Antwort auf: [Spielsystem] Der kritische Wurf

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#3643
Bernd
Teilnehmer

Wir kreiseln um die Lösung. Perfekt wird es nie werden. nur Näherungsweise. Die unkomplizierteste und damit auch am Spieltisch praktikableste ist, möglichst nahe am status quo zu bleiben.

1er-Pasch Misserfolg : check
6er-Pasch Erfolg : check

Darüber sind wir uns denke ich alle einig.

Die Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen von Krits hängen stark vom Spielstil ab. Spielt man NOVA als Space Opera, dann darf es eine höhere und stärker gewichtete Wahrscheinlichkeit sein als wenn ich es mit einem starken simulationistischen Ansatz spiele. Das Problem ist, wie immer : wenn wir ehrlich sind, tendelt unser individueller Spielstil immer zwischen verschiedenen Stilen. Ich habe bisher wirklich wenig Spieltstil-reinrassige Runden erlebt – und das waren dann häufig auch die, bei denen „irgendetwas fehlte“.

Ich habe kein Problem mit höheren Wahrscheinlichkeiten. Rein logisch gesehen macht es keinen Sinn, die Kritregel für 1W6+X-Würfler zu streichen, schließlich können auch solche Leute Glück und Pech haben. Die alte Regel mit dem Prüfwurf bildet dabei sogar das Können ab ( wenn auch etwas grob ).

Wenn wir eine niedrigere Wahrscheinlichkeit wollen und das Können der Figur einfließen lassen wollen, ist ein Prüfwurf nach Art des alten Systems ein probates Mittel. Im Zusammenhang mit der Aufteilung auf 1er-Pasch = schlecht und 6er-Pasch = gut wird er sogar besser, denn er gestattet auch 1W6+X-Würflern einigermaßen gefahrlos zu würfeln, indem man sagt :

Alle Würfel zeigen eine 1 = Misserfolg mit anschließendem Prüfwurf mit 1W6. Entscheidend sind Wurfergebnisse in Höhe der bei der Probe geworfenen Würfelmenge. Scheitert der Prüfwurf bei einem 1er-Pasch, ist es ein Patzer, andernfalls ein normaler Misserfolg.

Beispiele :

Bei 1W6 erzeugt eine 1 einen Patzer bei 2-6.
Bei 2W6 erzeugt eine doppel-1 einen Patzer bei 3-6.
Bei 3W6 erzeugt eine trippel-1 einen Patzer bei 4-6.
usw.

Bei vergleichenden Proben verliert ein 1er-Pasch automatisch, logischerweise unabhängig vom Prüfwurf.

Alle Würfel zeigen eine 6 = Erfolg mit anschließendem Prüfwurf mit 1W6. Entscheidend sind Wurfergebnisse in Höhe der bei der Probe geworfenen Würfelmenge. Gelingt der Prüfwurf bei einem 6er-Pasch, ist es ein Kritischer Erfolg, andernfalls ein normaler Erfolg.

Beispiele :

Bei 1W6 erzeugt eine 6 einen Krit bei 1.
Bei 2W6 erzeugt eine doppel-6 einen Krit bei 1-2.
Bei 3W6 erzeugt eine trippel-6 einen Krit bei 1-3.
usw.

Bei vergleichenden Proben in denen beide einen Kritischen Erfolg erzielen, gewinnt der, der die meisten Würfel bei der Probe geworfen hat. Besteht auch hier Gleichstand, addieren beide 1W6 zu ihrem Ergebnis und der höhere Gewinnt. Ein Gleichstand bleibt in diesem Fall ein Gleichstand.

Bei Kritischen Erfolgen außerhalb des Kampfes obliegen die genauen Auswirkungen dem Spielleiter. Im Baukastensystem wäre z.B. eine Reduzierung des Bauintervalls, eine Kostenreduzierung oder eine TL-Erhöhung um 1W6 Punkte denkbar.

Das Können wird abgebildet und die Wahrscheinlichkeit ist nicht zu hoch.

Meinungen ? Ich finde das sehr gangbar, es vereint recht gut alle grundlegenden Tendenzen, die ich bisher so gehört habe.

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