Antwort auf: [C&C] Logbucheinträge (Warnung: enthält Cash&Cargo Kampangen-Spoiler)

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#2119
Balu (N074G37H)
Teilnehmer

SPOILER-Warnung: Abenteuer „Kaltes Morgenland“ aus „Cash&Cargo“

Session #4: Retter in Nöten
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Das Shuttle taucht in den Sturm. Gregorianus und Dyson entscheiden sich nach einer kurzen Analyse dafür, der Straße durch die Schluchten zu folgen, um sich die heftigsten Sturmböen zu ersparen, die über das Gebirge hinweg fegen.
Dyson richtet erneut den Scanner so ein, dass er alle paar Sekunden ein hochauflösendes „Radarbild“ der Umgebung ausgibt, um bei der Orientierung zu helfen und Gregorianus konzentriert sich ganz auf die Steuerung des kleinen Schiffs, das durch Fall- und Scherwinde in den eisigen Schluchten heftig durchgeschüttelt wird, zudem wird die Navigation durch zahlreiche säulenartige Kristallsturkturen erschwert, die wie gigantische umgestürzte Baumstämme von einer Seite der Schlucht zur anderen reichen.
Als ein weiterer Fallwind das Shuttle erfasst, gelingt es Gregorianus nicht, ein kurzes Aufsetzen auf einer der Säulen zu verhinden, das Schiff gerät ins taumeln und stürzt in die Tiefe. Dem Piloten gelingt es zwar, das Schiff wieder in die Waagerechte zu zwingen, nun rast er jedoch direkt auf die vereiste Felswand zu. Nur durch einiges Glück und unter Volllast sowohl des EMAP-Feldes als auch der Steuerdüsen kann ein weiteres Mal das Ende der Mission abgewendet werden, nicht aber die Gefahr, denn es gelingt nicht, das Shuttle ausreichen zu bremsen, um es daran zu hindern in den Sturm über dem Gebirge zu tauchen.
Erneut beweist Gregorianus seine Flugkünste, indem er die brüllenden Winde nutzt um das Shuttle zu verlangsamen und es mehr oder weniger kontrolliert wieder in die Schlucht tauchen zu lassen.

Weder Dyson noch Semir Kebil, der Lotse, sind ausnehmend begeistert von der ganzen Situation. Zudem zeigt sich kurz darauf, dass die Straße in einem Tunnel verschwindet, der einige Kilometer weit durch die Berge führt und nur theoretisch groß genug für das Shuttle ist. Erneut muss Gregorianus also das kleine Schiff in den Sturm über dem Gebirge lenken. Diesmal mit ausreichend Zeit für die Vorbereitung, dreht er die Nase des Shuttles gegen den Wind und lässt sich von diesem langsam in Windrichtung tragen, indem er den Schub der Haupttriebwerke entsprechend reguliert.

Scans der Route, die mit den Daten eines in Alrogaida gescannten Kettenkamels ein genaues Suchmuster haben, deuten auf ein Wrack hin, dass jedoch tief unten in der Schlucht abseits der Straße liegt und scheinbar zu alt ist, um zur gesuchten Karawane zu gehören.
Jenseits des Berges gibt es drei weitere Treffer. Ein Fahrzeug etwa 70 Meter abseits der Straße, zwei andere am Zugang zu einem weiteren Tunnel. Dyson erachtet diese Treffer als untersuchenswert und Gregorianus bereitet sich darauf vor, das Shuttle aus dem Sturm in das Tal zu manövrieren. Um sich vollends auf die Schubregulierung der Haupttriebwerke konzentrieren zu können, beauftragt er Dyson mit der Bedienung der Steuerdüsen.

