Antwort auf: [Schiffe] Feldantriebe

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#3777
Bernd
Teilnehmer

So, zurück von 1 Woche Bewirtung hungriger Segler, hab ich auch wieder Luft zum posten :).

Das Problem : Der Feldantrieb ist mit seiner Aufteilung auf zwei Systeme etwas überdimensioniert und sorgt mitunter für Verwirrung. Dazu kommt die Treibstoffproblematik.

Das neue Konzept : Eine Vereinfachung des Unterlichtantriebes durch Zusammenführung von Feldprojektor und Feldspulensysteme in einen Editor und damit einhergehend eine Neubetrachtung der einzelnen Antriebssysteme.

Vorab ein paar Grundgedanken von mir :

1. Bei Geschwindigkeit im All ist Masse ausschlaggebender als Größe. Für eine Vereinfachung bietet es sich also an, den Feldantrieb ähnlich zu behandeln wie den Gratraumantrieb.

2. Fällt beim Feldantrieb ein Teil aus, funktioniert das Gesamtsystem nicht mehr. Ein weiterer Pluspunkt für eine Behandlung als ein einziges System und Editor.

3. Das Einleiten des Feldfluges dauert laut Buch 8 INI-Steps. Da dafür der Feldprojektor angeworfen werden muss, macht es keinen Sinn, warum er einen eigenen Teilsteuerungswert besitzen sollte – auch wenn das reine kurze Aktivieren keine 8 INI-Steps dauern sollte, ist ein Schwerkraftfeld zum Ausmanövrieren tendentiell unpraktisch ( wenn noch weitere Schiffe um einen herumfliegen, bekommt „friendly fire“ eine ganz neue Dimension ).

4. Im Zuge dessen muss man sich das gesamte System vorstellen als das Zusammenspiel zwischen dem „Schwerkraftfelderzeuger“ aka Feldprojektor, der nur für das Feld zuständig ist und dem „Abstands- und Stabilisierungssystem“ aka Feldspulen, die den Abstand vom Schiff zum Schwerkraftfeld einstellen und den Flug stabilisieren.

5. Eine Differenzierung der Feldgeschwindigkeit bis auf den Kilometer genau mag realistisch sein, aber für den schnellen Vergleich am Spieltisch ist es wenig sinnig, von der schnellen Berechnung von interplanetaren Reisezeiten mal ganz ab. Und für Verfolgungsjagden im Feldflug zählt nur der schnelle Vergleich : Wer ist schneller ?

6. Als Zusatzüberlegung böte es sich mit Betrachtung von 4. & 5. an, die Feldgeschwindigkeit Stufenförmig regelbar zu machen.

Editor-Konzept

Die üblichen Verdächtigen wie Name, Hersteller etc. lasse ich mal weg. Was bleibt :

Gewicht/GSTPV
Feldflugtonnage/GSTPV
Feldgeschwindigkeit/GSTPV
Energieverbrauch/GSTPV
Resistenz/GSTPV

Wie man sie skaliert, muss man schauen.

101 Feldflug

Als Mindestgröße für das Gesamtsystem würde ich 20 GSTP veranschlagen, um der Zusammenlegung von Projektor und Spulen Rechnung zu tragen.

Der Punkt Feldflugtonnage repräsentiert den Feldprojektor-Anteil. Man sagt einfach : dieser Projektor kann ein Schwerkraftfeld in einer Stärke erzeugen, dass maximal X Tonnen Schiffsmasse beeinflussen kann.

Feldfluggeschwindigkeit repräsentiert die Feldspulen, die den Abstand von Schwerkraftfeld zum Schiff kontrollieren. Je dichter ich dem Schwerkraftfeld komme, desto schneller bewege ich mich darauf zu. Die maximale Feldgeschwindigkeit wird dabei am maximal sicheren Abstand zum Feld erzielt. Will ich „dichter ran“ und somit schneller sein, brauche ich ein größeres System, was auch mehr Energie frisst.

