Antwort auf: Schiffs-ID

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NOVAteam
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Erstmal allgemein:
Der Transponder ist ein kleines Gerät, welches tief in die Eingeweiden des Schiffes, wohin man sehr schlecht gelangt, verbaut wird. Es sendet ein digitalisiertes Signal mit der Transponder-ID aus. Staatliche Stellen bzw. Registrierungsbehörden (und geübte Hacker, siehe Techfähigkeit „Transponder herstellen“) können über eine spezielle Kommunikationsschnittstelle und mithilfe einer Dechiffrierung sowie eines speziellen MAschinencodes die ID-Nummer ändern. Selbst ein „unregistriertes“ SChiff (z.b. ab Werk und noch beim Händler, oder beim Gebrauchtschiffhändler) bekommt eine „Wartekennzeichnung“.

Vielleicht zunächst mal den „Werdegang“ eines Transpondercodes (ich denke, mit KFZ-Kennzeichen läuft es ähnlich):
– Ein neues Schiff wird gebaut und wird verkauft. Der Käufer muss es bei einer staatlichen Registrierungsstelle anmelden und erhält von dieser den Code auf den Transponder (bislang mit „Werkskennzeichnung“) aufgespielt. Die Registrierungsstelle vermerkt Besitzer, Bildmaterial und technische Daten des Schiffes, Anmeldedatum etc.. Je nach Behörde und Staat auch einen ganzen Datenwust mehr, oder weniger. IM Imperium tendenziell mehr.
– Ein gebrauchtes Schiff: Der vorherige BEsitzer oder der Schiffshändler meldet sein Schiff ab. Der bisherige Code kann neu vergeben werden, der Tranponder wird in die „Wartekennzeichnung“ versetzt. Nun findet es einen neuen Käufer. Der Käufer meldet es wiederum an, es läuft wie beim Neukauf. Findet ein Verkäufer direkt einen Käufer, kann er den bisherigen Transpondercode auch auf den neuen Besitzer eintragen lassen.
– Ein Schiff soll abgewrackt werden. Der Transpondercode wird nach der „zerstörung“ bei der Registerstelle abgemeldet. Er kann neu vergeben werden.
– Ein Schiff hat ein ungeklärtes SChicksal (vermisst, gestohlen…): Das SChiff wird in der Registerstelle entsprechend markiert. Nach einer Verjährungsfrist (z.b. 10 Jahre) kann der Code wieder frei werden, muss aber nicht. Das hängt dann je nach Behörde und Brauch ab. Z.B. würde auch niemand die Hüllennummer des Kreuzers „AFS-65B Shahin“, um den sich Legenden ranken, neu vergeben. Zumal sich über die Jahrzehnte Hüllnummern-Formatierungen in den verschiedenen Registerstellen auch immer wieder mal ändern .

Für den Dieb wäre es wohl klug, das Nummernschild auszutauschen (oder eben den Transponder), denn andernfalls wird es bei jeder Kontrolle auffliegen. Also am besten den alten Transponder ausbauen oder anderweitig deaktivieren (beides nicht gerade einfach) und das Schiff neu registrieren – und zwar am besten an einer Regsiterstelle ganz, ganz weit weg von der ursprünglichen. Die überprüfen ja ihre Datenbank nach gestohlenen Schiffen bei Neuanmeldungen.

Dem aktuellen Transponder eine neue Nummer zuzuweisen ist schwer, aber nicht unmöglich (TEchfähigkeit „Transponder-ID herstellen“). Man muss sich im Klaren sein, dass die erfundene Nummer natürlich nicht unbedingt an der Registerstelle hinterlegt ist (was Polizei problemlos nachprüfen kann), aber es ist sicher besser, als auf jedermanns Sensoren mit einer „heißen“ NUmmer aufzutauchen, oder mit gar keiner (sicheres Zeichen für ein Grimz-Schiff…).
Klugerweise fälscht man die Transponder ID so, dass man als ein anderes Schiff (aber eben gleiches Schiffsmodell) erscheint. Das wäre eine zusätzliche Sicherheit bei einer Kontrolle. Je mehr man von einem existenten anderen Schiff kopieren kann (z.b. auch die ID des Besitzers) und als dieses durchgehen würde, umso besser.

Es gibt auch die Möglichkeit, vom Schwarzmarkt die Transponder von verschrotteten Schiffen zu kaufen, mit denen sich zwielichte Schrotthändler eine kleine Summe nebenher verdienen (solange die Transpondercodes noch nicht abgemeldet wurden). Hier taucht das Problem auf, dass man vielleicht den Code einer Goliath-Klasse kauft, aber selber eine Corvus-Klasse ist.

Ist ein Transponder abgeschaltet (heißt: das Schiff/Transponer zerstört oder wurde er anderweitig deaktiviert) lässt er sich, wenn reparabel, wieder einschalten. Dann sendet er auch den gespeicherten Code wieder.

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