Antwort auf: [Handelssystem]

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#4174
NOVAteam
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Eine erneute Zusammenfassung:

1. WARENKATEGORIEN & HANDELSMENGEN
Es gibt folgende 5 Hauptkategorien:
Rohstoffe werden in Grundpreis/t gehandelt
Landwirtschaftsprodukte werden in Grundpreis/t gehandelt
Industrieprodukte umfasst alles was in Masse produziert und verhandelt wird, von Schrauben über Dichtungsmittel zu Baumaterial, Grundpreis/t
Fertigwaren umfasst alle möglichen einzelnen Gegenstände wie Bildschirme, Möbel, und alles im Kapitel „Elemente“ des Basisbuchs zu finden ist, Grundpreis/Stück
Der SL kann jedoch auch den üblichen Tonnen-Maßstab ansetzen, um eine größere Lieferung an „Kybernetikteilen“ abzubilden.
Luxusgüter umfasst hochpreisige Einzelstücke, Artefakte, etc., Grundpreis/Stück

WARENLISTEN
(es werden ein paar Beispieltabellen für die 5 Kategorien dargelegt, außerdem:)
Da es zu viele unterschiedliche Waren und Planetensystem gibt, um sie alle aufzulisten, gibt es an dieser Stelle nur Vorschläge zu typischen Preisen. Der Einfachheit halber wird eine Staffelung in 100er- oder 1.000er-Schritten empfohlen. Jede Runde kann so ihre eigenen, häufig gehandelten Waren und deren Grundpreise bestimmen und für die einzelnen Handelsplätze festhalten.
Rohstoffe und Agrarprodukte sind Massengüter erzielen bis auf einige Ausnahmen die geringsten Preise. Typisch sind Preise von 500-5000 St./t, seltene Metalle z.B. können jedoch den Rahmen sprengen und weit höhere Preise erzielen. Verarbeitete Produkte wie EMAP-Belag, Fertignahrung, Chemieerzeugnisse, Werkzeuge und ähnliches können Preise von 10.000-50.000 St./t haben, hochspezialisierte Dinge wie Nanotech-Maschinen auch weit mehr. Preise von Luxusgütern, Artefakten und anderer Einzelstücke sind dagegen schwer zu beziffern und obliegen dem SL.

2. HANDELSPLATZ
Nicht überall lässt sich jede Ware gleich gut an- oder verkaufen. Je nach Handelsplatz kann der Grundpreis der Ware variieren. Dazu wird zunächst der aktuelle Preis der Ware mit 2W6 ermittelt (siehe „Preislage“-Wurf unten). Höhere Werte ergeben dabei einen höheren Preis. Kein Modifikator entspricht einem normalen Marktgeschehen. Pro Woche darf 1x pro Ware gewürfelt werden, um Preisschwankungen zu simulieren. Ein kürzeres Intervall empfiehlt sich nur in Ausnahmefällen.

Handelsplätze haben neben ihrem Namen zum Beispiel folgende Daten:
Import: ein oder mehr der 5 Hauptbereiche oder sogar genauer definierte Waren, z.B. Rohstoffe (+1), Farnweizen (+2); importierte Güter werden besonders nachgefragt, wodurch ein höherer Preis erzielt werden kann. Die Zahl in Klammern dahinter (maximal +2) wird noch auf das Preislage-Wurfergebnis hinzuaddiert und gibt auch Auskunft darüber, wie weit die nächste Quelle benötigter Waren entfernt ist – je höher desto weiter.
Export: Güter aus den Warentabellen, Teile aus den 5 Hauptbereichen (z.B. Erdöl (Rohstoffe), Speeder-Chassis (Industrieprodukte), Brandy (Fertigwaren), Mona Lisa (Luxusgüter)); Export-Güter werden besonders stark angeboten, wodurch die Preise niedrig sind. Vom Preislage-Wurfergebnis wird noch -2 abgezogen.
Arm/Reich: Sind zahlungskräftige Käufer oder viele Verkäufer vorhanden (reich), kann der Wurf um +1 modifiziert werden, um -1 an einem Handelsplatz mit z.B. hoher Arbeitslosigkeit.
Liegegebühr/Tag: XY St*GSTP pro Tag oder andere Angaben, muss neben dem Auftanken und evtl. Zölle noch entrichtet werden.
Krisengebiet: Es wird bei Ankunft noch mal auf die Marktlage-Tabelle gewürfelt, auch wenn noch keine Woche vergangen ist.
Handelsroute: Entlang von Handelsrouten können auch spontan andere Ware im Import/Export auftreten. Mit 1W6 wird auf die 5 Hauptbereiche gewürfelt und der SL sucht sich bei 1-5 etwas aus, was unerwarteterweise zur Verfügung steht oder angefragt wird (zusätzlich zu den normalen Handelsbedingungen), bei 6 gibt es nichts zusätzlich.
Handelsvisum: Der Handelsplatz unterliegt besonderen Visa-Bestimmungen (z.B. im Protektorat). Ohne die Lizenz darf kein Handel getrieben werden.
Hansekontor/Handelsgildenvertretung:Für Kapitäne großer Handelsverbindungen wie der Handelsgilde oder der Hanse kann es Vergünstigungen wie garantierte Abnahmepreise oder Vorab-Informationen zur Preislage geben, wenn eine ihrer Niederlassungen vor Ort ist. Die genauen Auswirkungen obliegen in den meisten dieser Fälle dem SL oder dem Gruppenkonsens.

