikantenschrott und noch immer sind die Spuren des ahmandischen Bürgerkrieges so präsent, als wäre der letzte Überfall eben erst vergangen.

    Vor der örtlichen Klinik verschärft sich das Elendsbild. Eine lange Reihe Kranker wartet vor dem Eingang der sichtbar überfüllten Gebäude. Binda macht sich auch ohne Gregorianus Anweisung sofort daran, die Kranken zu untersuchen und der Ex-Legionär und sein taesarischer Handelsgenosse sind sich ohne große Worte einig, dass ein solcher Zustand nicht hinnehmbar sei.
    Collin erkundigt sich drinnen nach dem zuständigen und einzigen Arzt, Dr. Surik Al-Maliki. Dieser ist sehr dankbar, als ihm Collin eröffnet, dass Bordarzt Binda bei der Behandlung helfen würde und die „Farkeen Eye“ nicht nur ihre Krankenstation, sondern auch ihre Küche für die Kolonisten öffnet, von denen viele Mangelerscheinungen aufweisen.
    Dyson bietet schließlich – beeindruckt vom scheinbaren Altruismus seiner Kollegen – an, nötigenfalls kybernetische Bauteile aus den Artifikantentrümmern zu Versorgung der Kolonisten aufzubereiten.

    Collin erfährt außerdem von einer Karawane aus Kataban-Stadt, die die Kolonie bereits vor Tagen mit Nahrung, Medikamenten und anderen Waren beliefern sollte – unter anderem auch mit jenen Kristallen, die als Bezahlung für die Fracht der Farkeen Eye gedacht waren.
    Er und der hinzugekommene Gregorianus entscheiden, die Karawane müsse aufgespürt werden und bringen dieses Anliegen vor den Reis-Efendi, der sich dankbar aber auch vorsichtig zeigt.
    Im Schiff behandelt Binda währenddessen erfolgreich die am schwersten Verwundeten Ahmander, die 6 freien Kabinen dienen als Krankenzimmer, die Messe als Warteraum.
    Nach eingehender Beratung entscheidet der Rat des Dorfes (bestehend aus dem Reis-Efendi, Imam Musad ibn Tammam at-Kataban, Kadi Fadia bint Mawardi und den Doktor, der allerdings abwesend bleibt), den Helfern die Karawanenroute zu enthüllen. Man besteht jedoch darauf, Samir Kebil als Ortskundigen mit an Bord des Shuttles zu schicken mit dem Gregorianus diese suchen will. Die Bedingung wird akzeptiert.
    Kurz darauf sieht Dyson sich sehr zu seinem Unbehagen mit der Aufgabe konfrontiert, Gregorianus im Shuttle zu begleiten, da Binda die Kranken versorgt und Collin am Herd eine bessere Figur macht, als hinter der Scannerkonsole.

    Zwei Hühner, die Binda unter anderem als Dank für die Behandlungen erhalten hat, wandern noch während das Shuttle sich aus dem Hangar hievt in den Suppentopf – sie werden ein wahres Festessen abgeben.
    Und bevor das Shuttle sich in den Sturm wirft überträgt der Bordcomputer der Farkeen Eye gerade noch die Ergebnisse der Datenanalyse an Dyson: Das Schiff ist mit Temporalanomalien kontaminiert.

    Spieldauer: 4.5h
    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 11
    Sprachpunkte pro Teilnehmer: 1
    Gesammelte Ausrüstung: zwei Hände voll Schmuckkristalle

    #2119
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    SPOILER-Warnung: Abenteuer „Kaltes Morgenland“ aus „Cash&Cargo“

    Session #4: Retter in Nöten
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    Das Shuttle taucht in den Sturm. Gregorianus und Dyson entscheiden sich nach einer kurzen Analyse dafür, der Straße durch die Schluchten zu folgen, um sich die heftigsten Sturmböen zu ersparen, die über das Gebirge hinweg fegen.
    Dyson richtet erneut den Scanner so ein, dass er alle paar Sekunden ein hochauflösendes „Radarbild“ der Umgebung ausgibt, um bei der Orientierung zu helfen und Gregorianus konzentriert sich ganz auf die Steuerung des kleinen Schiffs, das durch Fall- und Scherwinde in den eisigen Schluchten heftig durchgeschüttelt wird, zudem wird die Navigation durch zahlreiche säulenartige Kristallsturkturen erschwert, die wie gigantische umgestürzte Baumstämme von einer Seite der Schlucht zur anderen reichen.
    Als ein weiterer Fallwind das Shuttle erfasst, gelingt es Gregorianus nicht, ein kurzes Aufsetzen auf einer der Säulen zu verhinden, das Schiff gerät ins taumeln und stürzt in die Tiefe. Dem Piloten gelingt es zwar, das Schiff wieder in die Waagerechte zu zwingen, nun rast er jedoch direkt auf die vereiste Felswand zu. Nur durch einiges Glück und unter Volllast sowohl des EMAP-Feldes als auch der Steuerdüsen kann ein weiteres Mal das Ende der Mission abgewendet werden, nicht aber die Gefahr, denn es gelingt nicht, das Shuttle ausreichen zu bremsen, um es daran zu hindern in den Sturm über dem Gebirge zu tauchen.
    Erneut beweist Gregorianus seine Flugkünste, indem er die brüllenden Winde nutzt um das Shuttle zu verlangsamen und es mehr oder weniger kontrolliert wieder in die Schlucht tauchen zu lassen.

    Weder Dyson noch Semir Kebil, der Lotse, sind ausnehmend begeistert von der ganzen Situation. Zudem zeigt sich kurz darauf, dass die Straße in einem Tunnel verschwindet, der einige Kilometer weit durch die Berge führt und nur theoretisch groß genug für das Shuttle ist. Erneut muss Gregorianus also das kleine Schiff in den Sturm über dem Gebirge lenken. Diesmal mit ausreichend Zeit für die Vorbereitung, dreht er die Nase des Shuttles gegen den Wind und lässt sich von diesem langsam in Windrichtung tragen, indem er den Schub der Haupttriebwerke entsprechend reguliert.

    Scans der Route, die mit den Daten eines in Alrogaida gescannten Kettenkamels ein genaues Suchmuster haben, deuten auf ein Wrack hin, dass jedoch tief unten in der Schlucht abseits der Straße liegt und scheinbar zu alt ist, um zur gesuchten Karawane zu gehören.
    Jenseits des Berges gibt es drei weitere Treffer. Ein Fahrzeug etwa 70 Meter abseits der Straße, zwei andere am Zugang zu einem weiteren Tunnel. Dyson erachtet diese Treffer als untersuchenswert und Gregorianus bereitet sich darauf vor, das Shuttle aus dem Sturm in das Tal zu manövrieren. Um sich vollends auf die Schubregulierung der Haupttriebwerke konzentrieren zu können, beauftragt er Dyson mit der Bedienung der Steuerdüsen.

    Das abtauchende Schiff durchfährt ein kräftiger Ruck, als dieses in die Schlucht hinab sinkt und dabei reißt das Neurolinkkabel an, dass Dyson wie gewohnt zur besseren Verbindung mit dem Schiff genutzt hatte. Das resultierende Feedback führt zu einer Fehlfunktion im Artifikanten und einem ausfall der Steuerdüsen, sodass Gregorianus sich der Aufgabe gegenüber sieht, einen Absturz in eine halbwegs erfolgreiche Notlandung zu verwandeln.
    Sein Plan das EMAP-Feld zu überlasten, in der Hoffnung auf magnetisierbare Erze im Gestein die das Schiff rechtzeitig bremsen würden, schlägt jedoch fehl, der bereits zuvor stark beanspruchte Generator versagt ebenfalls den Dienst und nach einem ersten unsanften Aufprall auf der Schneedecke bohrt sich das Shuttle tief ins Eis.

    Während Gregorianus und Semir bis auf einige blaue Flecke unbeschadet bleiben, wird der immernoch in seiner Fehlfunktion verhaftete Dyson nach vorn geschleudert, sein Neurolinkkabel reißt vollständig und der Artifikant kracht gegen die Frontscheibe des Shuttles, wonach er schwer zerdellt zu Boden fällt und einige Zeit braucht, um sein System neu zu starten.
    Vor dem Schiff führt eine Eishöhle tiefer ins Innere des Gebirges, in Richtung einer Art Thermalquelle, wie sich später herausstellen wird. Gregorianus sorgt dafür, dass die Triebwerke geheizt bleiben und versucht das Shuttle behutsam zu wenden, muss jedoch feststellen, dass ihm der Zugriff auf die Steuerdüsen verweigert wird.

    Dyson wird nach seinem Neustart und einer kurzen Phase der Verwirrung so wie einigen Verwünschungen seites Gregorianus aufgefort, die Schäden an den Steuerdüsen zu beheben. Er stellt fest, das das System aus unerklärlichen Gründen mit einer Firewall gesichert ist – seiner Firewall – allerdings Dysons Zugriffscodes nicht aktzeptiert. Im Tandem mit seinem Infiltrationsprogramm macht sich der Artifikant daran, die Firewall zu überwinden, woran er zwei volle Stunden ohne Erfolg probiert, ehe er sein Programm weiterarbeiten lässt und sich den nötigen Reperaturen am Shuttle widmet.

    Gregorianus, nicht willens untätig herum zu sitzen, packt sich in etwa 25 Lagen Thermokleidung ein und stapft mit Semir los, um das verunglückte Kettenkamel zu begutachten, das knapp sieben Kilometer entfernt vom Absturzort liegt. Er und Dyson entscheiden, einen Kommunikationskanal offen zu lassen, über den auch der Positionsping von Greg übertragen wird. Dyson schaltet den zuvor von Gregorianus aktivierten Positionsping des Shuttles ab, vor allem, weil er den Gedanken unangenehm findet, mögliche Karawanenräuber könnten ihn und das Schiff anhand des Pings aufspüren.

    Zu diesem Zeitpunkt schickt Binda eine Nachricht, um sich nach dem Status der Mission zu erkundigen. Gregorianus Antwort bereitet ihm Sorgen, doch zunächst will er sicher stellen, dass alle notwendige medizinische Hilfe geleistet ist und macht sich auf den Weg zu Klinik.
    Dort trifft er nicht nur auf den Doktor, sondern auch auf dessen Tochter, die ein kleineres Schneefahrzeug abfahrbereit macht, scheinbar um ebenfalls nach der Karawane zu suchen. Binda bemerkt Unstimmigkeiten zwischen Vater und Tochter, geht jedoch nicht darauf ein, sondern nutzt die Gelegenheit um sich der Suche anzuschließen, die nun auch eine Suche nach seinem Shuttle und seinen Kameraden ist.

    Greg und Semir erreichen schließlich das verunglückte Kettenkamel und erkennen rasch den Grund für den Unfall – das Gefährt wurde beschossen. Abgesehen von etwas getrocknetem Blut und Einschusslöchern findet sich jedoch nur wenig. Leichen, Überlebende und das Kommunikationsrelais des Fahrzeugs fehlen vollständig, die Ladung aus Lilbanitkristallen hingegen ist zwar verstreut, aber scheinbar vollständig.
    Gregorianus beschließt, nach einer für Semir dringed nötigen längeren Rast den Weg zu den zwei anderen Kettenkamelnen anzutreten, die etwa zwanzig Kilometer entfernt an der Straße stehen. Beide richten sich „für die Nacht“ im Fahrerhaus des umgestürzten Fahrzeuges ein und Dyson erklärt über Funk, wie Gregorianus seinen Reaktor an das Heizsystem des Kettenkamels koppeln kann, um sie zu wärmen.

    Wenig später erreichen Bonda und seine Begleiterin den Abschnitt der Straße, von dem aus Gregorianus Signal emfpangen werden kann und spüren diesen Anhand dessen auf. Semir und die Tochter des Doktors sind sichtlich überrascht einander zu sehen und es wird schnell klar, dass sie nicht unbedingt ein Herz und eine Seele sind.
    Die junge Frau erklärt sich bereit, die Gruppe mit zum Fundort der anderen Kettenkamele zu fahren, besteht jedoch darauf, sie müsse danach weiter und zeigt kein Interesse die Suchaktion zu unterstützen.

    Auch die beiden anderen Kettenkamele weisen Kampfspuren auf und im Gegensatz zum ersten gibt es in diesen auch Leichen. Die Untersuchung bleibt dem Team jedoch vorerst verwehrt, weil sich die Türen nicht öffnen lassen. Dyson wird über Funk hinzugerufen und macht sich auf den Weg, nachdem er das Shuttle sorgsam verschlossen und dessen Ping wieder aktiviert hat.
    Gregorianus untersucht auch diesmal die Ladung der Kettenkamele, die vorwiegend aus Lilbanitkristallen und Titanglasplatten besteht, dabei fällt ihm auf, dass die Kisten schon zuvor geöffnet worden waren. Der Verdacht auf einen Überfall durch einheimische Räuber liegt nahe, da scheinbar keine der Ressourcen gestohlen worden waren, die auf dem Mond abgebaut werden konnten.

