Antwort auf: [C&C] Charakter Balu "Dyson"

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Balu (N074G37H)
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Surge

Dyson klinkte sich aus dem Shuttle-Computer aus, nachdem er den Energiestand in den Feldspulen des Frachters ein letztes Mal überprüft hatte. Wenn sein Berechnungen stimmten – nein, kein Zweifel, sie stimmten. Doch es bestand die Gefahr, das die Naninten just im Moment der Auslösung wichtige Parameter veränderten.

Eines nach dem anderen schalteten die SDSS-Laufwerke sich ab. Dyson ‚fühlte‘ wie er an Wissen verlor und er hasste es noch mehr, als die Blindheit, in die er sich freiwillig begab, als auch seine Sensorphalaxen sich der Reihe nach abschalteten.
Er musste allerdings zugeben, so sehr er diese Dinge hasste, die Aussicht andernfalls von RecyX-Naniten gefressen zu werden gefiel ihm sogar noch weniger.

Servomotoren und Flexoren waren längst deaktiviert und in Vorbereitung auf den EM-Puls gesichert. Zuletzt, Sekunden bevor die Feldspulen des Frachters ihre eigene Zerstörung initiierten, kappte Dyson die Energiezufuhr zu den Steuerdüsen, die seine Position stabilisierten.

Entladungen zuckten über die Bauteile im Inneren der Duraplast-Schale und ließen sie gespenstisch aufleuchten. Reglos trieb die graue Kugel durch den Frachtraum des Shuttles.

Es war der erste EMP, den Dyson je über sich hatte ergehen lassen müssen. Rückwirkend entschied das togalousche Gehirn, sich die Wirkung anders vorgestellt zu haben. In vielerlei Hinsicht erinnerte ihn der Moment der Schwärze an einen Gratsprung. doch dieses Mal folgte er der Suggestion seiner Basisprogrammierung, eine vollständige Systemprüfung durchzuführen.
Etwas widerwillig erwachten die Steuerdüsen zum Leben und stabilisierten die Bewegung des Artifikanten, der sich mit Reaktivierung der Sensoren auch wieder seiner Umgebung bewusst wurde. Eine vorläufige Analyse ergab eine Reihe durchgebrannter Leitungen in den primären und tertiären Belastungsgittern, aber nichts ernsthaftes. Und während seine Wissensspeicher zum Leben erwachten, war er sehr froh, das keines von diesen den Dienst verweigerte.
Ein unterdrücktes Stöhnen aus dem Cockpit legte die Vermutung nahe, dass der Ex-Legionär am Steuer von einer Entladung verletzt worden war, vermutlich hatte der EMP das Steuerpult überladen, oder der Terraner hatte kybernetische Teile.

Dyson reetablierte die Verbindung zu den Shuttle-Sensoren und dem Kommunikationssystem, um den Frachter abzutasten. Schon Sekunden später beendet er den Prozess äußerst zufrieden. Die Elektronik des ahmandischen Schiff war nachhaltig – und wahrscheinlich endgültig – gebraten worden und mit ihr höchst wahrscheinlich auch das lästige Ungeziefer.
Die Lebenszeichen der Menschen hingegen waren – wenn auch schwach – weitgehend stabil.

Wie weiß-silberner Staub bedeckten die deaktivierten Naniten den Boden des ahmandischen Maschinenraums. Erneut senkte sich der Sensoriktentakel des Artifikanten bis kurz über die Masse aus Nanobots. Der Mirkoscanner tastete den Boden ab, keine einzige der kleinen Maschinen zeigte irgendwelche Anzeichen für Aktivität. Dyson fuhr einen seiner Manipulationstentakel aus und schabte einen Probenbehälter über den Boden, bis er gut einhundert Gramm der winzigen Konstrukte zusammen gesammelt hatte und scannte anschließend den gesamten Inhalt des Probenbehälters noch ein weiteres mal nach geringsten Anzeichen für Aktivität. Nichts.

Er beschloss einen von Madame Grahams Artifikanten zu bitten, die Probe mit einer EMP-Waffe zu beschießen. Nur um sicher zu gehen. Doch für den Moment gab es wichtigeres zu tun, der Reaktor hatte einiges an Schaden genommen und musste dringend abgeschaltet werden.

Und während er mechanisch die nötigen Handgriffe abspulte, um den Reaktor herunter zu fahren, beschäftigte sich ein anderer Teil des Globe damit, die Aufzeichnungen über das Infiltratiosprogramm auszuwerten, welches ihm von den Artifikanten Farkeen Gammas ‚geliehen‘ worden war.
Das Programm selbst war verschlüsselt und, soweit er es beurteilen konnte, mit einem Zeitschlüssel kodiert, der dafür sorgte, dass es nach einer gewissen Zeit im Einsatz degenerierte. Dyson vermutete, dass es auf Systemzyklen beruhte, sodass die Umstellung der inneren Uhr keine gangbare Umgehung war – mal abgesehen davon, dass er damit wahrscheinlich seine Speicher und schließlich sich selbst verwirren würde.
Dennoch hatte er genug Zeit die Arbeitsweise des Programms zu testen. Zu diesem Zweck richtete er schlicht eine neue Partition auf seinen Laufwerken ein, umgab sie mit einer separten Firewall und ließ das Infiltrationsprogramm dagegen anrennen, wobei er die Aktivitäten beider Programme genau überwachte und aufzeichnete, sodass er nicht nur die Arbeitsweise des Hacking-Tools betrachten konnte, sondern auch die Chance hatte eventuelle Schwachstellen in seiner Firewall aufzudecken.

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