Das abtauchende Schiff durchfährt ein kräftiger Ruck, als dieses in die Schlucht hinab sinkt und dabei reißt das Neurolinkkabel an, dass Dyson wie gewohnt zur besseren Verbindung mit dem Schiff genutzt hatte. Das resultierende Feedback führt zu einer Fehlfunktion im Artifikanten und einem ausfall der Steuerdüsen, sodass Gregorianus sich der Aufgabe gegenüber sieht, einen Absturz in eine halbwegs erfolgreiche Notlandung zu verwandeln.
Sein Plan das EMAP-Feld zu überlasten, in der Hoffnung auf magnetisierbare Erze im Gestein die das Schiff rechtzeitig bremsen würden, schlägt jedoch fehl, der bereits zuvor stark beanspruchte Generator versagt ebenfalls den Dienst und nach einem ersten unsanften Aufprall auf der Schneedecke bohrt sich das Shuttle tief ins Eis.

Während Gregorianus und Semir bis auf einige blaue Flecke unbeschadet bleiben, wird der immernoch in seiner Fehlfunktion verhaftete Dyson nach vorn geschleudert, sein Neurolinkkabel reißt vollständig und der Artifikant kracht gegen die Frontscheibe des Shuttles, wonach er schwer zerdellt zu Boden fällt und einige Zeit braucht, um sein System neu zu starten.
Vor dem Schiff führt eine Eishöhle tiefer ins Innere des Gebirges, in Richtung einer Art Thermalquelle, wie sich später herausstellen wird. Gregorianus sorgt dafür, dass die Triebwerke geheizt bleiben und versucht das Shuttle behutsam zu wenden, muss jedoch feststellen, dass ihm der Zugriff auf die Steuerdüsen verweigert wird.

Dyson wird nach seinem Neustart und einer kurzen Phase der Verwirrung so wie einigen Verwünschungen seites Gregorianus aufgefort, die Schäden an den Steuerdüsen zu beheben. Er stellt fest, das das System aus unerklärlichen Gründen mit einer Firewall gesichert ist – seiner Firewall – allerdings Dysons Zugriffscodes nicht aktzeptiert. Im Tandem mit seinem Infiltrationsprogramm macht sich der Artifikant daran, die Firewall zu überwinden, woran er zwei volle Stunden ohne Erfolg probiert, ehe er sein Programm weiterarbeiten lässt und sich den nötigen Reperaturen am Shuttle widmet.

Gregorianus, nicht willens untätig herum zu sitzen, packt sich in etwa 25 Lagen Thermokleidung ein und stapft mit Semir los, um das verunglückte Kettenkamel zu begutachten, das knapp sieben Kilometer entfernt vom Absturzort liegt. Er und Dyson entscheiden, einen Kommunikationskanal offen zu lassen, über den auch der Positionsping von Greg übertragen wird. Dyson schaltet den zuvor von Gregorianus aktivierten Positionsping des Shuttles ab, vor allem, weil er den Gedanken unangenehm findet, mögliche Karawanenräuber könnten ihn und das Schiff anhand des Pings aufspüren.

Zu diesem Zeitpunkt schickt Binda eine Nachricht, um sich nach dem Status der Mission zu erkundigen. Gregorianus Antwort bereitet ihm Sorgen, doch zunächst will er sicher stellen, dass alle notwendige medizinische Hilfe geleistet ist und macht sich auf den Weg zu Klinik.
Dort trifft er nicht nur auf den Doktor, sondern auch auf dessen Tochter, die ein kleineres Schneefahrzeug abfahrbereit macht, scheinbar um ebenfalls nach der Karawane zu suchen. Binda bemerkt Unstimmigkeiten zwischen Vater und Tochter, geht jedoch nicht darauf ein, sondern nutzt die Gelegenheit um sich der Suche anzuschließen, die nun auch eine Suche nach seinem Shuttle und seinen Kameraden ist.

Greg und Semir erreichen schließlich das verunglückte Kettenkamel und erkennen rasch den Grund für den Unfall – das Gefährt wurde beschossen. Abgesehen von etwas getrocknetem Blut und Einschusslöchern findet sich jedoch nur wenig. Leichen, Überlebende und das Kommunikationsrelais des Fahrzeugs fehlen vollständig, die Ladung aus Lilbanitkristallen hingegen ist zwar verstreut, aber scheinbar vollständig.
Gregorianus beschließt, nach einer für Semir dringed nötigen längeren Rast den Weg zu den zwei anderen Kettenkamelnen anzutreten, die etwa zwanzig Kilometer entfernt an der Straße stehen. Beide richten sich „für die Nacht“ im Fahrerhaus des umgestürzten Fahrzeuges ein und Dyson erklärt über Funk, wie Gregorianus seinen Reaktor an das Heizsystem des Kettenkamels koppeln kann, um sie zu wärmen.