    Semir Kebil und die Tochter des Doktors geraten erneut aneinander, die junge Frau macht ihre Warnung wahr und fährt mit ihrem Schneefahrzeug weiter die Straße hinauf, nachdem Gregorianus vergeblich versucht, auf sie einzureden.
    Der inzwischen eingetroffene Dyson, den die Situation misstrauisch macht, hackt das Kommunikationssystem der Schneekatze und installiert ein verdecktes Peilsignal, ohne zu wissen, ob er es zur Sicherheit der Frau tut, oder damit seinem Verdacht auf Verrat folgt.

    Nachdem Dyson die Türen mit Hilfe einer Laserflex geöffnet hat erhärtet sich der Verdacht auf Räuber, da den Toten jegliche Wertsachen abgenommen worden waren.
    Um Semir Kebil vom Anblick der Toten abzulenken, startet Binda eine Schneeballschlacht mit dem Jungen.

    Dyson bemerkt zudem, dass die Kommunikationsanlagen der Fahrzeuge noch intakt sind, auch wenn sie keine Kommunikationsverbindung herstellen können. Er vermutet, das zuerst gefundene Fahrzeug habe als Relais für den Rest der Karawane gedient.
    Immerhin finden sich im lokalen Speicher noch Aufzeichnungen der letzten Funksprüche, die interessanterweise vermuten lassen, dass die Fahrer des Fahrzeugs zu keinem Zeitpunkt durch einen Hilferuf auf den Angriff reagierte, also entweder völlig überrascht wurde, oder bereits zu diesem Zeitpunkt nicht über ausreichende Kommunikation verfügten und dies auch wussten.

    Noch bevor die Gruppe die weiteren Schritte besprechen kann, dringt der Geruch von Feuer an Gregs Nase und Dysons olfaktorische Sensoren – er scheint aus dem Tunnel zu kommen. Eine kurze Überprüfung des Peilsignals erlaubt eine verunglückte Schneekatze auszuschließen, doch woher kommt der Geruch dann?

    Spieldauer: 4.5h
    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: Dyson u. Gregorianus 9, Binda 3

    #2374
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    SPOILER-Warnung: Abenteuer „Kaltes Morgenland“ aus „Cash&Cargo“

    Session #5: Am Abgrund
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    Ohne Fahrzeug beschließt die Gruppe, eines der am Wegesrand liegenden Kettenkamele wieder fahrtüchtig zu machen. Dyson bittet Samir um dessen Mithilfe, dieser erwidert jedoch, er könne das Fahrzeug allein innerhalb einer knappen Stunde wieder fahrtüchtig machen und drängt darauf, dass die Protagonisten dem Brandgeruch nachspüren.
    Gregorianus und Binda überzeugen den skeptischen Dyson von diesem Vorschlag und zu dritt begeben sie sich in die dunkelheit des Gebirgstunnels. Semir verspricht aufzuschließen, sobald er das Gefährt repariert hat.

    Nach einer guten halben Stunde Fußmarsch entdeckt Gregorianus eine Felsnische am Rande einer Parktasche, durch die man aus dem Tunnel in natürliche Höhlen vordringen kann, aus denen der Rauchgeruch zu kommen scheint.
    Die Drei schleichen in die Dunkelheit und überraschen zwei Männer, die sich als Kolonisten aus Alrogaida herausstellen. Sie haben ihr Lager in der Höhle aufgeschlagen und versorgen sich dort mit alten Treibstoff- und Nahrungsrationen. Sie berichten Gregorianus von einem Überfall auf die Karawane, durchgeführt von etwas mehr als einem Dutzend Piraten der Grimz, dem sie nur knapp lebend entkommen sind.

    Unterdessen belauscht Collin zufällig ein Com-Gespräch zwischen Kadi Fadia und Samir Kebil, in dem letzterer von Problemen bei der Bergung des Konvois berichtet. Es wird deutlich, dass die Kadi den Fremden nicht vertraut, und sie weist Semir explizit an, eine alternative Route zur Mine zu nehmen und den Tunnel zu meiden.
    Kurz darauf inszeniert Collin einen „Zusammenstoß“ mit der Kadi, um von seinem Lauschangriff abzulenken und berichtet ihr von seiner Sorge um seine Kameraden. Sie stimmt zu, ihn bei der Suche zu unterstützen und auch diese beiden machen sich in einer Schneekatze auf den Weg.

    Dyson und Gregorianus stellen fest, dass Semir seine Zeit nicht eingehalten hat. Aus Sorge um den jungen Mann, den sie auch über ComLink nicht erreichen können, macht sich die Gruppe auf den Rückweg und findet vor dem Tunnel nurnoch ein Kettenkamel vor. Samir und das andere scheinen verschwunden.
    Während der Techniker der Gruppe sich umgehend daran macht, das zweite Kettenkamel fahrtüchtig zu machen, kontaktiert Gregorianus Collin und beiden wird schnell klar, dass man versucht hat sie hinters Licht zu führen.

    Als die Kadi und Collin eintreffen, stellt Gregorianus die Frau mit vorgehaltener Waffe zur Rede. Diese versucht zunächst den Verdacht zu zerstreuen, gibt jedoch schließlich zu, der Gruppe misstraut und Samir Anweisung gegeben zu haben, sie zurück zu lassen. Dyson kommt zu dem Schluss, dass es das beste wäre die Mission abzubrechen, doch der Rest der Gruppe entscheidet anders und man einigt sich auf zukünftige Ehrlichkeit.

    Nachdem die beiden Überlebenden der Karawane aufgesammelt sind – die eine erstaunlich kühle Begrüßung durch die kadi erfahren, trifft sich der Suchtrupp am Ausgang des Tunnels mit dem wartenden Samir, der berichtet auf der Alternativroute keine Zeichen für Aktivität der Piraten entdeckt zu haben.
    Die Kadi berichtet von einem alten Flugfeld bei einem stillgelegten Solarkraftwert nahe der Mine, die neben der Mine selbst ein zweites mögliches Ziel für die Piraten darstellt und da auch das Peilsignal der Doktorstochter in diese Richtung weißt, erteilt der Suchtrupp dieser Möglichkeit Priorität.

    Einige Kilometer vor dem Kraftwerk findet die Gruppe schließlich erst die Schneekatze und dann eine halb erfrorene Sadia(?), die mit Hilfe Bindas rasch stabilisiert werden kann. Die Verletzungen seiner Schwester bringen einen der beiden Karawanenwächter schließlich dazu, die Wahrheit auszusprechen, die die Kadi verheimliche wollte: Es gab keine Piraten, der Konvoi war den Motiven der Kadi zum Opfer gefallen.
    Als diese, ihre Enttarnung erahnend, mit Samir zu fliehen versucht, kommt es zu einem Schusswechsel, in dessen Verlauf die Schneekatze der Kadi von der Fahrbahn abkommt und den Hang hinunter stürzt. Auf einem Vorsprung bleibt sie zunächst liegen, neigt sich jedoch gefährlich dem Abgrund entgegen.
    In einem Kampf gegen die Zeit und unter vollem Einsatz aller gelingt es dem Team zuerst Samir und schließlich auch die Kadi aus dem Wrack zu ziehen, bevor die Schneekatze schließlich die Klippen hinunter stürzt.‘

    Spieldauer: 5.5h
    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 9

    #2413
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    SPOILER-Warnung: Abenteuer „Kaltes Morgenland“ aus „Cash&Cargo“

    Session #6: Licht im Dunkel
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    Binda trifft die Entscheidung, dem schwer verletzten Samir seine volle Aufmerksamkeit zu widmen und überlässt damit die tödlich verwundete Kadi dem sicheren Tod. Colin ist derart erschöpft, dass er geradewegs in den Schnee kippt und auch Gregorianus spürt den Preis der Rettungsaktion. Dyson widmet sich umgehend der Wiederherstellung jener Teile seiner Struktur, die durch die Triebwerksüberlastung verschmort worden waren.
    Bevor die Gruppe sich erholt hat, setzen sich Dargan, der Sohn des Doktors, und sein Gefährte, die die Gruppe in der Höhle gefunden hatten mit Leilas Schneekatze in Richtung Solarkraftwerk ab.
    Man lässt sie ziehen und Gregorianus schleppt Samir mühsam den Hang hinauf in eines der Kettenkamele. Colin wird durch einen gezielten olfaktorischen Schock, ausgelöst durch veganoidisches Riechsalz, wieder aus dem Reich der Träume geholt, bevor Binda dem Captain der Farkeen Eye folgt und sich um dessen vom Frost gebeutelten Glieder bemüht.
    Colin stellt den Tod der Kadi fest und nimmt ihr Datenpad, vier Portionen Regenerationsnaniten, sowie ein Magazin 9mm Munition an sich. Dann wendet auch er sich dem Kettenkamel zu. Dyson, mit den ersten rudimentären Reperaturen fertig, verlässt schließlich ebenfalls den Rand der Klippe und beginnt Ersatzteile aus dem zweiten Kettenkamel zu bergen.
    Im Rahmen der Besprechung des weiteren Vorgehens erfährt Dyson von den Regenerationsnaniten und verlangt diese für sich, wird jedoch von Colin barsch zurückgewiesen. Gregorianus votiert für eine mehrstündige Pause und das Team stimmt zu.
    Wie sich kurz darauf heraus stellt war die Absage an Dyson keine gute Idee, denn Colin will das Datapad überprüfen und muss feststellen, das es durch ein Passwort geschützt ist. Als er Dyson um Hilfe bittet, verweist dieser auf seine verminderte Leistungsfähigkeit auf Grund der Beschädigung, bis Colin zähneknirschend eine Portion Naniten heraus rückt, woraufhin Dyson das Passwort binnen weniger Sekunden überbrückt.

    Fast zwei Stunden verstreichen. Dyson repariert sich selbst, Colin studiert die Inhalte des Datapads, Gregorianus schläft, Binda meditiert und Mentar liegt immernoch im Alkoholkoma in seiner Kabine. Leila und Samir hat ebenfalls der Schlaf übermannt.
    Das Geräusch eines anfliegenden Raumschiffes veranlasst Dyson, die anderen zu wecken. Es scheint sich um ein größere Shuttle zu handeln, Flughöhe und Anflugvektor deuten darauf hin, dass es auf dem Landefeld des Solarkraftwerkes zu landen gedenkt.
    Die Gruppe schätzt die Ladezeit für das Shuttle auf wenige Stunden und entscheidet, dass genug Zeit vorhanden und das Wetter gut genug ist, um die Farkeen Eye als Unterstützung einzufliegen.
    Dyson improvisiert aus Steuereinheiten des zweiten Kettenkamels Kontrollhilfe für die Fernsteuerung der Farkeen Eye und ihrer Waffen. Das erste Kettenkamel samt Crew, sowie den nach wie vor schlafenden Passagieren Samir und Leila und der toten Kadi auf der Ladefläche fährt langsam näher an das Solarkraftwert heran und hält vor dem letzten Kamm, der es davon trennt.
    Collin und Gregorianus stellen eine Verbindung zum Reis Effendi her und eröffnen ihm das Ausmaß der Verschwörung, mit der die Kadi plante die Güter der Karawane in Kapital für die Halbmondgeschwister zu verwandeln. Durch Kopien der Dateien aus dem Datenpad lässt sich der anfänglich skeptische Mann schnell überzeugen und bittet das Team, zu retten, was zu retten ist. – Währenddessen startet das Shuttle unerwartet und verschwindet Richtung Orbit.

    Als die Farkeen Eye eintrifft, steuert Dyson sie über den Kamm. Gregorianus übernimmt die Kontrolle über die Waffen und richtet sie auf die Kettenkamele, die in Parkposition am Kraftwerk stehen. Über die Außenlautsprecher des Schiffes fordert Colin die Karawanenentführer auf, sich zu ergeben, als diese in Richtung der Kettenkamele fliehen, feuert Greg einen Warnschuss auf eines der Fahrzeuge ab und verdampft den Fels daneben. Colin wiederholt seine Warnung und nicht wenige brechen ihre Flucht ab, doch Dargan tritt in seinem Kettenkamel weiter die Flucht nach vorne an und rast über den Kamm. Als er das dort wartenden, die Straße blockierende Gefährt gewahrt, versucht er sein Fahrzeug zu bremsen, hat jedoch keinen Erfolg. Das Kettenkamel gerät ins rutschen, stellt sich quer und rast auf das Gefährt des Teams zu. Gregorianus beweist eine ruhige Hand und verpasst Dargan eine Salve aus den Impulskanonen der Farkeen Eye, die Teile des Kettenkamels einfach verdampften, während der Rest explodiert.
    Einer vollwertigen Kollision entgangen, wird das Team dennoch mit Trümmern bombardiert, die zu kleineren Verletzungen führen. Der Widerstand der Ahmander ist in jedem Fall gebrochen. Sie lassen sich entwaffnen und begeben sich gefügig in Gefangenschaft.
    Dyson landet die Farkeen Eye auf dem etwas zu kleinen Landefeld – wobei er ein altes Solarpanel planiert – und alle begeben sich an Bord, der Frachtraum dient als vorrübergehendes Gefängnis für die Entführer.
    Gregorianus geht auf die Brücke und stellt eine Verbindung zu Reis Effendi her, um ihm von der Lage zu berichten.
    Dyson durchforscht die Fracht der Kettenkamele nach nützlicher Ausrüstung, nachdem er die Waffen der Entführer sicher in der Werkstatt verschlossen hat.
    Bei der Befragung der Gefangenen erfährt Colin, dass die rechtschaffenden Mitglieder der Karawane an die Tokmarden verkauft wurden, der Befragte hat jedoch keine Ahnung, wohin diese gebracht werden sollen. Als er davon spricht, dass die Versklavten ihr Schicksal verdient hätten, erhalten alle Gefangenen von Binda einen telepathischen Überblick über die Vorgehensweise der Tokmarden und die meisten winden sich unter dem Eindruck der grauenhaften Bilder und Empfindungen. Colin beauftragt Dyson, die gelöschten Daten auf dem pad der Kadi zu rekonstruieren – dieser ist wenig begeistert von der Aussicht gegen Tokmarden zu kämpfen und versucht sein Glück nur halbherzig, ehe er postuliert es sein unmöglich.
    Auch nach der Tortur durch die Bilder ist der Redeführer der Halbmondgeschwister noch überzeugt das richtige getan zu haben, als Gregorianus dies erfährt, platzt ihm der Kragen, er unterbricht das Gespräch mit dem Reis Effendi, begibt sich in den Frachtraum und exekutiert den Mann mit einem Kopfschuss.

