Antwort auf: [C&C] Logbucheinträge (Warnung: enthält Cash&Cargo Kampangen-Spoiler)

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#2492
Balu (N074G37H)
Teilnehmer

Session #7: Raum und Zeit
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Immernoch in Alrogaida bestreiten die Crewmitglieder ihre „Ferien“ sehr unterschiedlich. Colin verbringt die meiste Zeit im Botanikraum und kultiviert dort eine Reihe von Pilzen, Gregorianus mischt sich unter die Kolonisten und versucht wenigstens ein paar Bruchstücke der ahmandischen Sprache zu erlernen und Binda schließt sich buchstäblich im Labor ein, um sich seinen nanotechnologischen Untersuchungen zu widmen. Er verlässt es ausschließlich, als der Captain ihn bittet Mentar zu untersuchen, der immernoch wie tot in seiner Kabine liegt.
Der ehemals Konföderierte ist völlig hinüber, Gregorianus und Colin entscheiden, dass es zum besten ihres Geschäftspartners sei, ihn im Krankenhaus von Alrogaida zu belassen, bis er sich erholt hat.
Dyson unterdessen erfüllt sein Versprechen gegenüber dem Doktor und stellt aus Teilen schrottreifer Artifikanten einige kybernetische Implantate für die Klinik her und verkauft sie den dankbaren Ahmandern zum halben Preis. Zusätzlich belohnt er sich, indem er eines der geborgenen SDSS repariert, aufwertet und anpasst, um sich selbst damit aufzurüsten.
Ihren Trunkenbold in guten Händen wissend, verlassen die Protagonisten an Bord der Farkeen Eye Alrogaida. Greg und Colin entscheiden den Weg in den nahe gelegenen Kilmer-Sektor anzutreten, in der Hoffnung auf den florierenden Märkten von Kilmers Kreuz einen guten Preis für die neue Ladung zu erzielen.

Im luftleeren Raum widmet sich Dyson der Programmierung einer Software, die ihm helfen soll die gesammelten Daten über die temporalen Verzerrungen auszuwerten und die damit zusammen hängenden Phänomene zu verstehen, sieht sich anhand der Komplexität schon dieser Aufgabe an seine Grenzen gebracht. Colin studiert, wenn er nicht gerade mit seinen Pflanzen Zeit verbringt, die regionalen und überregionalen Märkte und bereitet sich so darauf vor, die Rolle des Händlers in der Gruppe zu füllen.
Und Greg schießt mal wieder auf Dosen.

Bei der Durchquerung des Al-Seilam-Systems fällt plötzlich der Feldantrieb aus. Ein neuer Zyklus temporaler Instabilität, deren Effekte diesmal auch Colin zu sehen bekommt, als sich seine Pilze vor seinen Augen für einen Moment in Bonsai-Bäumchen verwandeln, von denen einer gar permanent zu bleiben scheint.
Dyson bemerkt aus seiner Ladestation in der Werkstatt aufgeregte Stimmen und humanoide Schatten im angrenzenden Labor, als er hinein schwebt findet er jedoch nur Binda, der ihn – selbst zu sehr in seine Forschungen vertieft um etwas zu bemerken – sofort wieder aus dem Labor scheucht.

Colin, zunächst überrascht über das was passiert ist, dann erzürnt über die Tatsache, dass niemand ihn bisher über die Probleme des Schiffes in Kenntnis gesetzt hat, fordert Aufklärung über die Details dieser Probleme.
Dyson eröffnet seine durch den Bordcomputer gestützte Hypothese und verbirgt durch eine gegenteilige Impilikation geschickt, dass er bisher auch dem Captain nichts genaueres davon berichtet hat und erklärt weiterhin, dass ein Teil der Feldspulensysteme durch die Zeiverschiebung verschwunden sei.
Gregorianus meldet die Havarie an die ahmandische Raumkontrolle und lässt sich einen Parkorbit zuweisen, der die Hauptroute durch das System frei hält und nicht allzuweit entfernt ist. Dyson wird aufgefordert den Schaden zu beheben, muss jedoch melden, dass kein passendes Ersatzteil vorhanden ist und die Herstellung Wochen in Anspruch nehmen könnte.