Will ich dagegen langsamer fliegen, kann ich entweder das Schwerkraftfeld mit dem Projektor weiter draußen erzeugen oder ich vergrößere den Abstand zum bereits vorhandenen Feld mit den Feldspulen. Unterschreite ich die Tonnagegrenze des Systems nicht, kann ich auch ein kleineres Feld aufbauen. Ab einer bestimmten Distanz nimmt die Wirkung des Schwerkraftfeldes auf das Schiff jedoch stark ab. Ich würde aufgrund des Aufwandes am Spieltisch diese Möglichkeit jedoch nur als Optionalregel anbieten und dann auch nur 100/50/25% als Optionen anbieten. Das vereinfacht Energierechnungen und ist einigermaßen sinnig.
Das wäre eine Möglichkeit des langsamer Fliegens.

Die geplante Skalierung wird sich wahrscheinlich in 1000km-Schritten bewegen, damit die Geschwindigkeit sich auch vernünftig im TL wiederspiegeln kann.

Der Energieverbrauch ist von System zu System und TL zu TL unterschiedlich und wird daher extra aufgeführt. Ein System mit hohem Energieverbrauch sollte auch angemessen TL für andere Sachen freiräumen können.

Resistenz ist selbsterklärend. Da das ganze System ausfällt, wenn ein Teil kaputt ist, ist es unerheblich, ob Pojektor oder Spule getroffen wurde. Ab 50% ist Ende im Gelände. Der Empfindlichkeit kann man mit geringen Resistenzen Rechnung tragen und den Feldantrieb so als Beschussziel attraktiv halten.

Der Punkt Teilsteuerung entfällt. Das Bewegen des Schiffes auf engem Raum geschieht viel kontrollierter mit den Manövertriebwerken. Wahrscheinlich muss deren Editor noch nicht einmal angepasst werden – muss man schauen. Wirklich relevant sind nur Schiffe von Transporter bis etwa Frachtergröße. Darunter wird die Maximalsteuerung schnell erreicht, darüber so gut wie nie. Jedenfalls nach meiner Erfahrung.

Alternativen ?

Alternativ zur obigen Herangehensweise kann mann auch einfach sagen, dass das System ein Feld mit Feldstärke X generiert und dabei eine RE von X benötigt. Wie schnell das Schiff dann fliegen kann, entscheidet sich in der Rechnung :

( Feldstärke : aktuelle Tonnage ) x 1.000 = Feldgeschwindigkeit in km/s

Im Editor von oben werden Feldflugtonnage und Feldfluggeschwindigkeit zu Feldstärke/GSTPV zusammengezogen, die auch gleichzeitig den Energieverbrauch angibt.

Vorteil : 2 Werte weniger zm Berechnen im Editor und recht smoothe Regel, leicht nachvollziehbar
Nachteil : immer noch eine Formel, die Auswirkungen sind nicht immer klar ersichtlich und man muss u.U. häufig mal nachrechnen

Persönliches Statement dazu :

Ich bin ja durchaus ein Freund von Mikromanagement, wenn es dem Spiel diehnt. Ich finde auch, Treibstoff muss sein, aber ich will diese Rechnung nur neu anstellen, wenn sich etwas an der essentiellen Hardware ändert – sprich, das Schiff wird umgebaut oder ein anderer Sprit wird getankt. Überspitzt gesagt, ich will nicht bei jeder Tüte Kaffee, die ich für viel Geld auf dem nächsten Hinterwäldlerplaneten verticke, die Geschwindigkeit meines Schiffes neu berechnen. Wer dies gerne tun möchte, OK, ich für meinen Teil würde bei der Maximalgeschwindigkeit immer von Volllast oder Näherungsweise 50/0% ausgehen, je nachdem, was sich von System und Regel her besser anbietet.

Ich hätte ergo per se kein Problem mit einer Formel, aber ich mag die Vielfalt des ersten Editors. Beim zweiten wird der Feldantrieb beinahe eine reine TL-Sache und das fände ich, so schlank die Regel auch ist, nicht Fluffig genug.

Meinungen sind wilkommen.
Bernd

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