    Der Reis Effendi schickt einige Vertraute zum Solarkraftwert, um die Karawanenfahrzeuge zu holen und die Farkeen Eye kehrt nach Alrogaida zurück, wo das Team sich eine Woche Pause gönnt, in deren Verlauf schließlich auch der Tauschhandel begangen wird, für den die Crew ursprünglich nach Alrogaida kam.

    Spieldauer: 4h
    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 7
    Gesammelte Ausrüstung: 4x RNRB3-Naniten, 6x C12 Schrotflinte, 72 Schuss 16mm Schrot, 10 CS-Medikits, 20 Synthfoodrationen

    #2492
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    Session #7: Raum und Zeit
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    Immernoch in Alrogaida bestreiten die Crewmitglieder ihre „Ferien“ sehr unterschiedlich. Colin verbringt die meiste Zeit im Botanikraum und kultiviert dort eine Reihe von Pilzen, Gregorianus mischt sich unter die Kolonisten und versucht wenigstens ein paar Bruchstücke der ahmandischen Sprache zu erlernen und Binda schließt sich buchstäblich im Labor ein, um sich seinen nanotechnologischen Untersuchungen zu widmen. Er verlässt es ausschließlich, als der Captain ihn bittet Mentar zu untersuchen, der immernoch wie tot in seiner Kabine liegt.
    Der ehemals Konföderierte ist völlig hinüber, Gregorianus und Colin entscheiden, dass es zum besten ihres Geschäftspartners sei, ihn im Krankenhaus von Alrogaida zu belassen, bis er sich erholt hat.
    Dyson unterdessen erfüllt sein Versprechen gegenüber dem Doktor und stellt aus Teilen schrottreifer Artifikanten einige kybernetische Implantate für die Klinik her und verkauft sie den dankbaren Ahmandern zum halben Preis. Zusätzlich belohnt er sich, indem er eines der geborgenen SDSS repariert, aufwertet und anpasst, um sich selbst damit aufzurüsten.
    Ihren Trunkenbold in guten Händen wissend, verlassen die Protagonisten an Bord der Farkeen Eye Alrogaida. Greg und Colin entscheiden den Weg in den nahe gelegenen Kilmer-Sektor anzutreten, in der Hoffnung auf den florierenden Märkten von Kilmers Kreuz einen guten Preis für die neue Ladung zu erzielen.

    Im luftleeren Raum widmet sich Dyson der Programmierung einer Software, die ihm helfen soll die gesammelten Daten über die temporalen Verzerrungen auszuwerten und die damit zusammen hängenden Phänomene zu verstehen, sieht sich anhand der Komplexität schon dieser Aufgabe an seine Grenzen gebracht. Colin studiert, wenn er nicht gerade mit seinen Pflanzen Zeit verbringt, die regionalen und überregionalen Märkte und bereitet sich so darauf vor, die Rolle des Händlers in der Gruppe zu füllen.
    Und Greg schießt mal wieder auf Dosen.

    Bei der Durchquerung des Al-Seilam-Systems fällt plötzlich der Feldantrieb aus. Ein neuer Zyklus temporaler Instabilität, deren Effekte diesmal auch Colin zu sehen bekommt, als sich seine Pilze vor seinen Augen für einen Moment in Bonsai-Bäumchen verwandeln, von denen einer gar permanent zu bleiben scheint.
    Dyson bemerkt aus seiner Ladestation in der Werkstatt aufgeregte Stimmen und humanoide Schatten im angrenzenden Labor, als er hinein schwebt findet er jedoch nur Binda, der ihn – selbst zu sehr in seine Forschungen vertieft um etwas zu bemerken – sofort wieder aus dem Labor scheucht.

    Colin, zunächst überrascht über das was passiert ist, dann erzürnt über die Tatsache, dass niemand ihn bisher über die Probleme des Schiffes in Kenntnis gesetzt hat, fordert Aufklärung über die Details dieser Probleme.
    Dyson eröffnet seine durch den Bordcomputer gestützte Hypothese und verbirgt durch eine gegenteilige Impilikation geschickt, dass er bisher auch dem Captain nichts genaueres davon berichtet hat und erklärt weiterhin, dass ein Teil der Feldspulensysteme durch die Zeiverschiebung verschwunden sei.
    Gregorianus meldet die Havarie an die ahmandische Raumkontrolle und lässt sich einen Parkorbit zuweisen, der die Hauptroute durch das System frei hält und nicht allzuweit entfernt ist. Dyson wird aufgefordert den Schaden zu beheben, muss jedoch melden, dass kein passendes Ersatzteil vorhanden ist und die Herstellung Wochen in Anspruch nehmen könnte.

    Unterdessen erwacht der metonoidische Söldner Zetral an Bord eines ekrainischen Hilfskreuzers der OKES aus einem verletzungsbedingten Koma. Doktor Alexandros Tarkin ist erfreut seinen Patienten erwachen zu sehen und klärt ihn über die Umstände seines Aufenthaltes auf: Offenkundig hatte er auf einer abgelegenen Kolonie einen Kopftreffer kassiert, der ihn in akute Lebensgefahr brachte, jedoch nicht sofort zu töten vermochte. Bevor er im Lazarett der Kolonie versterben konnte, nahm der Kreuzer ihn in eine reich ausgerüstete Krankenstation auf und flickte ihn wieder zusammen, alles auf Kosten des Arbeitgebers, der jedoch kurz davor stand den Hahn zu zu drehen.
    Nachdem der Doktor sich anderen Aufgaben zuwendet, hält es Zetral nicht lange in den Kissen und er beginnt auf der Suche nach etwas zu Essen das Schiff zu durchforschen – immer verfolgt von einem MediBot, der ihn in freundlicher Endlosschleife bittet in sein Krankenbett zurück zu kehren.

    Der ekrainische Kreuzer wird von der ahmandischen Raumkontrolle auf die havarierte Farkeen Eye aufmerksam gemacht und bietet seine Hilfe an. Als Gregorianus – mehr als einmal korrigiert von Dysons Einwürfen – den Grund für das Problem erklärt, ist die OKES-Crew ebenso überrascht wie interessiert.
    Die Schiffe docken und die Captains stehen sich gegenüber, Gregorianus mit der Waffe in der Hand, die Ekrainerin Penelope Kreion uniformiert, aber unbewaffnet. Lediglich der bewaffnete Metonoide, der Doktor Tarkin – ebenfalls Teil des Begrüßungskomitees – nach dem Weg zur Messe fragt und weiter stapft, scheint das Misstrauen kurz zu rechtfertigen.
    Gregorianus halftert die Waffe und lädt die Helfer auf die Farkeen Eye ein, Colin begrüßt die Ekrainer mit frostiger Höflichkeit und bietet Getränke an, man einigt sich darauf, die Höflichkeiten in der Messe der Farkeen Eye fort zu setzen. Colin serviert Snacks und begeistert damit die Gäste, die von ihrem Schiff nur Synthfood-Rationen gewohnt sind.

    Der ekrainische Bordingeneur Christos macht sich auf den Weg in den Maschinenraum der Farkeen Eye und trifft dort auf Dyson, der bisher ausschließlich als körperlose Stimme aufgetreten ist. Zunächst ignoriert er den Artifikanten vollkommen und fragt über InterCom nach dem Verbleib des Bordingeneurs, woraufhin sich Dyson wiederum vernehmen lässt, jedoch weiter ignoriert wird, weil der Mann sich nicht vorstellen kann, dass ein Artifikant für diese Aufgabe ausgewählt werden könnte.
    Nachdem Dyson sich erneut zu Wort meldet ist der Ekrainer zwar schockiert, fügt sich aber dem Befehl der Zusammenarbeit.

    Captain Kreion mit allen anderen Beteiligten nach wie vor in der Messe, schaltet ihren Kommunikator ab und äußert zweifel an der Eignung und Integrität Dysons, der sie durch Colins InterCom immer noch hören kann und prompt darauf aufmerksam macht, dass es keinen geeigneteren Kandidaten an Bord des Schiffes gäbe, wobei er beiläufig die Qualifikation Christos‘ in Zweifel zieht und sich über dessen „Eingabegeschwindigkeit“ mokiert.
    Colin lässt sein taesarisches Temperament ein paar freie Treffer in Form kleinerer Sticheleien gegen die ekrainische Kultur und einer Anschuldigung der Unhöflichkeit landen, muss jedoch zurückstecken, als Dyson ihn darauf hinweist, das er selbst nicht viel höflicher sei.

    Neben dem Bordarzt, der Kommandantin und dem Bordingeneur hat auch einer der Wissenschaftler der OKES, Xenobiologe Hikine Teshiro aus Guanku, die Farkeen Eye besucht und lässt sich von Gregorianus auf die Brücke führen, um die Logdaten des Schiffes zu überprüfen und eventuelle Hinweise zu sammeln.

    Colin unterhält sich lebhaft mit der Kommandatin des Kreuzers, während der Arzt sich entschuldigt und auf das OKES-Schiff zurückkehrt. Dort trifft er Zetral, der etwas ungeschickt versucht sich zusätzliche Medikamente verschreiben zu lassen um die Krankenfürsorge seines Bald-Nicht-Mehr-Arbeitgeber so gut wie möglich auszunutzen, bevor er von der freigiebigen Attitüte der Ekrainer zu Rausch und Drogen überrascht wird. Der Doc versorgt ihn mit Rotkristall, Steroiden und Meditativa und zeigt dem Metonoiden danach das Reflexorium des Schiffes – und wie man Rotkristall am besten inhaliert.
    Entspannt und in der richtigen Umgebung wirft Zetral seine Orakelsteine um den nächsten Schritt zu bestimmen und wird von den Götter vor die Wahl gestellt, seinen alten Weg fortzusetzen, oder einen neuen einzuschlagen.

    Auf der Brücke beobachtet Greg eine Reaktion irgendwo zwischen Verwirrung und Furcht in den Augen Hikines, der kurz darauf sein Durchsuchung der Schiffslogs für beendet erklärt und die Farkeen Eye verlässt.

    Dyson und Christos haben sich unterdessen auf einen gemeinsamen Modus Operandi geeinigt, in dem sie mehr oder weniger respektvoll kooperieren und konkurrieren. Ein Scan des ekrainischen Schiffes nach Dysons Spezifikationen deckt einige neue Informationen auf: Zum einen scheinen sich die Verzerrungen nicht auszubreiten, zum anderen scheinen sie auf einer Sinuskurve zu oszillieren, deren Frequenz und Amplitude solange steigt, bis sich die aufgestaute Energie in einem Temporalen Ereignis entlädt. Da alle Ereignisse während des Feldfluges vor fielen, schlussfolgert Dyson das Massefeld als mögliche Ursache der Aufladung, der Ekrainer hingegen macht den erhöhten Energieausstoß des Reaktors verantwortlich.

    Auch die ekrainische Kommandantin kehrt vorerst auf ihr Schiff zurück. Greg und Colin laden die OKES-Crew zu einem echten Abendessen an Bord der Farkeen Eye ein und erhalten begeisterte Zustimmung. Anschließend berichtet Gregorianus seinen Kameraden von seinen Beobachtungen.

    Christos ist ziemlich überrascht, als Dyson im Laufe des Gesprächs äußert, dass die Menschen sich viel Ärger hätten ersparen können, wenn sie die intelligenten Maschinen Asimovs Robotergesetzen unterworfen hätten. Der Ekrainer gibt zu bedenken, dass er froh ist, wenn Maschinen die Kriege führen und dadurch Menschenleben geschont werden, woraufhin Dyson feststellt, dass es keine Kriegsmaschinen geben kann, die deren Schöpfer nicht fürchten müssen.
    Nachdem alle Daten ausgewertet und alle Hypothesen erschöpft sind, begibt sich auch der Bordingeneur wieder zurück auf den OPES-Kreuzer und organisiert den Transfer des Ersatzteils, sowie eines SNIF-2 Scanners, den Dyson auf eigene Rechnung bestellt. Anschließend überprüft er das Computersystem der Farkeen Eye auf Manipulation durch die „Gäste“, findet jedoch nichts.