Unterdessen erwacht der metonoidische Söldner Zetral an Bord eines ekrainischen Hilfskreuzers der OKES aus einem verletzungsbedingten Koma. Doktor Alexandros Tarkin ist erfreut seinen Patienten erwachen zu sehen und klärt ihn über die Umstände seines Aufenthaltes auf: Offenkundig hatte er auf einer abgelegenen Kolonie einen Kopftreffer kassiert, der ihn in akute Lebensgefahr brachte, jedoch nicht sofort zu töten vermochte. Bevor er im Lazarett der Kolonie versterben konnte, nahm der Kreuzer ihn in eine reich ausgerüstete Krankenstation auf und flickte ihn wieder zusammen, alles auf Kosten des Arbeitgebers, der jedoch kurz davor stand den Hahn zu zu drehen.
Nachdem der Doktor sich anderen Aufgaben zuwendet, hält es Zetral nicht lange in den Kissen und er beginnt auf der Suche nach etwas zu Essen das Schiff zu durchforschen – immer verfolgt von einem MediBot, der ihn in freundlicher Endlosschleife bittet in sein Krankenbett zurück zu kehren.

Der ekrainische Kreuzer wird von der ahmandischen Raumkontrolle auf die havarierte Farkeen Eye aufmerksam gemacht und bietet seine Hilfe an. Als Gregorianus – mehr als einmal korrigiert von Dysons Einwürfen – den Grund für das Problem erklärt, ist die OKES-Crew ebenso überrascht wie interessiert.
Die Schiffe docken und die Captains stehen sich gegenüber, Gregorianus mit der Waffe in der Hand, die Ekrainerin Penelope Kreion uniformiert, aber unbewaffnet. Lediglich der bewaffnete Metonoide, der Doktor Tarkin – ebenfalls Teil des Begrüßungskomitees – nach dem Weg zur Messe fragt und weiter stapft, scheint das Misstrauen kurz zu rechtfertigen.
Gregorianus halftert die Waffe und lädt die Helfer auf die Farkeen Eye ein, Colin begrüßt die Ekrainer mit frostiger Höflichkeit und bietet Getränke an, man einigt sich darauf, die Höflichkeiten in der Messe der Farkeen Eye fort zu setzen. Colin serviert Snacks und begeistert damit die Gäste, die von ihrem Schiff nur Synthfood-Rationen gewohnt sind.

Der ekrainische Bordingeneur Christos macht sich auf den Weg in den Maschinenraum der Farkeen Eye und trifft dort auf Dyson, der bisher ausschließlich als körperlose Stimme aufgetreten ist. Zunächst ignoriert er den Artifikanten vollkommen und fragt über InterCom nach dem Verbleib des Bordingeneurs, woraufhin sich Dyson wiederum vernehmen lässt, jedoch weiter ignoriert wird, weil der Mann sich nicht vorstellen kann, dass ein Artifikant für diese Aufgabe ausgewählt werden könnte.
Nachdem Dyson sich erneut zu Wort meldet ist der Ekrainer zwar schockiert, fügt sich aber dem Befehl der Zusammenarbeit.

Captain Kreion mit allen anderen Beteiligten nach wie vor in der Messe, schaltet ihren Kommunikator ab und äußert zweifel an der Eignung und Integrität Dysons, der sie durch Colins InterCom immer noch hören kann und prompt darauf aufmerksam macht, dass es keinen geeigneteren Kandidaten an Bord des Schiffes gäbe, wobei er beiläufig die Qualifikation Christos‘ in Zweifel zieht und sich über dessen „Eingabegeschwindigkeit“ mokiert.
Colin lässt sein taesarisches Temperament ein paar freie Treffer in Form kleinerer Sticheleien gegen die ekrainische Kultur und einer Anschuldigung der Unhöflichkeit landen, muss jedoch zurückstecken, als Dyson ihn darauf hinweist, das er selbst nicht viel höflicher sei.

Neben dem Bordarzt, der Kommandantin und dem Bordingeneur hat auch einer der Wissenschaftler der OKES, Xenobiologe Hikine Teshiro aus Guanku, die Farkeen Eye besucht und lässt sich von Gregorianus auf die Brücke führen, um die Logdaten des Schiffes zu überprüfen und eventuelle Hinweise zu sammeln.

