Antwort auf: [Bossa Nova] Logbuch

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#2891
Moritura
Teilnehmer

Session 2

-Die Leiden der jungen Nymphadora-
Nymphadora
An Bord der frisch gestohlenen und eben erst umbenannten „Primadonna“ steht die Chamäloidin vor einem Problem. Den metonoidische Bogen – den sie sich unter den Nagel gerissen hatte, bevor Calypso die Kapitänskajüte für sich beanspruchte, brauchte ein Versteck. Ein Gutes, denn den anderen Beute vorzuenthalten galt dem Rudel als schwerer Verstoß gegen den Kodex. Doch die Angst vor Strafe war leichter zu ertragen, als der Gedanke die elegante Waffe wieder her zu geben, und so schlitzte Nymphadora ihre Matratze auf um den Bogen darin zu verbergen. Es gelingt ihr leidlich und nur durch schieres Glück gelingt es ihr, ihr Tun vor Face zu verbergen, mit dem sie eine Kabine teilt. Dieser ist von ihrem Verhalten zwar verwirrt, aber zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um etwas zu bemerken. Nach seinem Verschwinden überarbeitet sie das Versteck erneut und ist erfolgreich. Gerade fertig, beschleicht sie der Gedanken eines Problems. Zwar ist der Bogen sicher, doch sie besitzt keine Pfeile. Einfache Logik führt sie zurück zur Kapitänskajüte, die jedoch verschlossen ist und von dort in den Frachtraum, in dem sie zwei auffällige Kisten entdeckt, die mit fremdartigen Symbolen verziert sind. Sie bricht die verschlossene Kiste mit hilfe ihrer Materieflussmanipulation auf und findet, was sie gesucht hat: Ein Bündel Pfeile metonoidischer Bauart.
Auf dem Rückweg kommt es zu einer Begegung mit Suits. Nymphadora versucht zunächst sich zu verstecken, scheitert jedoch und schlägt den jungen Mann mit einem Mentalangriff bewusstlos. Sie schafft es, Suits unbemerkt in dessen Kabine zu bringen und lässt ihn mittel Mentalmanipulation glauben, er hätte zuviel getrunken – eine Geschichte die sie auch dem Doctor auftischt, der wenig überrascht ist. Natürlich müssen auch die Pfeile in ein sicheres Versteck: Die Matratze.
Beim gemeinsamen Abendessen tauscht die Crew Geschichten aus und man feiert einander für die Arbeit am Diebstahl des neuen Schiffes. Das Gespräch kommt auf die zwei Frachtkisten, die noch ungeöffnet im Laderaum stehen. Natürlich meldet sich Nymphadora freiwillig und berichtet wenig später, nichts wertvolles gefunden zu habe und zieht sich zum Schlafen zurück.
Eine Matratze voller Pfeile erweißt sich als schlechte Liegestatt, mitten in der Nacht wird der Chamäloide von einem schmerzhaften Stich in den Rücken geweckt. Face, durch ihren Aufschrei geweckt, ist sogleich zur Stelle, wird jedoch von Nymphadora zurückgewiesen, die fürchtet ihr Verrat könnte auffliegen. Als sie sich aufrichtet um ihre Fitness zu demonstrieren, reißt der Pfeil eine noch größere Wunde und allem Widerstand zu trotz muss sie sich letztlich ihrem Schicksal ergeben.
Als Nymphadora wieder erwacht, ist Calypso bei ihr. Der Schakal der Silbernen Hand ist tief getroffen vom Verrat ihrer Schülerin, mehr noch, weil Nymphadora selbst im Angesicht aller Beweise noch versucht ihre Tat abzustreiten und sie Suits in die Schuhe zu schieben. Ein übewältigender geistiger Schlag bläst ihr erneut die Lichter aus. Als das Licht wieder in Nymphadoras Welt findet, sitzt sie in einen Raumanzug gepackt in einer Luftschleuse der Pirmadonna. Calypso legt ihr den Bogen und sogar die Pfeile in die Arme, ehe sie die äußere Luftschleuse öffnet und die Chamäloide hinaus stößt.

Unterdessen bei der Chaostruppe

Die Entscheidung der besten Wanderrichtung fiel ihnen schwer. Wie sollte man auch auswählen, wo man im Notfall sterben möchte. Die Felsformation versprach aufgrund der Wetterlage Höhlen aufzuweisen und so zogen sie mit viel Gepäck los, um stundenlang durch die Steppe zu wandern.
Die Versorgung sollte noch eine Weile ausreichen und die Schutzanzüge boten zumindest temporär Schutz und eine Trinkwasserversorgung. Die Temperatur sanken und Claire befürchtete schon kalte Füße zu bekommen.
Nach den ersten 6h entschieden sie eine Pause einzulegen und Stärkung zu sich zu nehmen, solange es noch ging. Roger machte den wunderbaren Vorschlag nun an Tempo zuzulegen, nachdem er und Fluffy der Meinung waren bald das Ziel erreicht zu haben. Hätten sie Claires Einschätzung nicht ignoriert, wäre ihm vielleicht das Folgende erspart geblieben. Auf seinem Weg scheiterte Roger nämlich an einer Kuhle, die ihn hart auf den Boden aufschlagen ließ und für viel Belustigung bei seinen Gruppenmitgliedern sorgte. Er hinkte eh schon hinterher und diese Aktion bescherte ihm auch noch einen kaputten Fuß. So mussten die guten Naniten wieder herhalten, um das Vorankommen nicht allzu lange zu behindern.