    Als Zetral vom geplanten Essen auf der havarierten Forschungsfregatte erfährt, gibt er einem der asaitsichen OPES-Crewmitglieder, welches dem Koch der Farkeen Eye zur Hand gehen möchte ein spezielles „Gewürz“ mit. Collin identifiziert dieses als Rotkristall und ist ziemlich misstrauisch, lässt den anderen Koch jedoch in seiner Küche mitarbeiten und verstaut die Droge, wo sie sicher ist.

    Spieldauer: 5h

    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 5
    Gesammelte Ausrüstung: 1 Beutel Rotkristall (9 Portionen), 1 Bonsai, SNIF-2 Scanner

    #2653
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    Session #8 – Ungesundes Misstrauen
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    Das gemeinsame Essen vergeht ohne unmittelbare Zwischenfälle. Bis auf Binda sind alle empfindsamen Crewmitglieder zugegen, wobei Dyson eine virtuelle Präsenz vorzieht, um sich parallel dem Einbau der Ersatzteile widmen zu können. Die Themen streifen Hinter- und Beweggründe der beiden Besatzungen gehen jedoch kaum in die Tiefe und vermeiden bis auf einige unglückliche Bemerkungen Zetrals über seine eher negative Auffassung von der Legion (die bei Gregorianius verständlicherweise auf Unmut trifft) auch problematischeren Stoff. Alle fühlen sich letztendlich gut unterhalten und die OKES-Crew kehrt auf ihr Schiff zurück.

    Kaum eine Stunde später beginnen sich bei allen menschlichen Crew-Mitgliedern die am Essen teilgenommen haben heftige Beschwerden einzustellen. Die bereits zuvor sehr misstrauische Crew der Farkeen Eye verdächtigt den loxonischen Xenobiologen der OKES, der bei der Zubereitung geholfen hat und Gregorianus befielt Dyson das Schiff abzuschotten. Sicherheitsprotokoll Alpha 1 wird in Kraft gesetzt, jegliche Ein und Ausgänge des Schiffes versiegelt und alle Kommunikationskanäle nach Außen verschlossen.

    Während Dyson, Binda und Colin daran arbeiten das Gift zu analyisieren um ein Gegenmittel zu finden, bleibt der Metonoide Zetral von der Wirkung unbeeinflusst, während sie sich bei Gregorianus besonders heftig zu manifestieren scheint.

    An Bord des OKES-Kreuzers trifft Zetral auf Hikine, der wunderbarer Weise von der Wirkung des Essens verschont geblieben scheint und darauf drängt, das man der Crew der Farkeen Eye zu Hilfe kommen müsste. Er unterstreicht die Dringlichkeit durch einen Hinweis auf die Tatsache, dass sie auf keinen Kommunikationsversuch reagieren.
    Zetral begleitet Hikine in die Schleuse undsieht zu, wie der Wissenschaflter vergeblich versucht, sich Zugang zu verschaffen.
    Da die äußere Türkontrolle der Farkeen Eye abgeschaltet ist, versucht Hikine die Steuerung mit einem Kurzstreckentransmitter zu hacken, scheitert jedoch an der Firewall und macht so Dyson auf sich Aufmerksam. Die Gruppe sieht ihren Verdacht bestätigt.
    Hikine versucht Zetral mit zunehmend unglaubwürdigeren Erklärungen von der Wichtig- und Richtigkeit seiner Maßnahmen zu überzeugen und versucht mittlerweile, sich mit einer Laserflex durch die Schleusentür zu schneiden. Gregorianus verlässt trotz seiner Verfassung die Krankenstation, bereit die Luftschleuse mit Gewalt zu verteidigen, schafft jedoch kaum die Hälfte der Strecke.
    Noch als die Farkeen Eye das Abdockprozedere einleitet, weigert sich Hikine sein Vorhaben abzubrechen und wird schließlich von Zetral aus dem Verbinungsgang gezerrt. Als die beiden hinter der Schleusentür des Kreuzers verschwinden, unterbricht Dyson den Vorgang in letzter Sekunde.
    Der Loxoner behauptet nun, die Besatzung der Farkeen Eye bestehe aus loxonischen Geheimagenten und müsste unter allen Umständen aufgehalten werden. Er eilt zur Brücke, ignoriert den dort vor sich hin leidenden Christos und versucht die Kontrolle über die Waffen des Kreuzers zu erlangen. Nicht besonders überzeugt von den immer wechselnden angeblichen Gründen des Loxoners und schon gar nicht gewillt zuzusehen, wie der hysterische Mann das Feuer auf ein unbewaffnetes Forschungsschiff eröffnet, schickt Zetral ihn mit einem Faustschlag auf die Bretter und ins Land der Träume.

    Keinen Augenblick zu früh, denn just in diesem Moment humpelt von Krämpfen gebeutelt Capitänin Kreion herein, die von der Besatzung der Farkeen Eye zwischenzeitlich über den vermeintlichen loxonischen Agenten und Verantwortlichen für den Giftanschlag informiert wurde.
    Colin und Greg, von Binda mit einem Mittel versorgt, dass zwar die Vergiftung nicht heilen, die Symptome jedoch vorläufig unterdrücken kann. Der Lockdown der Farkeen Eye wird aufgehoben, man informiert den OKES-Arzt über das Gift und gemeinsam begibt sich die Crew and Bord des Kreuzers, auf dessen Brücke sie weniger als zwei Minuten nach der Captain eintreffen.
    Diese hat gerade die Kommandocodes des Schiffe geändert, um Hikine weiteren Zugriff zu verweigern. Der Loxoner ist immer noch am Boden und Zetral kniet über ihm, um ihn an der Flucht zu hindern. Die Stimmung ist angespannt, doch ist man sich über den vermeintlichen Verantwortlichen einig. Doktor Tarking versorgt Christos und seine Kommandantin mit einem Gegenmittel und übergibt Binda den Wirkstoff, der ihn nach kurzer Überprüfung Colin und Gregorianus verabreicht.

    Hikine wird geweckt und schnell ergibt sich eine Erklärung für das erratische Verhalten des Loxoners. Eine seiner Professorinnen war zwanzig Jahre zuvor an Bord der Subarashi (dem „Taufnamen“ der Farkeen Eye) verschwunden. Er selbst hatte jahrelang nach dem Verbleib des Schiffes geforscht und war dabei mit Agenten des Opals zusammen gestoßen.
    Als er die Subarashi als solche erkannte, zog er den naheliegenden Schluss, dass es sich bei Schiff und Crew um Aktivposten des Opals handeln müsse und das sie ihn auf Grund seines Wissens zum Schweigen bringen würden.
    Gregorianus und Colin entscheiden, die Sache auf sich beruhen zu lassen und bieten Hikine einen Informationsaustausch an: Er legt offen, was er über die Geschichte der Subarashi weiß und die Crew erlaubt ihm einen weiteren Einblick in die Schiffslogs.
    Außerdem versucht Dyson mit Hilfe des Xenobiologen erneut, Hinweise auf die Vergangenheit des Schiffes in dessen Speicherbänken zu finden, doch diese erweisen sich einmal mehr als vollständig bereinigt.
    Hikines Informationen ergeben jedoch immerhin den Namen des Systems, in dem die Subarashi vermeintlich verloren ging: Eta-Chimerae IV, das Heimatsystem der At’Rank Gulor.

    Die letzten Stunden der gemeinsamen Zeit verbringen die Captains mit der Besichtigung des Kreuzers, und einem Test der Stabilität des Bettes im Captain’s Quarter. Binda deckt sich bei Doc Tarkin mit allerei Medizinbedarf ein undlässt sich das Material von Zetral auf die Farkeen Eye tragen.
    Dyson besichtigt mit Christos die Eingeweide des Kreuzers und widmet sich anschließend einigen Systemtests, um sicher zu stellen, dass der Feldantrieb wieder Ordnungsgemäß funktioniert.

    Nachdem Zetral einem durch seine „nächtliche“ Betätigung nach einer Dusche lechzenden Gregorianus zu sehr um den heißen Brei redet und infolgedessen in seinem Ersuchen nach einer Anstellung auf der Farkeen Eye an „jemanden den es interessiert“ verwiesen wird, kommt er nach einigen Irrungen und Wirrungen schließlich mit Colin ins Gespräch, der ihn schließlich als neuen Bordschützen einstellt. Dem neuesten Crewmitglied der Farkeen Eye stehen somit 3% Gewinnbeteiligung, freie Kost und Logis, sowie die Übernahme der medizinischen Versorgung und dienstlicher Ausgaben zu.

    Spieldauer: 5h
    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 5
    Gesammelte Ausrüstung: nachzutragen

    #2654
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    Session #9 – Kriminelles Pech
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    Die Farkeen Eye schnurrt erneut wie ein (ziemlich altes) Kätzchen, ihr charmanter Captain jedoch wird erneut von Krämpfen geplagt, deren Ursache nicht ganz klar ist. Binda verordnet Gregorianus strickte Bettruhe.
    Dyson übernimmt die Steuerung der Farkeen Eye und für die nächsten sechs Stunden herrscht Ruhe und Frieden an Bord des Schiffes.

    Als das vermeintlich unbewaffnete Schiff Nahe der Gratpunktstation aus dem Feldflug fällt, wird es von zwei Polaris Raumjägern älterer Bauweise abgefangen. Die Piloten fordern die Besatzung auf ihre Fracht abzuwerfen.
    Stattdessen aktiviert Dyson die Schilde und Greg übernimmt das Steuer, während Zetral das Zwillingsgeschütz der Farkeen Eye ausfährt und die Angreifer aufs Korn nimmt.
    Der Kampf ist kurz und heftig. Obwohl die Angreifer mehrere Treffer landen, sind ihre Impulskanonen kaum in der Lage die Schilde der Farkeen Eye ernsthaft anzugreifen. Hingegen reicht ein einziger Treffer der Fregatte, um die Schilde eines Jägers zusammen brechen zu lassen, den Ausschlag gibt aber nicht die Feuerkraft, denn die wendigen Jäger weichen den meisten Angriffen aus.
    Colin hält den Kommunikationskanal zu den Angreifern offen und nutzt jede Gelegenheit, um die Angreifer mit lakonischen Kommentaren über deren Unfähigkeit und Unterlegenheit zu ärgern. Vor allem aber gibt er Dyson damit die Möglichkeit, sich in die Schiffscomputer der Jäger zu hacken. Nach anfänglichen Rückschlägen erlangt er die Kontrolle über die „Schleudersitze“ der Piloten und trennt die Cockpits vom Rest der Jäger.

    Binda fliegt sein Shuttle vorübergehend aus dem Hangar, damit die Farkeen Eye einen der Raumjäger bergen kann. Die anfängliche Idee die Piraten an Bord zu nehmen, wird schnell verworfen, zumal eine Patroullie der ahamandischen Streitkräfte bereits auf dem Weg ist. Dyson und Zetral zerlegen die geborgene Polaris fachtgerecht in Teile, die sich im internen Frachtraum verstauen lassen, während Colin mit den Gesetzeshütern konferiert.

    Colin einigt sich mit dem ahamandischen Kommandanten, dass bedauerlicherweise beide Polaris vollkommen zerstört wurden die Piraten sich jedoch glücklicherweise gerade noch retten konnten. Das Szenario wird nach einer kurzen „Überprüfung“ durch Dyson von allen Sensorlogs der Farkeen Eye und der Rettungskapseln gleichermaßen unterstützt. Die Ahmander bergen die Rettungskapseln und die zweite Polaris, ehe sie sich wieder auf Patroullie begeben. Als kleines extra sorgt man dafür, dass die Fregatte bei der Gratpunktkontrolle durchgewunken wird.

    In Kilmers Tor erwartet die Farkeen Eye vor allem der dichte grünliche Nebel, der das System ausmacht und durch den allein die Sternformation sichtbar ist, die dem System seinen Namen gibt. Außerdem trifft die Crew hier auf die havarierte „Atreu“, einen Frachter mit taesarischer Kennung, dessen Schildgenerator ausgefallen ist.
    Dyson kann das nötige Ersatzteil aus der erbeuteten Polaris ausbauen und stellt es leicht überteuert zum Verkauf. Zusätzlich zu den siebentausend Credits Bezahlung weißt der Capitän der Atreu die Gruppe auch darauf hin, dass jeder vernünftige Pilot den sogenannten Vortex, eine Verdichtung des systemweiten Nebels weiträumig umschiffen sollte, erwähnt aber auch Gerüchte über einen geheimen Gratpunkt nach Guanku, der sich angeblich darin verberge. Zuletzt überträgt er die Koordinaten der einzigen Station im Sektor, die dankbar akzeptiert werden.
    Gregorianus‘ entscheidet seine Bettruhe zu verlängern um sich von Binda ein Mutagen in die Augen spritzen zu lassen, dass verspricht seine sensorischen Kapazitäten zu erhöhen

    An der Tankstation angekommen, einigt sich die Crew darauf immer mindestens ein einsatzfähiges Gruppenmitglied auf der Farkeen Eye zu belassen, während der Rest die Station erkundigt. Die erste Wache fällt Binda zu.
    Auf der Station treffen Zetral, Colin und Binda auf einen Metonoiden, der ihnen ebenfalls vom Vortex zu erzählen weiß. Er berichtet, vor langen Jahren seine Gefährtin dort verloren zu haben und wartet auf eine Chance nach ihr zu suchen. Er lädt Colin und Zetral außerdem zum Essen ein: Echtes Rimedar-Fleisch frisch aus dem Laserofen.
    Dyson zieht allein weiter auf den kleinen, improvisierten Markt der auf der mittleren Ebene der Station in einigen umfunktionierten alten Treibstofftanks abgehalten wird. Er interessiert sich nicht sonderlich für die xerakorische Sklavin, die zum Verkauf angepriesen wird, ist jedoch hoch erfreut über die reichliche Auswahl an billiger, leicht beschädigter Kybernetik in der Auslage eines artifikantischen Schrotthändlers.
    Als Zetral und Colin einige Minuten später eintreffen, ist der Sklavenhändler gerade in Verhandlungen mit einem Tokmarden. Beide nehmen diesen Fakt zwar zur Kenntnis, allerdings haben beide mehr Interesse an neuem Werkzeug, beziehungsweise Betäubungsmitteln.

