Antwort auf: [C&C] Logbucheinträge (Warnung: enthält Cash&Cargo Kampangen-Spoiler)

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#1974
Balu (N074G37H)
Teilnehmer

SPOILER-Warnung: Abenteuer „Kaltes Morgenland“ aus „Cash&Cargo“

Session #3: Feuer und Eis
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Nach zwei weiteren Tagen des Aufenthalts auf Farkeen Gamma, die dazu genutzt werden Feldspulensysteme und Reaktorleistung der Farkeen Eye auszubauen, den Hangar mit einem Tor zu versehen sowie das Schiff zu bewaffnen.

Schließlich beginnt die Reise. Binda schließt sich im Labor ein, um die ResyX zu untersuchen und sich zu neuen Nanomonstern inspirieren zu lassen, Collin stopft sich einen Sprachkurs „Ahmandisch in drei Tagen“ in die Ohren und Greg geht allen auf die Nerven, indem er ständig ohne Vorwarnung die Schwerkraft abschaltet und für sogenannte „Alarmübungen“ durchs ganze Schiff rennt, oder im Frachtraum aus den skurrilsten Positionen heraus Konserven erschießt.
Mentar entschließt sich spontan den Alkohol, den er in Ahmand illegal verkaufen wollte doch lieber selbst zu verbrauchen und torkelt nur ab und an aus seiner Kabine zum Schnelldresser, um sich zu erleichtern. Dyson ist unterdessen in die Auswertung der Daten vertieft, die die Schlacht seines neuen Infiltrationsprogramms gegen die eigene Firewall liefert.

Auf halbem Weg fällt plötzlich das Kommunikationsrelais aus. Die Flüche Collins und Gregorianus‘ ignorierend, taucht der Techniker der Gruppe in einen Wartungsschacht und richtet das Relais innerhalb kurzer Zeit wieder ein.
Der Fehler jedoch entpuppt sich als äußerst merkwürdig, denn es scheint, als wäre das Bauteil für einen kurzen Zeitraum entfernt und wieder an seinen Platz gesetzt worden. Ein eingehender Scan der Platine zeigt jedoch keine Veränderungen, nur schwer zu deutende Spuren einer möglichen Phasenverschiebung. Dyson zieht Binda zu Rate, um die Möglichkeit eines paraphysikalischen Problems auszuschließen – die Messdaten stellen klar, das weder Astronium noch dessen Strahlung beteiligt sind – ehe er Gregorianus über die Möglichkeit eines blinden Passagiers aufklärt.
Da die internen Sensoren nichts finden, nutzen Binda und Dyson das Shuttle und unterziehen die Farkeen Eye einem intensiven Scan nach Kohlenstoffkomponenten – ohne Hinweise auf ein Lebenwesen zu finden, dass nicht da sein sollte – sowie einem Breitbandscreening im gesamten elektromagnetischen Spektrum. Dabei zeigen sich schließlich eine Reihe von Anomalien im ganzen Schiff. Deren Verteilung lässt zwar nicht darauf schließen, dass die Ursache im Schiff selbst liegt, beunruhigen jedoch die Mitglieder der Crew, die weder Wissenschaftler noch betrunken sind.
Dyson füttert die gesammelten Daten zur Auswertung in den Bordcomputer der Farkeen Eye und das Schiff setzt seine Reise ohne weiteren Zwischenfall fort. Der Techniker entzieht sich den jetzt aufkommenden Versuchen Gregorianus, den Rest der Crew in seine Übungen zu integrieren, indem er damit beginnt die von den Anomalien betroffenen Schiffssysteme systematisch zu studieren, um auf weitere Vorfälle vorbereitet zu sein.

Eine Nachricht des Reis-Efendi Abdul-Muhaimin Reza, seines Zeichens Kolonievorsteher des Zielhafens der Farkeen Eye, warnt die Crew allerdings einige Stunden vor dem erreichen des Gratpunktes nach Lilban vor dem bevorstehenden Maximum der stellaren Aktivität in diesem Sektor und gibt allen damit genug Zeit, dass Schiff auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten.
Man beschließt, die organischen Besatzungsmitglieder innerhalb der Shuttleschilde vor der Strahlung zu bewahren, während Dyson einen Strahlungsalarm im Maschinenraum auslöst und sich damit die Abschirmung zunutze macht und das Schiff auch dann weiter steuern kann, wenn das Kommunikationsrelais einen ungünstigen Ausfall hat.

Dyson und Gregorianus nehmen zudem einige korrekturen am vorgeschlagenen Kurs vor, und ersparen der Crew damit zwei Stunden potentieller Exposition. Zwei ahmandische Raumjäger, die das Schiff mit einer Strahlenwarnung abfangen, schließen sich dem Kurs nach kurzem Intermezzo, dass nach einem Übersetzerblackout durch einen einfachen Kursdatentransfer geklärt wird, dankbar an. Dyson beobachtet während des Fluges eine weitere, diesmal ungefährliche Anomalie, die er dem Rest der Crew, abgesehen von Binda, verschweigt.