So wanderten sie noch einige Stunden weiter, bevor sie sich für eine längere entschieden. Auch Roger hatte es plötzlich nicht mehr ganz so eilig, denn sowohl er als auch Fluffy erkannten ihren Fehler: das Gebirge war kaum merklich näher gekommen während der letzten Stunden. Es waren noch mindestens 8 weitere Stunden Marsch. Claire suchte sich in der näheren Umgebung einen Fels, den sie als Sitz und Lehne nutzen konnte, Roger, der die Idee teilte, gesellte sich schnell zu ihr. Fluffy hingegen setzte sich einfach mitten ins Gras.
Und das war auch gut so: Es verstrichen ein paar Minuten, in denen alle kurz ein Nickerchen hielten, als sich etwas dem Planeten näherte. Es war die „Primadonna“ die in ca 1-2 km Entfernung zur Gruppe 50m über dem Boden zum stehen kam. Fluffy wurde durch das Rauschen der Triebwerke geweckt und kontaktierte sofort die beiden anderen, die – gemütlich hinter ihrem Stein schlafend – noch nichts bemerkt hatten.
Zusammen beobachteten Sie wie eine Schleuse geöffnet wurde und etwas zu Boden fiel. Sofort versuchte Fluffy auf allen bekannten Notfrequenzen einen Hilferuf abzusetzen. Und er bekam eine Antwort, mit der er nicht gerechnet hätte: eine weibliche Stimme drang an sein Ohr und sagte „Viel Spaß beim Überleben!“ bevor die Verbindung unterbrochen wurde. Fluffys Versuche erneut Kontakt aufzunehmen blieben fruchtlos und letztlich entfernte sich das Schiff genauso schnell wie es aufgetaucht war und ließ die drei in dieser Einöde zurück.

Der Stand-Off

Nymphadora konnte ihren Sturz ohne große Probleme abfangen und stand nun in hüfthohem Gras. Sie wusste, dass das Schiff gleich starten würde und beeilte sich aus dem Gefahrenbereich herauszukommen bevor sie zu Asche verbrannt würde.
Natürlich neugierig geworden, rannten Fluffy, Claire und Roger zu der Stelle an der das Schiff eben noch schwebte. Sie mussten herausfinden, was aus dem Schiff geworfen wurde. Obwohl es finstere Nacht war konnte die Gruppe die Umgebung gut absuchen, denn beim Start hatte das Schiff Teile der Steppe in Brand gesteckt.
Nymphadora konnte im Dunkel 3 Gestalten ausmachen, die sich ihr näherten und so versteckte sie sich im Gras und beobachtete die Schatten. Als die Wesen ihren Abwurfpunkt erreicht hatten, erkannte sie 3 humanoide Gestalten in Raumanzügen. Unschlüssig ob sie ihnen trauen könnte, blieb sie versteckt. Schließlich wollte Calypso sie auf einem unbewohnten Planeten absetzen, sie wäre sicher nicht so dumm Nymphadora neben einer Siedlung abzuwerfen. Und so versuchte Nymphadora die drei Fremden mithilfe ihrer Materiamanipulation in einem Feuerkreis einzufangen. Der erste Versuch scheiterte kläglich: sie erreichte nur, dass die Gräser im Umkreis der Gruppe umknickten und leicht zu kokeln begannen.
Aufmerksam durch das was um die Gruppe geschah, suchten Claire und die anderen nach dem Ursprung der umgeknickten Gräser.
„Verdammt“ dachte sich Nymphadora, als sich ihr eine der Gestalten nun gefährlich näherte. „Diesmal muss es klappen!“ Tatsächlich gelang es ihr beim zweiten Versuch die drei in einem Feuerkreis zu fangen. Das war Nymphadoras Chance! Fliehen oder Informationen aus den Wesen herausquetschen? Sie entschied sich für letzteres, stellte sich auf und richtete ihren Bogen auf die Gruppe.
Geschockt durch das plötzliche Feuer und die Gestalt die plötzlich einige Meter entfernt im Gras stand, zogen Fluffy und Roger ihre Revolver. Claire brachte etwas Abstand zwischen sich und die neue Gestalt, achtete gleichzeitig aber darauf aus jeglicher Schusslinie zu verschwinden.
Nachdem sich Fluffy und die Gestalt, eine Frau wie sie inzwischen wussten, einige Male gegenseitig zum Niederlegen der Waffe aufgefordert hatten und Claires Beruhigungs- und Verhandlungsversuche ignoriert wurden, schnappte Roger vor Nervosität über. Noch nie hatte er sich in einem echten Kampf befunden oder gar eine Waffe auf ein anderes Lebewesen gerichtet. „Ich bin doch nur Wissenschaftler!“ schoss es ihm durch den Kopf und er feuerte einen Warnschuss direkt vor die Füße der Fremden.
Nymphadora hingegen war im Kampf geübt. Kaum dass der Schuss gefallen war, identifizierte sie einen der beiden Männer als Täter und wusste, was sie zu tun hatte um ihr Leben zu retten, bevor der nächste Schuss vielleicht nicht mehr daneben geht. Sie nutzte ihre mentalen Kräfte und knockte den Typen aus.
Die Panik in Fluffy und Claire stieg, als ihr Gefährte plötzlich ohne irgendeine Erklärung neben ihnen umfiel. War er tot? Oder nur bewusstlos aus Angst? Fluffy forderte die Frau mit dem gespannten Bogen sofort auf ihre Waffe niederzulegen, sonst würde er schießen. Während sie ihre Waffe niederlegte, steckte auch Fluffy seinen Revolver weg, denn er erkannte, dass es vernünftiger war ohne weitere Drohungen zu verhandeln.
Nicht, dass Claire das von Anfang an gesagt hätte…

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