    Dyson kehrt schließlich zum Schiff zurück um Binda abzulösen. Weder ihm, noch dem ebenfalls zurückkehrenden Colin kommt in den Sinn, den Veganoiden über die Anwesenheit eines Tokmarden zu informieren, als Binda sich auf dem Weg zum Markt macht.
    Binda seinerseits hört eine kurze Auseinandersetzung zwischen einem Frachtercapitain und dessen Kollegen mit, in der es um Geleitschutz für eine Passage durch den Vortex geht und stellt die Farkeen Eye als mögliche Lösung des Problems in Aussicht, ehe er sich wieder auf den Weg macht.
    Am Eingang des Marktes begegnet Binda Zetral, der einen Käfig mit zwei kleinen amphibischen Kreaturen bei sich hat, die der Veganoide als übliches Weltraumungeziefer erkennt. Der Metonoide hatte sich diese Minuten zuvor als leicht zu züchtende Fleischquelle aufschwatzen lassen.
    Auch der Veganoid ignoriert den Sklavenhändler, der den Tokmarden inzwischen abgewimmelt hat, unwillens sein gutes Produkt so zu verschwenden, und vertieft sich in die Auslage des Botanikums.

    Als der Tokmarde ihn als „Fleischsack“ bezeichnet, berichtigt Binda ihn beiläufig, ehe ihm seine Situation bewusst wird. Der Tokmarde schafft es ihn zu greifen, doch Binda entwindet sich den kybernetischen Klauen und blendet den Angreifer, der daraufhin ziellos im Raum wütend, während Bindau sein Leben schlappt.
    Zetral, zwischenzeitlich alarmiert durch sein Ungeziefer und den Krach, stürmt zurück auf den Markt, sieht den tobenenden Tokmarden sowie den fliehenden Veganoiden und denkt nicht lange nach, sondern schleudert das kybernetische Monstrum mit all seinen paranormischen Kräften gegen die nächste Wand. Bewusstlos und schwer verwundet bleibt die Kreatur auf einem Haufen schrottreifer Artifikanten liegen.
    Binda ist hin und her gerissen zwischen seiner Obligationa als Mediziner und der Erzfeindschaft der Rassen, doch schließlich überwindet er sich und entzieht seinem Gegner den letzten Funken Lebensenergie.
    Beide wenden sich zum gehen und niemand schöpft auch nur den geringsten Verdacht hinsichtlich des Tathergangs, obgleich die Sicherheitskräfte pflichtbewusst den Tatort absperren.

    Colin, von Bindas „Empfehlung“ an den fremden Frachterkapitän deutlich überrumpelt, schließt die Möglichkeit nicht aus, bittet jedoch um eine Verschiebung des Termins um sich mit seinem Partner besprechen zu können.

    Spieldauer: 5.5h

    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 5, je 1MP für Binda und Zetral
    Gesammelte Ausrüstung: 1x Polaris mit 2x Lightning-Impulskanonen

    #2776
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    Session #10 – Verzögerung des Unvermeidbaren
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    Dyson und Binda schließen sich in Werkstatt und Labor ein, um an ihren jeweiligen Projekten zu arbeiten. Ersterer konzentriert sich auf die Instandsetzung der gekauften Komponenten und Binda beginnt seine theoretischen Forschungen an Nanotechnologie in die Praxis zu übertragen, um ein von Dyson vorgeschlagenes Design umzusetzen.
    Zetral zieht sich in seine Kabine zurück um zu meditieren.

    Gregorys Augen haben sich von seiner ersten Mutagenbehandlung weit genug erholt, als das er sich wieder ohne Einschränkungen bewegen kann und wird von Colin in der Messe der Farkeen Eye über die Situation ins Bild gesetzt. Beide beschließen sich den Eskortauftrag des Frachtercapitains genauer anzuhören und machen sich auf den Weg in die Stationsbar, in der sie den Mann treffen sollen.

    In der Bar treffen sie auch auf eine junge Frau, die sich als Schatzägerin im Vortex verdingt und ungewöhnlich großes Interesse daran hat, jeden Neuankömmling von den Möglichkeiten zu überzeugen, die sich dort angeblich bieten.
    Die beiden Geschäftspartner legen zuviel Wert auf ihr eigenes Leben, um sich auf dieses Angebot einzulassen und suchen stattdessen den Frachtercaptain auf, um die Auftragsdetails zu erörtern.
    Auch er ist auf dem Weg nach Kilmers Kreuz und bietet einen angemessenen Preis, sodass man sich schnell einig wird. Unter der Vorraussetzung das die Route den Vortex umläuft. Eine Bedindung der beide Seiten gerne zustimmen. Man einigt sich zwei Stunden später aufzubrechen.
    Gregory informiert die Crew der
    Nach einem kurzen Intermezzo mit einem alten, ahmandischen Sultanatsloyalisten, der Schauergeschichten über Geistergeneräle im Vortex verbreitet, die von allen Seiten mit mitleidigen bim herablassenden Kopfschütteln bedacht wird, machen sich die beiden auf den Weg zum Martk, auf dem Gregorianus noch eiige Einkäufe zu erledigen gedenkt.

    Colin erwähnt beiläufig den Sklavenhändler und sein Produkt, beide sind jedoch nicht mehr anzutreffen. Auf dem Markt sind die von Gregory gesuchten Hormone nicht zu bekommen, doch man verweißt ihn an dieWrackwühlerin und so treffen Colin und Greg erneut auf die junge Frau. Der Captain der Farkeen Eye kauft eine Auswahl an Mutagenen für sein Auge und verhandelt zudem den Verkauf der erbeuteten Polaris-Hülle. Doch widerum lehnen beide es ab, sich einer ihrer Expeditionen anzuschließen.

    Colin kehrt zur Farkeen Eye zurück, Greg hingegen versucht den Händler zu finden und gerät dabei an eine Crew der Seelenpein-Piraten. Nachdem er die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen körperlichen Auseinandersetzung als zu gering eingeschätzt hat, versucht er mit den Piraten zu verhandeln, deren Preis für seine Artgenossin steigt jedoch zunehmend und schon bald stellt sich heraus, dass die Freiheit seiner Artgenossin ihm den verlangten Preis nicht Wert ist.

    Auf der Farkeen Eye steht Colin vor einem Problem: Dyson weigert sich die Werkstatt zu verlassen, bevor er seine Arbeit abgeschlossen hat, immerhin seien ihm 12h Aufenthalt auf der Station zugesagt worden, sodass niemand die Farkeen Eye Abflugbereit machen kann. Zwar steht ihm eine Checkliste zur Verfügung, doch sieht er sich verloren zwischen unmengen an Schaltern und Anzeigen in Cockpit und Frachtraum. Die Tatsache das Dyson offenkundig immernoch ins System geschaltet ist und jede Fehleingabe kommentiert oder kritisiert macht es ihm nicht leichter.
    Als Gregory zurück kehrt, ist Colin keinen Schritt weiter, doch der Captain weiß was zu tun ist, sodass die Farkeen Eye pünktlich das Dock verlässt.

    Die beiden Schiffe nehmen Formation ein und machen sich auf die lange Reise zum Sprungpunkt nach Kilmers Kreuz. Alles geht glatt, bis eine Signatur auf den Sensoren auftaucht, die sich schnell nähert und bald als tokmardische Korvette herausstellt.
    Die Farkeen Eye bricht aus der Formation aus – Greg befielt dem Frachter unter allen Umständen weiter zu fliegen – und fämgt die Korvette ab.

    Ein heftiger Kampf entbrennt zwischen den Leibfängern – die den naheliegenden Schluss gezogen haben, das der Tod ihres Kameraden mit dem Veganoiden zusammen hängt – und derForschungsfregatte entbrennt.
    Dyson hat Schwierigkeiten in das fremdartige Computersysteme einzudringen und Gregorianus hat mit der Nahkampforientierten strategie der Tokmarden zu kämpfen, doch Zetral hat eben dadurch die Möglichkeit die Waffen der Farkeen Eye in ihrem gesamten Potential zu nutzen.
    Die Tokmarden zielen primär auf den großzügigen Schildgenerator der Farkeen Eye und bohren ihre Pargrumharpunen mehr als einmal durch die Hülle des Schiffes, während beide Seiten um die Kontrolle dieser Waffen kämpfen. Binda nutzt seine Paranormischen Kräfte um die Harpunen zu bestrahlen, sodass sie sich nicht verformen und weiteren Schaden anrichten können und schließlich gelingt es Colin und Dyson mehrere System der Tokmarden zu deaktieren und die Harpunen von der Korvette zu entkoppeln.
    Die Korvette tritt den Rückzug an, doch weitere Schiffe scheine auf dem Weg und nicht freundlich gesinnt.

    Die Crew sichert die Pargrumketten der immer noch im Schildgenerator mit dem Traktorstrahl, um die Flucht in den Feldflug anzutreten. Schnell wird jedoch klar, dass die Verfolger aufholen und keine Hoffnung besteht, den Gratpunkt vor diesen zu erreichen. Entgegen Dysons Einwände entschließt sich die Mehrheit der Crew, den Flug in den Vortex zu wagen, um schutz vor den Tokmarden zu suchen.

    Spieldauer: 6h
    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 7
    Gesammelte Ausrüstung: 2 Pargrumharpunen mit Kette (je 50kg)

    #2813
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    SPOILER-Warnung: Abenteuer „Vortex der Verdammten“ aus „Cash&Cargo“

    Session #11 – Benebelte Geister
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    Die Farkeen Eye taucht in die dichten Nebelschwaden des Vortex ein, dessen Interferenzfelder sie vor den Augen der Tokmarden verbergen und zugleich praktisch blind machen, sodass die Nutzung des Feldantriebs umgehend eingestellt werden muss.
    Dyson veranlasst das Schiff die Daten der Gyroskope aufzuzeichnen, um gegebenfalls den Kurs zurückverfolgen zu können und Greg hat seine redliche Mühe damit, plötzlich aus dem Nebel auftauchenden Wrackteilen auszuweichen. Zetrals Zielcomputer erfassen nichts, doch die Waffen lassen sich nach wie vor abfeuern, wie der Metonoide durch einen kurzen Test bestätigt.
    Unterdessen empfängt Colin einen Notruf in ahmandischer Sprache, der von der Sahin zu stammen scheint, einem ahmandischen Gro0kampfschiff, dass mehr als ein jahrzehnt zuvor in den tiefen des Vortex verschwunden war.
    Dyson realisiert das Potential eines Funksignals, dass die Interferenzen durchbrechen kann und programmiert die Sensorphalanx dazu, einen Funkimpuls auf der exakten Frequenz des Signals zu nutzen, um den Nebel zur durchleuchten. Zwar ist die Sicht immernoch verhältnismäßig schlecht, doch immerhin gelingt es der Besatzung dadurch, sich einen Überblick über die Nähere Umgebung zu verschaffen.
    In den Sensorbildern erkennen Colin und Greg die Umrisse eine großen Shuttles und beschließen, dieses in der Hoffnung auf nähere Informationen über die Navigation im Nebel aufzusuchen.
    Die nächsten Stunden übernehmen Colin und Binda die Wache im Cockpit, Greg und Zetral ziehen sich in ihre Kabinen zurück und Dyson arbeitet weiter an der Anpassung seiner neuesten Errungenschaften und integriert die reparierten Belastungsgitter in Erwartung der kommmenden Schwierigkeiten.
    Immerhin scheint sich die Sorge des Artifikanten nicht zu bestätigten: Die Tokmarden sind und bleiben verschwunden. Nur das leise psychische Dröhnen des Nebels ist ständig present, wenn auch nur für Binda wirklich spürbar.