Im Schatten des Gasriesen Lilban-VI angekommen nimmt die Farkeen Eye direkten Kurs auf das mickrige Landfeld der auf Kataban errichteten Mondkolonie Alrogaida.
Beim schwierigen Anflug durch nebelverhangene und sturmgebeutelte Täler des Eisgebirges überzeugen Dyson, der kurze Scannerpulse kurzerhand als Pseudoradar verwendet, und Gregorianus, der nicht nur präzise und effizient sondern auch noch mit vollendeter Eleganz den letzten Kamm nimmt und im ersten Versuch sauber auf der verschneiten Metallplatte landet, die die Einwohner Landefeld nennen.
Die Crew wird von den Betreibern des Landefeldes begrüßt, wobei Collin die Rolle des Gruppensprechers übernimmt, da nach wie vor nur er Arabisch spricht und sich mit den kulturellen Gegebenheiten auskennt. Da Mentar immernoch seinen Rausch ausschläft, ist er auch gezwungen mit den Ahmandern um Sprit und Landegebühren zu feilschen, eine für ihn unangenehme Situation, die er trotz einer verwirrten Zwischenfrage Dysons – dieser kann nicht verstehen, warum Collin behauptet einen Kostenvoranschlag für Sprit in der Hauptkolonie angefordert zu haben, wo sie doch nie vor hatten, dort zu landen – beachtlich meistert. Man einigt sich auf den Gegenwert von 25.000 Sterntex (statt der geforderten 30.000) zum Abgleich der Landegebühr und zum Auftanken der Treibstoffreserve der Farkeen Eye.

Die Gruppe lässt Mentar auf dem Schiff zurück und betritt die Titanglaskuppel der kleinen Bergbaukolonie, in der ein großes Loch klafft – wie die Crew später erfährt, durch einen vermeintlichen Meteoriten verursacht, der nicht in der Atmosphäre verglüht ist – doch auch der Rest der Siedlung ist schlecht in Schuss. Der durch das Loch einwehende Schnee bedeckt die alten Wohncontainer und die wenigen echten Häuser im Stadtkern, auf den Straßen sammelt sich Artifikantenschrott und noch immer sind die Spuren des ahmandischen Bürgerkrieges so präsent, als wäre der letzte Überfall eben erst vergangen.

Vor der örtlichen Klinik verschärft sich das Elendsbild. Eine lange Reihe Kranker wartet vor dem Eingang der sichtbar überfüllten Gebäude. Binda macht sich auch ohne Gregorianus Anweisung sofort daran, die Kranken zu untersuchen und der Ex-Legionär und sein taesarischer Handelsgenosse sind sich ohne große Worte einig, dass ein solcher Zustand nicht hinnehmbar sei.
Collin erkundigt sich drinnen nach dem zuständigen und einzigen Arzt, Dr. Surik Al-Maliki. Dieser ist sehr dankbar, als ihm Collin eröffnet, dass Bordarzt Binda bei der Behandlung helfen würde und die „Farkeen Eye“ nicht nur ihre Krankenstation, sondern auch ihre Küche für die Kolonisten öffnet, von denen viele Mangelerscheinungen aufweisen.
Dyson bietet schließlich – beeindruckt vom scheinbaren Altruismus seiner Kollegen – an, nötigenfalls kybernetische Bauteile aus den Artifikantentrümmern zu Versorgung der Kolonisten aufzubereiten.

Collin erfährt außerdem von einer Karawane aus Kataban-Stadt, die die Kolonie bereits vor Tagen mit Nahrung, Medikamenten und anderen Waren beliefern sollte – unter anderem auch mit jenen Kristallen, die als Bezahlung für die Fracht der Farkeen Eye gedacht waren.
Er und der hinzugekommene Gregorianus entscheiden, die Karawane müsse aufgespürt werden und bringen dieses Anliegen vor den Reis-Efendi, der sich dankbar aber auch vorsichtig zeigt.
Im Schiff behandelt Binda währenddessen erfolgreich die am schwersten Verwundeten Ahmander, die 6 freien Kabinen dienen als Krankenzimmer, die Messe als Warteraum.
Nach eingehender Beratung entscheidet der Rat des Dorfes (bestehend aus dem Reis-Efendi, Imam Musad ibn Tammam at-Kataban, Kadi Fadia bint Mawardi und den Doktor, der allerdings abwesend bleibt), den Helfern die Karawanenroute zu enthüllen. Man besteht jedoch darauf, Samir Kebil als Ortskundigen mit an Bord des Shuttles zu schicken mit dem Gregorianus diese suchen will. Die Bedingung wird akzeptiert.
Kurz darauf sieht Dyson sich sehr zu seinem Unbehagen mit der Aufgabe konfrontiert, Gregorianus im Shuttle zu begleiten, da Binda die Kranken versorgt und Collin am Herd eine bessere Figur macht, als hinter der Scannerkonsole.

Zwei Hühner, die Binda unter anderem als Dank für die Behandlungen erhalten hat, wandern noch während das Shuttle sich aus dem Hangar hievt in den Suppentopf – sie werden ein wahres Festessen abgeben.
Und bevor das Shuttle sich in den Sturm wirft überträgt der Bordcomputer der Farkeen Eye gerade noch die Ergebnisse der Datenanalyse an Dyson: Das Schiff ist mit Temporalanomalien kontaminiert.

Spieldauer: 4.5h
Erfahrungspunkte pro Teilnehmer: 11
Sprachpunkte pro Teilnehmer: 1
Gesammelte Ausrüstung: zwei Hände voll Schmuckkristalle

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