Wenig später erreichen Bonda und seine Begleiterin den Abschnitt der Straße, von dem aus Gregorianus Signal emfpangen werden kann und spüren diesen Anhand dessen auf. Semir und die Tochter des Doktors sind sichtlich überrascht einander zu sehen und es wird schnell klar, dass sie nicht unbedingt ein Herz und eine Seele sind.
Die junge Frau erklärt sich bereit, die Gruppe mit zum Fundort der anderen Kettenkamele zu fahren, besteht jedoch darauf, sie müsse danach weiter und zeigt kein Interesse die Suchaktion zu unterstützen.

Auch die beiden anderen Kettenkamele weisen Kampfspuren auf und im Gegensatz zum ersten gibt es in diesen auch Leichen. Die Untersuchung bleibt dem Team jedoch vorerst verwehrt, weil sich die Türen nicht öffnen lassen. Dyson wird über Funk hinzugerufen und macht sich auf den Weg, nachdem er das Shuttle sorgsam verschlossen und dessen Ping wieder aktiviert hat.
Gregorianus untersucht auch diesmal die Ladung der Kettenkamele, die vorwiegend aus Lilbanitkristallen und Titanglasplatten besteht, dabei fällt ihm auf, dass die Kisten schon zuvor geöffnet worden waren. Der Verdacht auf einen Überfall durch einheimische Räuber liegt nahe, da scheinbar keine der Ressourcen gestohlen worden waren, die auf dem Mond abgebaut werden konnten.

Semir Kebil und die Tochter des Doktors geraten erneut aneinander, die junge Frau macht ihre Warnung wahr und fährt mit ihrem Schneefahrzeug weiter die Straße hinauf, nachdem Gregorianus vergeblich versucht, auf sie einzureden.
Der inzwischen eingetroffene Dyson, den die Situation misstrauisch macht, hackt das Kommunikationssystem der Schneekatze und installiert ein verdecktes Peilsignal, ohne zu wissen, ob er es zur Sicherheit der Frau tut, oder damit seinem Verdacht auf Verrat folgt.

Nachdem Dyson die Türen mit Hilfe einer Laserflex geöffnet hat erhärtet sich der Verdacht auf Räuber, da den Toten jegliche Wertsachen abgenommen worden waren.
Um Semir Kebil vom Anblick der Toten abzulenken, startet Binda eine Schneeballschlacht mit dem Jungen.

Dyson bemerkt zudem, dass die Kommunikationsanlagen der Fahrzeuge noch intakt sind, auch wenn sie keine Kommunikationsverbindung herstellen können. Er vermutet, das zuerst gefundene Fahrzeug habe als Relais für den Rest der Karawane gedient.
Immerhin finden sich im lokalen Speicher noch Aufzeichnungen der letzten Funksprüche, die interessanterweise vermuten lassen, dass die Fahrer des Fahrzeugs zu keinem Zeitpunkt durch einen Hilferuf auf den Angriff reagierte, also entweder völlig überrascht wurde, oder bereits zu diesem Zeitpunkt nicht über ausreichende Kommunikation verfügten und dies auch wussten.

Noch bevor die Gruppe die weiteren Schritte besprechen kann, dringt der Geruch von Feuer an Gregs Nase und Dysons olfaktorische Sensoren – er scheint aus dem Tunnel zu kommen. Eine kurze Überprüfung des Peilsignals erlaubt eine verunglückte Schneekatze auszuschließen, doch woher kommt der Geruch dann?

Spieldauer: 4.5h
Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: Dyson u. Gregorianus 9, Binda 3

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