    DAs Shuttle entpuppt sich bei näherer Betrachtung als eine Rettungsfähre der Sahin. Das Schiff hat offenkundig schon seit Jahren keine Energie mehr und trudelt friedlich vor sich hin.
    Nach mehreren vergeblichen Versuchen seitens Colin die Rotation des anderen Schiffes mittels des Traktorstrahls zu stoppen, dessen Zielsysteme ebenfalls komprommitiert sind, entschließt sich Binda stattdessen die Bewegung der Farkeen an die des Ziels anzugleichen und kann erfolgreich mit der Fähre docken. Colin bestimmt Binda, Zetral und zu dessen Unwillen auch Dyson, als Außenteam das Shuttle zu erkunden.

    Ohne Schwerkraft aber mit intakter Athmosphäre ist das Schiff mit schwebendem Staub gefüllt, der laut Dysons Analyse aus leblosen organischen Verbindungen ungefährlicher Natur besteht. Der Veganoid und der Metonoidische Söldner haben Probleme, sich in der schwerkraftlosen Umgebung zurecht zu finden und Binda bittet Dyson, die Schwerkraft zu aktivieren, der dafür Energie von der Farkeen Eye umleitet.
    Im Passagierraum findet Zetral die Skelette von etwa 2 Dutzend Menschen augenscheinlich ahmandischer Herkunft, die angeschnallt in ihren Sitzen verweilen. Der Metonoide lässt sich von der morbiden Stimmung kaum beeindrucken und fängt an, alles brauchbare einzusammeln, wonach er auf eine hübsche Sammlung Messer und Pistolen blickt.
    Dyson stellt fest wie unwahrscheinlich es ist, dass Menschen einfach friedlich ihrem Tod entgegen sehen und schlussfolgert daraus, dass die Passagiere – die hochrangige Sultanats-Offiziere zu sein scheinen – nichts von ihrem unmittelbar bevorstehenden Tod wussten.
    Binda findet im Cockpit die Leiche des Piloten, der durch einen aufgesetzten Kopfschuss starb, wobei sich nicht mehr genau bestimmen lässt, ob die Wunde selbst zugefügt, oder durch eine andere Person verursacht wurde.
    Dyson übernimmt das Computersystem der Fähre und kopiert die Logbücher in den Hauptcomputer der Farkeen Eye, auf der Colin beginnt merkwürdige Geräusche zu hören. Er entscheidet sich diese zu überprüfen und wird mit einem Anblick aus seiner Vergangenheit konfrontiert.
    Er kontaktiert Dyson mit der Vermutung einer Zeitverschiebung, der diese Möglichkeit ausschließt und keinerlei Hinweise auf irgendeinen Vorfall auf der Farkeen Eye feststellen kann, allerdings die Todesursache der Passagiere gefunden hat – eine manipulierte Lebenserhaltung. Er macht entfernt den giftigen Zusatz und aktiviert das System, um das Schiff zu „lüften“.
    Binda sieht im Cockpit Anzeigen und Steuerelemente aufleuchten, muss jedoch von Dyson erfahren, dass in diesem Schiffsteil keine Energie fließt. Zetral ist auf dem Rückweg zur Farkeen Eye, als auch er von Halluzinationen heimgesucht wird. Überzeugt diese sein geschlossen, bleibt er vor der offenen Schleuse stehen und bittet Dyson ihm zu öffnen. Widerum weißt der Artifikant auf den Umstand hin, dass die Realität sich konträr zur Wahrheit verhält, jedoch nicht ohne vorher auf die Außenkameras der Farkeen Eye zurück zu greifen, um sich zu versichern das die Steuerdaten der Fähre korrekt sind.
    Colin beordert die biologischen Crewmitglieder zurück auf die Farkeen Eye, Dyson bleibt zurück und erntet Ersatzteile für den Schildgenerator, sowie ein paar kybernetische Teile der toten Ahmander. Greg schläft.

    Nach der Sichtung des Logmaterials von der Fähre, die enthüllt das der Pilot – wohl auf Befehl des höchstrangigen Offiziers hin – zuerst seine Passagiere vergiftete und sich dann selbst das Leben nahm und einer ausgiebigen Untersuchung inklusive Bluttests, die gesunde Testsubjekte ergeben, schließen Binda und Colin, dass die Halluzinationen durch den Nebel ausgelöst werden könnten. Das mittlerweile spürbarere Dröhnen erscheint Binda bekannt, wie das eines großen paranormischen Reaktors einer veganoidischen Zitadelle, aber doch anders. Er vermutet ein veganoidisches Artefakt als die Ursache.

    Da Greg auf keinen Weckruf reagiert, wird Dyson befohlen die Tür zu dessen Kabine zu öffnen. Die Crew findet ihren Captain schlafend und leicht unterkühlt. Da alle Versuche ihn zu wecken erfolglos bleiben, transportiert man ihn zur Krankenstation, wo Binda den Halbxerakor in Wärmedecken hüllt und auf der Krankenpritsche fest schnallt.
    Wenig später ereilt Zetral in der Messe eine weitere Halluzination, die ihn nach Metonar zurückführt, wo er ein bekanntes Gesicht wieder sieht – wonach er sich auf dem Boden der Küche liegend wiederfindet.
    Colin erklärt einen medizinischen Notfall und übergibt das Kommdano an Binda, wobei Dyson aufgefordert wird auch dessen Urteil scharf zu hinterfragen, da der Artifkant einzig durch die Vorfälle unberührt scheint.

    Binda ist von der Aussicht ein veganoidisches Artefakt dieser Ausmaße finden zu können fasziniert und plant einen neuen Kurs, der das Schiff seiner Meinung nach bis zur Quelle des Signals führen könnte. Dyson interveniert, auch er ist neugierig, hat sich jedoch vertraglich verbürgt, Schäden an Schiff und Mannschaft abzuwenden, die durch seine oder Bindas Forschungen entstehen könnten und weißt darauf hin, dass es für die Mannschaft am besten wäre, dem Nebel so kurz wie möglich ausgesetzt zu sein.
    Binda besteht trotzdem darauf, dass es wichtig wäre das Artefakt zu finden und abzuschalten. Als Colin ihn fragt, ob der Veganoide sicher sei, nicht selbst vom Nebel beeinflusst zu sein, verneint dieser offen. Folgerichtig wird er von Dyson aus dem Steuersystem der Farkeen Eye ausgesperrt und dieser bringt das Schiff wieder auf seinen alten Kurs, den kürzesten Weg durch den Nebel in Richtung Gratpunkt.

    Weitere Stunden vergehen, ehe sich die Nebelwolken erneut teilen und die Farkeen Eye auf den Frachter trifft, den zu eskortieren Gregorianus und Colin zugestimmt hatten.
    Das Schiff ist entzwei gebrochen, Explosionen pflanzen sich über die gesamte Hülle fort und Container trudeln in die Leere…

    Spieldauer: 5.5h
    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 5
    Gesammelte Ausrüstung: 15x 7.5-FFW II, 15x Klappmesser NFW-8, 1 ServoMotor MasterServ I, 1 kybernetisches Beinskellet (30x R7-Hartplast-BoneComp)

    #2872
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    SPOILER-Warnung: Abenteuer „Vortex der Verdammten“ aus „Cash&Cargo“

    Session #12 – Schatten der Vergangenheit
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    Colin empfängt einen Hilferuf von dem havarierten Frachter, der augenscheinlich von Tokmarden geentert wurde. Die letzten Überlebenden haben sich auf der Brücke verschanzt und just bevor der Kontakt abbricht, bekommt der Miteigentümer der Farkeen Eye eine der prägnante dreieckigen Gestalten selbst zu sehen. Colin informiert Dyson über seine Befürchtungen Tokmarden könnten gegenwärtig an Bord des Frachters ihr Unwesen treiben. Der Artifikant versucht ein Schiff der Tokmarden im Nebel auszumachen, doch die Sensoren finden keine Hinweise auf ein solches. Colin entscheidet den Kurs beizubehalten und die Crew des Frachters seinem Schicksal zu überlassen.

    Gregorianus erwacht und findet sich auf dem Krankenbett fixiert wieder. Er hört das verräterische Geräusch von Metall, das über Metall schabt und ihn zu dem Schluss führt, dass ein Tokmarde vor der Tür der Krankenstation stehen müsse. Als er Anfäng in Panik auszubrechen, bemerkt Dyson sein Erwachen und informiert Binda, der sich umgehend von der Brücke her auf den Weg macht.
    Auch Zetral hört das Geräusch im Gang und verlässt die Werkstatt, in der er an seiner Waffe gearbeitet hatte, um nach dem rechten zu sehen. Er sieht gerade noch die Gestalt eines Tokmarden in der Krankenstation verschwinden und schlägt Alarm. Dyson scannt das Schiff, kann jedoch keinerlei Hinweise auf Eindringlinge entdecken und vermutet weitere Halluzinationen.
    Gregorianus, immernoch ans Bett gefesselt, nimmt die eintretenden Crewmitglieder als Tokmarden war und verfällt in noch größere Panik, ehe die Erklärung des Artifikanten und ein mildes Sedativum von Binda die Illusion auflösen und den Captain beruhigen können.
    Nachdem er befreit ist, holt sich Greg zuerst seine Waffe zurück und lässt sich dann über die Zeit in Kenntnis setzen, die er verschlafen hat.
    Auf der Brücke erhält Colin eine Nachricht aus der Feder seines ehemaligen Hausdieners. Dieser, verantwortlich für die Entführung Crowes im Kindesalter, kündigt darin an den jungen Mann erneut in seine Gewalt bringen zu wollen.

    Die Crew, versammelt sich auf der Brücke um das weitere Vorgehen zu entscheiden. Colin erwähnt den Notruf, den er empfangen habe. Bei der Überprüfung der Kommunikationslogs wird jedoch deutlich, dass die Farkeen Eye nie einen Hilferuf des Frachters empfangen hat, obwohl Colins Antwort verzeichnet ist.
    Die Farkeen Eye ist immernoch in Reichweite des Frachters und man beschließt ihn doch näher zu untersuchen, da die unmittelbare Gefahr von der man zuvor ausgegangen war, keinen Bestand hatte.

    Da die Farkeen Eye zu groß ist, um das Trümmerfeld des Frachters zu navigieren, einigt sich die Crew darauf Bindas Shuttle zum Transfer zu nutzen. Ein Scan der Heck und Bugsektion zeigt erhebliche Strahlung in ersterer und mehrere schwache Lebenszeichen in letzterer.
    Binda, Greg und Zetral bilden das Außenteam und machen sich auf den Weg zur Bugsektion, wobei Binda sich die Zeit nimmt die verstreuten Frachtcontainer nach nützlichen Inhalten zu scannen. Um sichere Kommunikation zu gewährleisten, verbindet die Gruppe Shuttle und Schiff sowohl per direkter Laser- als auch per normaler Comlink-Verbindung, damit Dyson und Colin den Fortschritt Überwachen können.

    Greg beweist sein Pilotentalent durch eine brilliante Flugleistung und problemloses andocken, bevor das Außenteam den schwer beschädigten Frachter betritt. Weite Teile der Bugsektion sind aufgerissen, ohne Atmosphäre und dunkel. Nachdem Geg eine Hardwarebrücke vom Shuttle zum Frachter etabliert hat, kann sich Dyson in die System des Schiffes hacken, muss jedoch feststellen, dass die interenen Computersysteme weitgehend zerstört sind. Durch die Helmkameras ist es Colin und ihm dennoch möglich, die Expedition zu verfolgen.

    Das Außenteam stößt in Richtung Brücke vor und findet immer wieder Kampfspuren. Binda nutzt seine paranormischen Kräfte um den weiteren Weg auzukundschaften, dabei findet er den mit einer Maschinenpistole bewaffneten Captain, der versucht die verriegelte Brücketür aufzuschweiße und auf der Brücke selbst eine Reihe von toten Crew-Mitglieder sowei zwei Überlebende. Alle scheinen unter dem Einfluss des Nebels zu stehen und sind sich nicht wohlgesonnen.
    Greg improvisiert eine Verbindung seines Datapads mit dem Helm-ComLink eines Toten Crewmitglieds, um Dyson besseren Zugang zu den Computersystemen des Schiffes zu geben, nachdem dieser an die Grenzen des möglichen stößt.
    Gewappnet mit Bindas Informationen improvisiert Zetral aus einem Wandpanel einen Schild, Greg aus einer Strebe einen Knüppel und beide machen sich daran, den Gang zu stürmen der zur Brücke führt.
    Durch einen Trick gelingt es Greg, den Captain zur Leerung seines Magazins zu bewegen und katapultiert sich anschließend durch die Schwerelosigkeit auf diesen zu. Zetral rückt hinter seinem Schild vor und versucht den Captain per Telekinese zu entwaffnen.
    Als dies gelingt, nutzt Greg seine Chance und schickt seinen Gegner mit einem kräftigen Schlag ins Land der Träume.

    Als das Außenteam die Brücke betritt, bietet sich ein Bild der Verwüstung. Einer der vormals Überlebenden liegt hinterrücks mit einer Eisenstange gepfählt auf der Communikationskonsole und der noch lebende erste Offizier stellt sich nach kurzer Untersuchung als so schwer verwundet heraus, dass Binda ihn mit einer Überdosis Sedativa von seinen Schmerzen erlöst. Greg verbindet sein Datapad mit der Kommunikationskonsole des Frachters und befielt Dyson, die Logdateien und das Schiffslogbuch herunter zu laden.