Weitere Einflüsse auf den Preislage-Wurf:
Ereignisse : Bestimmte Ereignisse wie Kriege oder Feiertage können den Markt temporär beeinflussen. Die Modifikatoren sollten +/-2 nicht übersteigen.
Preisverhandlung: Egal ob in einer Warenbörse oder einem freien Markt, es gehört zum Handwerkszeug eines Händlers, einen Riecher für gute Gelegenheiten zu haben und besser zu sein als sein Gegenüber. Für das Gewinnen und je 4 Punkte Differenz eines vergleichenden Handeln-Wurfes kann der Marktwurf nochmals um +/-1 modifiziert werden. Dies repräsentiert sowohl die Suche nach einem Handelspartner als auch die eigentliche Verhandlung. Verliert der Spieler, findet er entweder keinen optimalen Handelspartner oder er hat keine gute Figur bei der Verhandlung gemacht.

BEISPIELHANDELSPLÄTZE
(kleine Liste von Handelsplätzen, z.B. welche aus Terra Superior oder die im Basisbuch oder Cash&Cargo erwähnt werden).

Wenn alle Modifikatoren zusammen gerechnet wurden, wird die Marktlage auf dem Zielplaneten erwürfelt. Frühestens kann man 3 Gratsprünge vor dem Ziel die aktuelle Marktlage am Zielort erfahren, unter Umständen auch früher ( siehe oben : Besonderheiten ).

PREISLAGE-WURF
Preislage_____Ergebnis (2W6+Mod)__Preismodifikator
Preisverfall______2-________________-40%
Volle Lager______3________________-30%
Überfluss________4________________-20%
Großes Angebot___5________________-10%
Normal_________6-8_______________+0%
Starke Nachfrage__9________________+10%
Mangel_________10________________+20%
Krise___________11________________+30%
Preisexplosion___12+_______________+40%

3. HANDELSMENGE
Wird gewürfelt, um festzustellen, wie viel von einer Ware man losschlagen oder einkaufen kann. Der Wurf erfolgt bei Ankunft oder im gleichen Zug wie die Marktlage (wenn man da gleich schon einen Käufer/Verkäufer kontaktiert). Im Gegensatz zur Marktlage darf er 1x pro Standardtag wiederholt werden.

Händler/Erfolgsschwelle/Handelsvolumen
Privatier – 7 – 1t/Stück
Privatier – 8 – 2t/Stück
Privatier – 9 – 3t/Stück
Einzelhändler – 10 – 5t/Stück
Einzelhändler – 11 – 10t/Stück
Einzelhändler – 12 – 15t/Stück
Zwischenhändler – 13 – 25t/Stück
Zwischenhändler – 14 – 50t/Stück
Zwischenhändler – 15 – 100t/Stück
Großhändler – 16 – 150t/Stück
Großhändler – 17 – 250t/Stück
Großhändler – 18 – 500t/Stück
Konzern – 19+ – über 500t/Stück

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