Colin unterhält sich lebhaft mit der Kommandatin des Kreuzers, während der Arzt sich entschuldigt und auf das OKES-Schiff zurückkehrt. Dort trifft er Zetral, der etwas ungeschickt versucht sich zusätzliche Medikamente verschreiben zu lassen um die Krankenfürsorge seines Bald-Nicht-Mehr-Arbeitgeber so gut wie möglich auszunutzen, bevor er von der freigiebigen Attitüte der Ekrainer zu Rausch und Drogen überrascht wird. Der Doc versorgt ihn mit Rotkristall, Steroiden und Meditativa und zeigt dem Metonoiden danach das Reflexorium des Schiffes – und wie man Rotkristall am besten inhaliert.
Entspannt und in der richtigen Umgebung wirft Zetral seine Orakelsteine um den nächsten Schritt zu bestimmen und wird von den Götter vor die Wahl gestellt, seinen alten Weg fortzusetzen, oder einen neuen einzuschlagen.

Auf der Brücke beobachtet Greg eine Reaktion irgendwo zwischen Verwirrung und Furcht in den Augen Hikines, der kurz darauf sein Durchsuchung der Schiffslogs für beendet erklärt und die Farkeen Eye verlässt.

Dyson und Christos haben sich unterdessen auf einen gemeinsamen Modus Operandi geeinigt, in dem sie mehr oder weniger respektvoll kooperieren und konkurrieren. Ein Scan des ekrainischen Schiffes nach Dysons Spezifikationen deckt einige neue Informationen auf: Zum einen scheinen sich die Verzerrungen nicht auszubreiten, zum anderen scheinen sie auf einer Sinuskurve zu oszillieren, deren Frequenz und Amplitude solange steigt, bis sich die aufgestaute Energie in einem Temporalen Ereignis entlädt. Da alle Ereignisse während des Feldfluges vor fielen, schlussfolgert Dyson das Massefeld als mögliche Ursache der Aufladung, der Ekrainer hingegen macht den erhöhten Energieausstoß des Reaktors verantwortlich.

Auch die ekrainische Kommandantin kehrt vorerst auf ihr Schiff zurück. Greg und Colin laden die OKES-Crew zu einem echten Abendessen an Bord der Farkeen Eye ein und erhalten begeisterte Zustimmung. Anschließend berichtet Gregorianus seinen Kameraden von seinen Beobachtungen.

Christos ist ziemlich überrascht, als Dyson im Laufe des Gesprächs äußert, dass die Menschen sich viel Ärger hätten ersparen können, wenn sie die intelligenten Maschinen Asimovs Robotergesetzen unterworfen hätten. Der Ekrainer gibt zu bedenken, dass er froh ist, wenn Maschinen die Kriege führen und dadurch Menschenleben geschont werden, woraufhin Dyson feststellt, dass es keine Kriegsmaschinen geben kann, die deren Schöpfer nicht fürchten müssen.
Nachdem alle Daten ausgewertet und alle Hypothesen erschöpft sind, begibt sich auch der Bordingeneur wieder zurück auf den OPES-Kreuzer und organisiert den Transfer des Ersatzteils, sowie eines SNIF-2 Scanners, den Dyson auf eigene Rechnung bestellt. Anschließend überprüft er das Computersystem der Farkeen Eye auf Manipulation durch die „Gäste“, findet jedoch nichts.

Als Zetral vom geplanten Essen auf der havarierten Forschungsfregatte erfährt, gibt er einem der asaitsichen OPES-Crewmitglieder, welches dem Koch der Farkeen Eye zur Hand gehen möchte ein spezielles „Gewürz“ mit. Collin identifiziert dieses als Rotkristall und ist ziemlich misstrauisch, lässt den anderen Koch jedoch in seiner Küche mitarbeiten und verstaut die Droge, wo sie sicher ist.

Spieldauer: 5h

Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 5
Gesammelte Ausrüstung: 1 Beutel Rotkristall (9 Portionen), 1 Bonsai, SNIF-2 Scanner

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