    Mit dem bewusstlosen Kapitän auf dem Rückweg zum Shuttle, verwandelt sich jener vor Zetrals Augen in eine Gestalt aus der Vergangenheit des Metonoiden, schwört ihm Rache und greift ihn gar an. Dyson sieht, wie Zetral den Captain davon schweben lässt und fragt Zetral nach den Ursachen, wodurch dieser aus seiner Halluzination erwacht und den Weg fortsetzen kann.

    Als Binda die Gedanken des Frachter-Captains zu lesen versucht um mehr über diesen heraus zu finden, verfolgt er durch dessen Augen eine Szene an Bord der Station Santa Alma, die darauf schließen lässt, Dyson könnte manipuliert worden sein.

    Das Außenteam kehrt sicher, aber erschöpft, auf die Farkeen Eye zurück. Bindas Scans enthüllen außerdem einen Container mit 50t Titanglas, der durch Zetral und Dyson mit einem der externen Frachtcontainer der Farkeen Eye ausgetauscht wird.

    Gregorianus bestimmt das stets zwei Crewmitglieder Wache auf der Brücke versehen sollten, außerdem informiert er Dyson über den Inhalt von Bindas Vision und dieser startet umgehend eine Selbstdiagnose. Während diese läuft erhält Colin auf der Brücke eine weitere Nachricht von dem Mann aus seiner Vergangenheit, der erneut damit droht ihn durch ein Crewmitglied der Farkeen Eye entführen zu lassen. Binda bekommt diese Nachricht ebenfalls zu sehen. Nach dem Abschluss der Selbstdiagnose wird der Artifikant von Gregorianus gebeten, die Quelle der Nachrichten ausfindig zu machen. Dyson ist überrascht und weißt darauf hin, dass keines der ComSysteme an Bord der Farkeen Eye den Nebel weit genug durchdringen könnte, um Nachrichten von außerhalb zu empfangen. Als der Artifikant nach Genehmigung durch Colin dessen Datapad überprüft, kann er dort keine Nachricht finden. Die Hypothese einer kollektiven Halluzination steht im Raum.

    In den Daten die vom Frachter geborgen wurden finden Colin und Dyson mehrer Anhaltspunkte. Zum einen auf ein Peilsignal das den Standort eines Gratpunktes nach Guanku markieren soll, zum anderen die Aufzeichnung eines Notrufes, der in einer Sprache abgefasst ist, die keiner der beiden Versteht. Da der Computer die Worte zwar nicht übersetzen kann, aber ihnen immerhin eine Sprache zuordnet – Ordrul – beschließen sie, die Nachricht Zetral vorzuspielen, sobald dieser seinen Dienst aufnimmt. Dyson gelingt es zudem, die Sendefrequenz des Notrufes in sein „Sonar“-System einzuspeisen und so die Sensorreichweite der Farkeen Eye zu verzehnfachen.
    COlin ließt außerdem das geborgene Logbuch, das eindrucksvoll vermittelt, wie die Crew des Frachters dem Wahnsinn des Nebels verfiel, bis sich niemand mehr um die nötige Wartung des beschädigten Reaktors kümmerte, dessen Vernachlässigung schließlich zur Zerstörung des Schiffes führte.

    Auf dem Weg in seine Kabine hört Greg ein Klopfen aus dem Bereich der Luftschleuse. Dort angekommen muss er erneut mit ansehen, wie sein bester Freund und Kampfgefährte ins Vakuum gesaugt wird und vergisst völlig die Realität um sich herum. Als Dyson den Tumult bemerkt, verständigt er Binda, der den Captain wieder einmal sediert und auf die Krankenstation bringt – ihn allerdings diesmal nicht fixiert.
    Zetrals Meditation verläuft dagegen weitgehend ohne Störungen, doch bekommt er das Gefühl, dass eine andere Intelligenz versuche mit ihm Kontakt aufzunehmen.
    Binda zieht sich zurück und überlässt die erste Wache Dyson und Colin, die sich jeweils schweigend ihren Aufgaben widmen.

    6 Stunden später übernehmen Zetral und Binda die Wache. Der Notruft stellt sich tatsächlich als solcher heraus. Eine Metonoidin alleine und verängstigt im Nebel, die sich von irgendetwas verfolgt fühlt. Zetral will ihr helfen, doch einmal mehr interveniert Dyson. Er hat die Quelle des Signals trianguliert, sie zu erreichen würde einen Umweg von mindestens vier Tagen erfordern. Zudem schätzt er die Wahrscheinlichkeit eine Überlebende zu finden als extrem gering ein. Schließlich gibt sich Zetral geschlagen, der Kurs bleibt unverändert.
    Colin zieht sich in seine Kabine zurück, von dort aus bittet er Dyson, die Zugangsrechte so zu setzen, das niemand außer dem Artifikanten oder Colin selbst die Tür zu öffnen vermögen. Dyson bestätigt und bedankt sich explizit für das Vertrauen Crowes, was diesen allerdings eher verunsichert als beruhigt.

    Greg erwacht in der Krankenstation und nimmt zu aller erst seine Waffe an sich, um seine Paranoia zu beruhigen. Aus der Werkstatt gegenüber hört er Dyson, der mit jemanden zum sprechen scheint und diesem verspricht Colin Crowe auszuliefern.

    Unterdessen bereiten sich Binda und Zetral darauf vor, ihre Wache für eine gemeinsame Medition zu verwenden, um gewissermaßen im Tandem nach der fremden Intelligenz zu forschen, die der Metonoide gespürt hat.

    Spieldauer: 4.5h

    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 5
    Gesammelte Ausrüstung: 1x Maschinpistole MP A-1, 50t Titanglas

    #2881
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    SPOILER-Warnung: Abenteuer „Vortex der Verdammten“ aus „Cash&Cargo“

    Session #13 – Memento Imperii
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    Colin wird in seinem Quartier vom Licht seines aufflammenden Datapads geweckt, über dessen Bildschirm die Ergebnisse von Dysons Selbstanalyse laufen. Alles scheint in Ordnung zu sein, doch dann entdeckt Crowe einen Eintrag, der darauf schließen lässt das Dyson bestimmte Teile der Selbstanalyse garnicht einsehen kann.

    Im Laufe der gemeinsamen Meditation gelingt es Binda und Zetral Kontakt zu einer Metonoidin, als auch der Intelligenz herzustellen, die den Metonoiden zu erreichen versuchte. Diese stellt sich als ein Veganoid heraus, der ebenso wie die Metonoidin Mühe hat einer nicht weiter definierten Drohung zu widerstehen.

    Nach reichlicher Überlegung beschließt Binda, den Gestrandeten helfen zu müssen und beginnt das Shuttle für einen Rettungseinsatz vorzubereiten. Wesentlich schneller als die Farkeen Eye würde das Schiff nach nur 16h Flugzeit wieder zur Farkeen Eye stoßen können.
    Dyson ist sich nicht sicher, wie er darauf reagieren soll. Er kontaktiert beide Schiffseigner. Weder Colin noch Greg haben Einwände, auch nicht gegen Zetrals Absicht, sich dem Doktor anzuschließen.

    Noch während das Shuttle vorbereitet wird, melden die Sensoren der Farkeen Eye einen Annäherungsalarm. Gregorianus begibt sich auf die Brücke und bremst das Schiff ab, dem eine Wolke aus Rettungskapseln in den Weg schiebt.
    Die Herkunft der Kapseln wird schnell klar, als die Sensoren einen weiteren, wesentlichen größeren Kontakt erfassen: einen Kreuzer der Sternenlegion, der scheinbar unbeschadet aber tot im Nebel treibt.

    Auf Gregs Bitte hin wird das Kapselfeld von Binda nach Lebenszeichen untersucht, doch die Scanner zeigen nur tote Materie, keinerlei Anzeichen von Leben. In einem Anflug kameradschaftlichen Pflichtgefühls votiert der ehemalige Legionär dafür, die Leichen zu bergen. Er wird von Alarmsirenen unterbrochen.

    Ein Hitzestau im Reaktor hat den Alarm ausgelöst. Da die Standardprozeduren nicht wirken, veranlasst Dyson den Ausstoß von Reaktorplasma – wodurch die Crew immerhin Zeit gewinnt – ehe er sich in den Maschinenraum begibt.
    Der – wahrscheinlich in Folge einer Temporalanomalie – verschwundene Steuercomputer der Reaktorkühlung erklärt den kritischen Temperaturanstieg, der sich immernoch fortsetzt. Sofort macht sich der Techniker daran, eine Überbrückung zu improvisieren, befielt jedoch allen anderen Crewmitglieder, sofort die Farkeen Eye zu verlassen.
    Binda dockt mit dem Shuttle an, um Colin und Gregorianus an Bord zu nehmen, doch der Captain besteht darauf an Bord zu bleiben. Dyson schickt ihn daraufhin zu den Treibstofftanks, um den Zufluss des Fusionstreibstoffs manuell zu unterbrechen.

    Just in diesem Moment ertönt ein weiteres mal ein Annäherungsalarm, diesmal verursacht von einem tokmardischen Schiff. Binda versucht die Waffenkontrolle der Farkeen Eye zum Shuttle umzuleiten sodass Zetral das Feuer eröffnen kann.
    Dyson gibt gerade noch die Waffenkontrolle frei, ehe ihn eine elektrische Entladung seitens der improvisierten Überbrückung schwer beschädigt und vorrübergehend deaktiviert.
    Als Colins Versuch das tokmardische Schiff zu hacken fehl schlägt, fallen auch noch Teile des Shuttlecomputersystems aus – nach nur einem Schuss wird Zetrals Bildschirm schwarz.
    Außerdem sind Farkeen Eye und Shuttle immernoch verbunden, sodass keines der beiden Schiffe seine Schilde hochfahren kann. Binda aktiviert die Notsprengung des Andockrings, doch bevor Zetral die Schilde endgültig aktivieren kann, werden Shuttle und Crew Opfer des tokmardischen Sterilisators. Binda und Colin werden schwer verletzt, der Schiffsarzt verliert gar das Bewusstsein.

    Immerhin bricht die Fusionsreaktion auf Grund mangelnder Treibstoffzufurt zusammen und nun ist es an Greg, den Tag zu retten. Als er die Waffenkontrollen erreicht, ist das tokmardische Schiff bereits auf weniger als einen Kilometer heran gekommen und auch ein schwerer Treffer bringt es nicht von seiner Beute ab: Eine Pargrumparpune spießt das Shuttle auf wie einen Marshmallow der rapide an Atmosphäre verliert.
    Colin, Binda auf dem Schoss, und Zetral bleibt nur die Schleudersitze zu nutzen.
    Greg beweist den Wert seiner Legionsausbildung durch zwei weitere schwere Treffer, doch ohne Energie kann die Farkeen Eye nicht ausweichen und die Pargrumharpunen der Tokmarden bohren sich erneut unbarmherzig in ihren Schildgenerator, der trotzig durchhält, sodass Greg mit einem letzten entscheidenden Treffer die Brücke des Tokmardenschiffes zerstören kann.

    Während Zetral und Colin mit Binda wieder an Bord der Farkeen Eye kommen, starten Dysons Systeme neu. Das Ableitnetz des Artifikanten scheint das schlimmste verhindert zu haben. Als er sich orientiert muss er feststellen, dass zum einen der Steuercomputer wieder an seinem Platz ist, zum anderen die Waffen der Farkeen Eye auf das Shuttle abgefeuert wurden.

    Mit Hilfe des Traktorstrahls wird schwer beschädigte Shuttle in den Hangar gebracht, wo es auf seine Reperatur warten muss. Dyson kümmert sich zunächst um den Neustart des Reaktors, Binda wird zur Krankenstation gebracht und auch Zetral und Colin versorgen zunächst ihre Wunden, während Greg beginnt die Leichen der Legionäre zu bergen.
    Nach seinem Erwachen begibt sich Binda zur Werkstatt, um an seinen Naniten zu arbeiten, nachdem eine vorläufige Anfrage zur Reperaturdauer des Shuttles wenig Hoffnung auf eine baldige Rettung seines Artgenossen macht.

    Da der Kreuzer wertvolle Informationen und Materialien bergen könnte, entschließt sich Gregorianus ihn zu untersuchen, wobei Dyson ihn begleiten soll. Der Rest der Crew entschließt sich an Bord der Farkeen Eye zu bleiben.

    Der Kreuzer ist weitgehend intakt, abgesehen von Kampfspuren hier und da. Auf dem Weg zur Brücke ereilen Greg immer wieder Visionen von den Geschehnissen an Bord, die er seinem Begleiter stets minutiös beschreibt. Auch diese Crew wurde vom Nebel in den Wahnins getrieben, doch immerhin erhalten die beiden Hinweise auf ein Mittel gegen diesen Einfluss: Mentalstabilisatoren. Leider sind die Vorräte der Krankenstation aufgebraucht.
    Nach vergeblichen Versuchen die beiden Hauptcomputer des Schiffes zu hacken, nutzt Greg seine alten Notfallcodes um wenigstens auf Logbuch und Kommunikationsdaten zugreifen und sie herunterladen zu können.

    Spieldauer: 5h
    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 7 (+10 Korrektur-EP für jeden)
    Gesammelte Ausrüstung: 2x Mediaset

    #2928
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    SPOILER-Warnung: Abenteuer „Vortex der Verdammten“ aus „Cash&Cargo“

    Session #14 – Des Sultans Geist
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    Das Logbuch bestätigt Gregs Visionen über das Schicksal der Besatzung. Dyson knackt außerdem das Mediaset des Captains. Die darauf gespeicherten Aufzeichnungen zeigen, dass der Kapitän Mentalstabilisatoren unterschlagen hatte, um sich selbst und eine weitere Person zu retten. Ob dieser Versuch gelang und wer die zweite involvierte Person gewesen sein könnte bleibt dabei unklar. Der letzte Logbucheintrag wird durch einen Angriff unterbrochen, der dem Captain gilt und für den Verlust des Mediasets sorgt ohne den Besitzer schwer zu verwunden.

    Das Außenteam macht sich auf den Weg in den Maschinenraum der Kreuzersektion. Immer wieder stoßen sie auf Zeichen für Kämpfe, aber nur wenige Leichen. Dyson stellt schnell fest, dass die Treibstoffreserven des Schiffes aufgebraucht sind – die Chancen es zu reaktivieren sind entsprechend gering. Jedoch findet sich ein abgeschalteter Putzartifikant, den Dyson in der Hoffnung birgt, mehr Informationen über den Kreuzer und die Standorte anderer Artifikanten auf dem Kreuzer zu erhalten. Dafür ist jedoch die Werkstatt der Farkeen Eye unabdingbar, und das Duo macht sich auf den Rückweg.

    Kaltes Entsetzen breitet sich in Colin aus, als er hört wie Gregory von Dyson ermordet wird. Kurzentschlossen entscheidet er sich, die Farkeen Eye abdocken zu lassen, muss jedoch feststellen, das Dyson das System gesperrt hat. Colin pumpt die Luft aus der Schleuse und macht sich auf den Weg zur Werkstatt.
    Dyson, inzwischen an der Schleuse angekommen, muss feststellen das sie sich nicht normal öffnen lässt. Beim Zugriff auf die Systeme des Schiffes stellt er Colins Manipulationsversuch fest, denkt sich jedoch nichts weiter dabei.
    Colin erreicht die Werkstatt und lässt sich von Binda eine der dort gelagerten Schrotflinten, sowie Munition geben, die ihm der Arzt ohne lange darüber nachzudenken zukommen lässt, um sich weiter auf seine Arbeit an den Naniten für Dyson konzentrieren zu können.
    Vor der Werkstatt kommt es zum Showdown. Als Colin ihn mit der Schrotflinte bedroht, erkennt Dyson eine Bedrohung für sich und reagiert indem er auf Colin feuert, der seinerseits den Artifikanten verfehlt. Dyson deaktiviert das Licht im Gang und den Schwerkraftgenerator des Schiffes, sodass Colin bei seinem nächsten Versuch nicht nur verfehlt, sondern auch mit den Folgen des Rückstoßes in der Schwerelosigkeit zu kämpfen hat.
    Binda der seinerseits in der Werkstatt die Schüsse hört, aktiviert die Druckschotten, um die Bewegungsfreiheit vermeintlicher Invasoren im Schiff einzuschränken.
    Erst die Stimme Gregorys und sein Befehl die Waffe fallen zu lassen, bringt Colin zur Vernunft, der erneut auf eine seiner Halluzinationen herein gefallen war, und sich sofort ergibt.

    Binda kümmert sich um den verletzten Crowe. Gregory verstaut die Munition getrennt von den Waffen im Arzneischrank, in der Hoffnung dadurch die Wahrscheinlichkeit solcher Zwischenfälle zu verringern und Dyson bringt den Putzartifikanten sowie die Reste eines Medibots, die er auf dem Rückweg eingesammelt hatte, in die Werkstatt, um den Baumplan des Kreuzers aus dem Speicher des erstere zu extrahieren.

    Zetral, der bisher seelig geschlafen hatte, wird erst geweckt als ein weiterer Schiffsweiter Alarm erklingt. Ein Angriffskreuzer ahmandischer Bauart zeigt sich auf den Sensoren: Die Sahin.
    Dyson deduziert, dass das Schiff mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer KI gesteuert wird, da sie vor Jahrzehnten im Nebel verloren ging. Als die Sahin eine Identifikation fordert, erinnert sich Gregory an die Unterstützung des Sultanats durch das Imperium und versucht sich mit Hilfe seiner alten Dienstkennung zu identifizieren, kann sich aber nichtmehr an die zusätzlichen Bestätigungscodes erinnern. Dyson versucht einmal mehr über die Kommunikationskanäle ein feindliches Schiff zu hacken, doch die Firewalls der Sahin zeigen keine Lücken.
    Eine Zeit lang gelingt es Greg den Imperialen Kreuzer als Deckung zu nutzen und die Sahin zum „Nahkampf“ zu zwingen. Doch auch wenn es ihm mehrfach gelingt den Salven des Schiffes auszuweichen und Zetral erfolgreich auf einzelne Geschütze feuert, ist allzu offensichtlich, dass die Farkeen Eye dem hochgezüchten Angriffskreuzer auf Dauer nichts entgegen zu setzen hat.
    Doch Gregory hat längst noch nicht alle Asse ausgespielt. Er weißt Dyson an einen Feldsprung zu berechnen, der die Fregatte bis an den Rand ihrer Sensorenreichweite bringt. Wertvolle Sekunden verstreichen, bis der Artifkant die nötigen Kalkulationen beendet hat und eine einzige Salve der Sahin fegt nicht nur den Schild der Farkeen Eye hinweg, sondern reißt auch die Hülle auf und schaltet beinahe den Schildgenerator aus, doch schließlich aktiviert Greg den Feldantriebt und springt in Sicherheit – doch zuvor gelingt es Zetral, den Feldantrieb der Sahin so schwer zu beschädigen, das dieser ausfällt.
    Der Moment der Erleichterung ist kurz, denn im Gegensatz zur Farkeen Eye verfügt die Sahin über Langestreckentorpedos. Dyson bekommt die Anweisung einen weiteren Sprung zu berechnen und erneut verstreicht wertvolle Zeit. Zetral gelingt es, den ersten Torpedo abzuschießen und bevor der zweite das Schiff erreicht, entfernt es sich um weitere eintausend Kilometer. Ein weiterer Sprung wird hastig berechnet, als die Sahin ihr Ziel erneut aufschaltet, ein dritter um die Reichweite ihrer Torpedos schlussendlich zu verlassen.

    Die Farkeen Eye folgt ihrem Kurs und trifft nur wenige Stunden nach der Begegnung mit der Sahin auf ein ekrainisches Shuttle. Es ist die Schatzjägerin von Santa Alma, die überrascht ist so tief im Nebel auf eine überlebende Crew zu treffen. Ganz Geschäftsfrau bietet sie an ihren Vorrat an Mentalstabilisatoren zu teilen, für nur 60.000 Credits.
    Colin und Gregory jedoch sind längst zu paranoid um einem Außenseiter zu trauen. Als sie zögern stellt Dyson eine Frage, deren Konsequenzen er nicht absehen kann: Er bietet an das Shuttle zu hacken. Als die Schiffseigner eifrig zustimmen, probiert der Aritifkant sein Glück und scheitert an einer unerwartet starken Firewall.
    Damit sind die Verhandlungen gestorben und das viel schnellere Shuttle der Schatzjägerin verschwindet im Nebel.

    Allen ist bewusst, dass drastische Maßnahmen notwendig sind, wenn das Schiff die Reise durch den Nebel beenden soll. Zetral und Colin lassen sich in künstliche Komata versetzen, Gregory jedoch besteht darauf wach zu bleiben um bei Zwischenfällen sofort zur Verfügung zu stehen. Zwar kann Binda mit Hilfe von Sedativa die Stressreaktionen des Halb-Xerakors mildern, dennoch setzt sich Gregory zum Wohl der Crew fast zwei Tage lang seinen Vision gewordenen Schuldgefühlen aus, ehe die Nebelschwaden sich endlich vor dem Rumpf des Schiffes teilen.

    Spieldauer: 5h
    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 7
    Gesammelte Ausrüstung: 1x Reinigungsartifikant, 1x Artifikantenschrott (Reperaturmaterial 22Pkt), 5x Impulspistole „Flame“, 4x Medikit „Medi-Kit II“

    #2996
    Balu (N074G37H)
    Teilnehmer

    Session #15 – Schlussverkauf
    ___________________________

    Knapp fünf Tage nach dem Eintritt in den Vortex ist die Farkeen Eye endlich wieder „frei“. Collin wird aus dem künstlichen Koma geweckt und Zetral erwacht aus seiner Kältestarre, als die Raumtemperatur in seinem Zimmer wieder angehoben wird. Verwirrt und wütend versetzt der Metonoid der Tür seines Quartiers einen schweren Schlag, ehe er sich endlich beruhigt. Nach zwei Tagen voller Alpträume wünscht sich Greg nichts sehnlicher als tiefen Schlaf und verkriecht sich weiter in seiner Kabine.

    Unterdessen wird Crowe von Dyson in die Werkstatt gebeten, wobei letzterer Zetral bittet vor der Tür zu warten, als der Metonoid und Collin zeitgleich erscheinen. Im darauffolgenden vertraulichen Gespräch bittet Dyson seinen Arbeitgeber erneut über die vermeintliche Lücke in seinem Sicherheitssystem zu sprechen. Tatsächlich findet Collin auf seinem Datapad die entsprechende Analyse, stellt jedoch schnell fest, dass diese auf dem Datapad selbst erstellt wurde, statt von Dyson oder einem anderen System heruntergeladen worden zu sein. Collin übergibt die Datei und auch Dyson kommt zu dem Schluss, dass sie nicht seinem System entsprungen sein kann, dennoch bedankt er sich für den „Vorschlag“ der Sicherheitslücke.
    Anschließend darf Zetral an seiner Waffen weiterarbeiten, Collin und Binda bemannen die Brücke und Dyson zieht sich auf seine Ladestation zurück um seinen Wartungszyklus zu starten.

    Sechs Stunden später erreicht das Schiff den Gratpunkt, der erstaunlich belebt ist. Neben einem bekannten Schiff, der Atreu, sticht vor allem ein gewaltiges Basaarschiff ins Auge, dass vom loxonischen Reperaturkreuzer Kyojin begleitet wird. Beide Schiffe bereiten sich gerade auf einen Sprung vor, sodass die Farkeen Eye erst in Kilmers Kreuz die Chance hat, sich in den Markttrubel zu werfen.

    Greg schreibt die Lilbanit-Kristalle zum Verkauf aus und erhält prompt zwei Angebote, von denen er jenes wählt, das zwar weniger Fracht abnimmt, pro Tonne aber deutlich bessere Preise zahlt.
    Dyson entspannt seine Schaltkreise beim Bad in den Datenströmen des Basaars und Collin kümmert sich um den Einkauf der wichtigsten Versorgungsgüter, ehe er sich mit Gregory trifft, um den Rest der Waren an Bord der Farkeen Eye loszutreten.

    Zetral macht Bekanntschaft mit einer Gruppe Metonoiden, die in einer Ecke des Marktes einen rituellen Tanz aufführgen, um einen bösen Geist auszutreiben, der angeblich für den Besuch einer Gruppe anwesender Beta Pictor gesorgt hatte. Zwar ist er nicht unbedingt geneigt sich dem Tanz anzuschließen, doch als ein angetrunkener Mensch allzu respektlos wird tritt der Söldner diesem in den Weg, und schlägt ihn – nachdem der Mensch seinerseits die Fäuse fliegen lässt – mit einem einzigen Treffer K.O.

    Nach kurzem Trubel mit den örtlichen Sicherheitskräften, den Gregory ebenso mit unbestechlicher Logik, wie mit 1000 Sterntex Bestechungsgeld bereinigt, kehrt die Crew aufs Schiff zurück und legt die wenigen hundert Meter zur Kyojin zurück – Dyson richtet währenddessen eine weitere Sperre ein, um Zugriffe der Loxoner auf das System zu unterbinden.
    Das vollautomatisierte Schiff beginnt sofort mit der Reperatur der Farkee Eye und des Shuttles, doch etwas stimmt nicht. An Bord der Kyojin bemerkt Dyson eine Gestalt, die sich in einem gesperrten Teil des Schiffes bewegt. Als er die KI des Reperaturschiffes informiert, leitet diese Gegenmaßnahmen ein, doch kurz darauf gibt es weitere Probleme, sowie hörbare Schläge gegen die Hülle. Nachdem Dyson auf Gregs Befehl hin erfolglos versucht die einzige Tür die tiefer ins Schiff führt zu öffnen, werden auch hinter dieser Schläge hörbar.
    Binda streckt seinen Geist und erblickt einen wild wirkenden Mann, um den eine Art Metallkeule zirkuliert. Dieser dringt ohne Mühe in den Geist des Veganoiden ein und befielt ihm die Tür zu öffnen – während er selbiges von seiner Seite her versucht…

    Spieldauer: 5h
    Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 4

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